Plastik im Kopf: Was Mikroplastik in unserem Gehirn anrichten kann (Manfred Spitzer)

Shownotes

„Mikroplastik ist nicht nur ein Umweltproblem. Es ist längst ein Thema für unseren Organismus, unser Immunsystem und unser Gehirn.“

In dieser Folge PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler, Psychiater und einer der bekanntesten Wissenschaftsvermittler im deutschsprachigen Raum. Sein Buch „Plastik im Kopf“ beschäftigt sich mit einer Frage, die medizinisch immer relevanter wird: Was passiert, wenn kleinste Plastikpartikel nicht nur in Meeren, Böden und Lebensmitteln landen, sondern auch im menschlichen Körper?

Mikro- und Nanoplastik hat eine Wirkung auf Darmbarriere, Blut-Hirn-Schranke, Immunsystem und Zellstoffwechsel. Manfred Spitzer erklärt, warum sich Plastikpartikel im Gehirn anreichern können, wie sie Entzündungsprozesse, oxidativen Stress und mitochondriale Störungen begünstigen und weshalb die Forschung inzwischen auch Zusammenhänge mit neurodegenerativen Prozessen wie Demenz diskutiert.

Mikroplastik ist kein abstraktes Zukunftsproblem, sondern Teil des modernen Alltags. Verpackungen, Küchenutensilien, Textilien, Staub, Reifenabrieb und Trinkgefäße können zur Belastung beitragen. Gleichzeitig betont Manfred Spitzer: Es geht nicht um Panik, sondern um Wissen und Aufklärung.

Wie gelangt Mikroplastik überhaupt ins Gehirn? Warum ist die Blut-Hirn-Schranke dabei so entscheidend? Welche Rolle spielen chronische Entzündungen, Zellstress und das Mikrobiom? Und was kann jeder Einzelne tun, um die Belastung im Alltag zu reduzieren?

Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Ich empfehle ganz klar, Plastik wenn es irgendeinem geht aus der Küche zu verbannen.

00:00:06: Autoreifen sind in Deutschland das Mikroplastik Nummer eins!

00:00:10: Wir sind nicht nur Autonationen wir sind auch Autoreifern ab.

00:00:13: Rieb-Nation.

00:00:16: Stuhlpurben von Kindern enthalten zehnmal mehr Mikro-Plastik als Stuhlkurven von Erwachsener.

00:00:22: Paracelsus Lab Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit Der Podcast.

00:00:37: Hallo Menschen, willkommen zu einer neuen Folge im Paracelsus Lab.

00:00:40: Heute geht es um ein Thema das lange vor allem als Umweltthema galt oder als Umweltproblem galt inzwischen aber zunehmend auch als medizinisches Thema verstanden wird.

00:00:51: Es geht um Plastik.

00:00:53: Plastika ist überall in Verpackung, Kleidung, Küchenutensilien, Trinkflaschen, Kosmetik und Reifen.

00:01:00: Auch im medizinischen Material und den Alltagsprodukten.

00:01:02: Das Problem?

00:01:03: Plastick verschwindet nicht einfach, es zerfällt!

00:01:07: Aus großen Kunststofftalen werden kleine Partikel.

00:01:10: Aus Mikroplastik wird Nanoplastik und diese Teilchen finden sich nicht nur in unseren Weltmeeren, in unseren Böden oder der Luft.

00:01:19: Es gibt viele Untersuchungen dazu wo wir überall diese Partikel finden sondern eben auch in unserer Nahrung in unserem Trinkwasser und nach aktuellen Untersuchung sogar im menschlichen Körper.

00:01:29: Die entscheidende Frage lautet deshalb was macht Mikro Plastik?

00:01:34: Was bedeutet es für unseren Damen, unsere Darmbarrieren oder auch andere Barrieren unser Immunsystem?

00:01:39: Was hat das mit Zeltstress zu tun und vor allen Dingen mit unserem Gehirn.

00:01:43: Und dazu spreche ich heute mit einem besonderen Gast wie ich finde nämlich Professor Doktor Dr.

00:01:48: Manfred Spitzer.

00:01:50: er ist Neurowissenschaftler Psychiater und Autor und meines Erachtens einer der bekanntesten Wissenschaftsvermittler im deutschsprachigen Raum.

00:01:59: von daher freue ich mich sehr dass sie da sind und sein Buch Plastik im Kopf, das ist schon mal ein sehr spannender Titel.

00:02:06: Er beschäftigt sich genau mit diesem Thema mit den Gefahren vielleicht auch der unterschätzten Gefahr?

00:02:10: Mit der Auswirkung von Mikroplastik auf unser Gehirn und unsere Gesundheit.

00:02:15: Und ohne Panik zu verbreiten möchte ich heute ganz entspannt mit Herrn Spitzer dazu sprechen.

00:02:20: Ich freue mich sehr dass Sie da sind.

00:02:22: Ja ich freue mich auch.

00:02:22: Danke dass sie das möglich machen

00:02:24: Was mich natürlich brennend interessiert, ich habe schon ein bisschen Hintergrundinformation gesammelt aber ich würde es gerne einmal von Ihnen hören.

00:02:30: Wie kommt man darauf sich mit dem Thema Mikroplastik zu beschäftigen?

00:02:34: und sie sind wie schon erwähnt Hürndforscher.

00:02:38: also ja Plastik im Kopf.

00:02:39: Aber wie kam es dazu dass Sie dieses Thema gewählt haben?

00:02:42: Also ich bin da genauso drüber gestolpert wie immer wieder über Sachen stolper.

00:02:48: Vor, ich weiß nicht ziemlich vielen Jahren bin ich über digitale Medien gestolbert und dass die schädlich sind.

00:02:53: ja und bekam viel Brügel als ich dann ein Buch darüber geschrieben habe.

00:02:56: das ist jetzt vierzehn Jahre her Und jetzt bin ich halt wieder über was gestolpert, also ich sag's wie es war.

00:03:02: Da gab's ein Bericht in der Fachzeitschrift und da wurde auf neue Befunde hingewiesen.

00:03:08: die hab' ich mir dann natürlich im Original angeschaut und da haben tatsächlich amerikanische Wissenschaftler aus Alisona oder Texas... Also aus einem dieser Staaten den man eher so mit wildem Westen in Verbindung bringt.

00:03:21: Da haben also Pathologen Gehirne genommen, tote Gehirn.

00:03:25: Haben die dann so im Gefäß mit Hilfe von Vermänden verdaut und dann hat man im Grunde nur noch eine Flüssigkeit.

00:03:32: und wenn man die dann abfiltriert haben die festgestellt, dann bleibt pro Gehirn so fünf bis zehn Gramm Plastik sozusagen im Filter hängen.

00:03:42: Plastikkartikel sind zum Teil sichtbar.

00:03:44: Die meisten sind so klein also kleiner als ein Zehntel Millimeter.

00:03:48: Dann sieht man sie nicht mehr.

00:03:50: Es ist schon großes Mikroplastik aber es ist halt Mikro-Plastik und das fand ich schon mal erstaunlich.

00:03:56: Zweitens hat man natürlich auch Leber und Niere und Herzmuskel und andere Organe untersucht und da war ein Zehnzel so viel drin Pro Volumeneinheit, wie im Gehirn.

00:04:07: Also es reichert sich vor allem in unserem Gehirnen an und jeder hat so ne anderthalb oder zwei Kreditkarten.

00:04:14: Eine Kreditgarte sind fünf Gramm.

00:04:16: ich hab's wirklich mal nachgewogen weil da so viel geredet wurde in den letzten Monaten.

00:04:20: wir essen jede Woche zehn Gramm also zwei Kreditgarten das völlig daneben aber wir haben tatsächlich in unserem gehirn so ein bis zwei kreditkaten Das ist Nullkommasieben Prozent bei einem eins Komma drei Kilogramm großen Gehirne schweren Gehirn.

00:04:35: Das ist verdammt viel.

00:04:37: und als dann das hat den Hirnforscher in mir interessiert und der Psychiater, der kam natürlich auch noch ins Spiel Als in der Publikation gesagt wurde ja wir haben auch Demente untersucht Und die haben zehnmal so viel Plastik im Kopf wie normale Leute Und das.

00:04:53: Das war natürlich dann, da dachte ich ja, da musste was drüberschreiben und ich schreibe ja dauernd für eine Zeitschrift die selber herausgebe, nur dachte ich naja, da schreibst du halt mal einen kleinen Artikel drüber und hab recherchiert und da kam noch mehr Untersuchungen und noch mehr interessante Befunde und habe ich weiter recherchirt Und dann wurde ein Buch raus.

00:05:12: Als mir das klar wurde, habe ich wirklich auch so ein bisschen geschluckt.

00:05:15: Willst du jetzt wirklich wieder ein Buch?

00:05:17: Ich bin ja nur kein Experte weder für Mikroplastik oder nicht für Plastik.

00:05:22: aber wenn man einen Buch schreibt muss man Experte werden.

00:05:25: und es war schon ein gutes halbes Jahr Arbeit von morgens bis abends Und ich bin Gott sei Dank pensioniert.

00:05:32: Ich muss nicht mehr von morgens bis abends arbeiten und darf dann sozusagen am Wochenende nachts um die Urlaub Bücher schreiben, jetzt kann ich Bücher schreiben und sonst nichts weiter machen!

00:05:41: Das habe ich tatsächlich dann gemacht und nur so kann man erklären dass das Buch tatsächlich im Mai schon erschienen ist.

00:05:47: aber ich bin drüber gestolpert fand es super spannend und je mehr ich recherchiert hab desto spannender fand ich's.

00:05:52: Dann nehmen Sie uns auf diese Reise mit.

00:05:53: also Sie sagten gerade sie sind kein Experte für Plastik.

00:05:56: trotzdem dass wir uns einmal ein bisschen Überblick geben können.

00:06:00: was ist auch der Unterschied zwischen Mikro und Nanoplastik?

00:06:02: Ich hatte es im Eingang gerade schon mit erwähnt.

00:06:05: Wo kommt das jetzt genau her, vielleicht finden wir da den Übergang, warum ist es für unseren Stoffwechsel ein Problem?

00:06:13: Also es ist ganz einfach so, Plastik ist, Ansatzwort dafür ist ja Kunststoff.

00:06:18: Und das kann man ganz wörtlich nehmen einen künstlich hergestellten Stoff.

00:06:21: Alle Stoffe sonst, die es so auf der Welt gibt mit denen hat unser Körper und auch die Körper unserer Vorfahren.

00:06:29: Und damit meine ich ganz viele Vorfahren.

00:06:31: also in evolutionärer Hinsicht hat das Leben auf der welt mit den Stoffen, die's auf der world gibt gelernt fertig zu werden.

00:06:39: Also wir können alles möglich abbauen Auch Gifte können wir abbauen Nahrungsmittel sowieso und Mit denen wären wir fertig.

00:06:47: Plastik aber ist etwas Das kennt unser körper nicht.

00:06:51: Und deswegen, wenn wir es aufnehmen, ja zunächst mal geht vieles einfach.

00:06:55: Wenn wir es schlucken, geht's durch den Darm durch wird auch nicht aufgenommen.

00:06:58: und etwa neunzig Prozent des Plastiks das wir aufnehmen je größer desto eher.

00:07:03: Das geht einfach durch.

00:07:04: das wird aufgenommen wieder ausgeschieden ihr kleiner das Plastik ist.

00:07:07: und komme ich kurz zum Nanoplastik.

00:07:09: nanoplastik Ist kleiner als ein tausendstel Millimeter Durchmesser Okay.

00:07:15: Das wäre noch Mikroplastik, weil Mikro ist ein Tausend.

00:07:18: Ein Mikrometer ist ein tausendstel Millimeter und alles was kleiner ist als ein Mikrometer?

00:07:23: Ein Mikrometer hat tausende Nanometer!

00:07:27: Und alles von einem bis tausenden Nanometer ist eben Nanoplastik.

00:07:31: Das ist also wirklich klein.

00:07:33: Man muss sagen sogar kleines Mikro-Plastik... Also es muss nicht gerade Nano sein sondern das kleine Mikro Plastik.

00:07:39: Das geht auch überall durch.

00:07:41: Das geht also auch zwischen Zellen durch, unser Körper hat Barrieren damit nicht alles von draußen in uns reingeht.

00:07:47: In der Lunge haben wir die weil da atmen wir kleine Partikel.

00:07:51: Die ist aber gut.

00:07:51: und dann gibt es so eine kleine... Blutkörperchen, die wandern ins Gewebe wenn da irgendwas ist und dann nehmen wir das.

00:07:58: Und dann landet es im Schleim.

00:08:00: der wird von den Flimmerherrchen aus der Lunge raus geschafft und dann landete er in unserem Mund.

00:08:05: Da schlucken wir ihn runter!

00:08:07: Da geht dann das Mikro oder das kleine Plastik sozusagen durch den Darm und dem Darm haben wir wieder eine Barriere Das ist die Darmbarrier.

00:08:14: Die sorgt wieder dafür dass da Wenn's geht nichts was nicht in den Körper gehört auch nicht durchgeht aber dies eben auch dies manchmal ein bisschen durchlässiger Und das ganz Blöde ist, Mikroplastik macht sich sogar noch durchlässiger und dann kann das Mikro-Plastik ins Blut.

00:08:30: Und vom Blut kommt es überall in den Körper!

00:08:33: Dann gibt's noch eine Barriere nämlich die Blut Hirnschwanker.

00:08:36: Von der haben die meisten Leute mal was gehört.

00:08:38: Und das ist keine Schranke, also es gibt im Kopf keine Eisenbahnen und deswegen auch keinen Bahnenübergang oder keine Schwanke.

00:08:44: aber man muss sich das so vorstellen dass alle Gefäße die im Gehirn sind sie sind nicht so wie die Gefäse in der Leber oder in der Haut oder die wenn wir uns schneiden wo's dann raus blutet sondern das sind Gefäste die haben eine besondere Dichtung nochmal wo also auch kleine Partikel die im Blut sind einfach eben nicht durchgehen.

00:09:03: Und diese dich besonders dichten Gefäße, die nennt man Blutherrenstranke.

00:09:07: Und nun stellt sich eben raus das Mikroplastik auch die Blut-Hirn-Stranke passiert und zwar so gut dass es sich im Hirn offensichtlich anreichert denn wir haben ja am meisten Mikro Plastik eben im Gehirn.

00:09:21: Es wird auch ganz sicher wieder raus geschafft Denn man hat natürlich dann die simplen Sachen untersucht.

00:09:26: Ja wenn jemand älter ist Da stirbt er also später, hatte länger Zeit Mikroplastik aufzunehmen.

00:09:33: Dann müsste ja mehr im Gehirn haben.

00:09:35: Hat er aber nicht!

00:09:37: Der ist ein ganz interessanter Befund.

00:09:38: Also im Grunde ist es ja nicht befund.

00:09:40: Man findet keine Abhängigkeit des Mikro-Plastiks dem Kopf vom Alter des Gestorbenen.

00:09:46: Wann der gestorben ist?

00:09:47: Aber je länger man nachdenkt, desto eigenartiger findet man das.

00:09:52: Ein älterer Mensch hat mehr Zeit gehabt es aufzunehmen als zu nirgendwo.

00:09:56: Null also wenn man die Abbildungen sieht alte Mikroplastik ist gerade!

00:10:00: Das ist nicht ein bisschen nur grade.

00:10:03: und dann fragt man was ist denn da los?

00:10:05: Und es muss so sein dass es offensichtlich Mechanismen gibt die das Zeug auch wieder aus unserem Gehirn raus schaffen.

00:10:12: Die muss man sich so ähnlich vorstellen wie in der Lunge.

00:10:14: Da kommen Zellen an, die versuchen das Plastik irgendwie zu umgeben und dann wandern sie wieder ins Blut.

00:10:20: mit dem wandern Sie in den Leber und in der Leber wird letztlich alles was so ein Gift in unserem Körper ist in die Galle geschafft und in dieser Galle kommt es im Darm und da wird's dann sozusagen mit den Sekalien ausgeschieden.

00:10:32: Das passiert mit dem Plastikum Gehirn auch.

00:10:35: aber ganz offensichtlich ist der Mechanismus die hat offenbar Grenzen Und wenn besonders viel Wein geht, dann bleibt mehr drin als wenn weniger Wein geht.

00:10:44: Der Spiegel den wir im Hirn haben, der hängt nämlich davon ab wirklich wann einer gestorben ist und zwar wann, im Sinne von in welchem Jahr?

00:10:53: Also Menschen die im Jahr zwei tausendsechzehn gestorbt sind, die hatten einen geringeren Spiege als Menschen wie im Jahr zweitausendsvierundzwanzig gestorban sind.

00:11:00: Die hatten einen höheren Spiegel weil da offensichtlich mehr Wein ging.

00:11:04: Der Mechanismus hat zwar raus geschafft, aber dieses Fließgleichgewicht hängt ja von ab vom Weingehen und rausgehen.

00:11:09: Das hatte offensichtlich einen höheren Spiegel weil der Druck vom We eingehen, der war größer und deswegen ist es sozusagen in unserem Gehirn angestiegen.

00:11:17: Und wenn man vor Jahr zwei Tausendsechzehn Verstorbenes sich anguckt, dann hatten die noch weniger.

00:11:22: und das Ganze hat in den letzten Jahren also unser Fließ-Gleich Gewicht immer höher gegangen.

00:11:27: und das ist ganz simpel!

00:11:28: Wenn man Gehirne untersuchen würde aus dem Jahr neunzehntinundfünfzig, da würde man kein Plastik finden.

00:11:32: warum?

00:11:32: Da gab's noch keins.

00:11:34: Denn so richtig die Massenproduktion von Plastik, also im letzten Jahr waren es vierhundert Paarund dreißig Millionen Tonnen und das ist auch eine irre Zahl.

00:11:44: insgesamt wurden weltweit über neun Milliarden Tonnen Plastikt produziert.

00:11:49: Das ist mehr als eine Tonne pro Mensch der auf der Erde rumläuft.

00:11:53: Das liegt natürlich rum und das meiste sind Verpackungen.

00:11:56: Man kann sich diese Dosen, die da oben so zusammen gehängt werden damit man sie gut als Six Pack nehmen kann.

00:12:02: Das ist so Plastik!

00:12:03: Und das landet natürlich wie Müll.

00:12:05: aber das wird von UV-Strahlung zerkleinert.

00:12:07: es wird vor allem wenn sie mehr ist und rum und umgeschubst wird der Witz halt zerkleinert.

00:12:12: Das heißt, sogar wenn wir morgen aufhören würden weltweit Plastik zu produzieren.

00:12:16: Wir haben

00:12:16: genügend.

00:12:17: Ah ist!

00:12:18: Das würde zermallend und zermahlen.

00:12:20: in den nächsten Jahrzehnten kriegen wir mehr Mikroplastik.

00:12:23: Und nochmal die Daten, die wir haben sagen das reichert sich im Hirnen an und da haben wir auch je mehr in den Behörden, je später wie Menschen verstorben sind.

00:12:31: Es sind alles Daten von Verstorbenen wo man in den Hirnen dann nachgeguckt hat.

00:12:36: Wenn man sich das klar macht, dann merkt man Hopla, da gibt es ein Problem.

00:12:41: Und darauf wollte ich aufmerksam machen, und ich kann es ja gleich sagen.

00:12:45: Nicht weil ich Panik mache, machen wollte.

00:12:47: Ich will eben gelten teilen!

00:12:48: Das möchte ich nicht.

00:12:49: Ich möchte sagen hey Leute da gibt's ein Problem aber wenn ihr alles richtig macht dann kommt ihr auch davon.

00:12:54: Also digitale Demenz?

00:12:56: Hey, nicht so viel digitale Medien, dann hat der auch keine Demenzprobleme.

00:13:00: Hier ist das fast genauso.

00:13:02: man kann schauen dass man Plastik vermeidet in verschiedener Hinsicht und dann hat man das Problem nicht.

00:13:09: Und das ist das was ich möchte.

00:13:11: Also, da sind so viele spannende Punkte auf die ich natürlich mit Ihnen noch mal im Detail auch draufschauen

00:13:15: möchte.

00:13:15: Klar, gerne!

00:13:16: Weil wenn ... Wenn ich mir vorstelle also einmal finde ich diese Zahl dieses Sacken, dieses Anreichern im Gehirn es kann teilweise auch wieder rauskommen.

00:13:25: aber was Sie ja auch gesagt haben je mehr Mikropartikel an Plastik in uns herumwärts sind und das werden unweigerlich mehr werden selbst wenn wir jetzt aufhören würden Plastiks zu produzieren weil dass an Plastyk noch über Jahrhunderte zersetzt werden muss Die Menge wird steigen.

00:13:39: Was mich interessiert, gibt es für Sie, obwohl es diese Barriere im weitesten Sinne, aber Bluthirn-Schranke gibt?

00:13:47: Wie kann das sich erklären, dass sich hier mehr anreichert als beispielsweise in anderen Geweben, wo ja nicht nochmal eine ... Sie sagten in der Muskulatur beispielsweise, wo wir keine separate Barrieren mit dabei haben.

00:13:57: Gibt es da irgendwelche Erkenntnisse?

00:13:59: Also auch die Blut Hirnstranke wird leider durch Mikroplastik selber durchlässiger.

00:14:04: Das hat man mittlerweile zeigen können, sodass man die Befürchtung haben muss dass das Mikro Plastik selbst dafür verantwortlich ist, dass so viel ins Gehirn geht.

00:14:14: und dann ist es so, dass andere Organe die werden sozusagen leicht durchgespült also gerade die Leber da geht sehr viel Blutwein Und sehr viel wieder raus.

00:14:25: Oder die Niere eben auch.

00:14:26: muskeln nicht soviel, aber im Hirn natürlich auch.

00:14:29: Wobei im Hirnen vor allem das Blut... Also das hier mit Sauerstoff versorgen.

00:14:34: Das geht gar nicht so sehr um Nährstoffe, die auch.

00:14:36: Aber es geht v.a.

00:14:37: um Sauerstoffs weil unser Hirn so viel Energie verbraucht und dann muss eben ... Die Nährstoffe müssen verbrannt werden.

00:14:44: Geht da schon auch ganz viel.

00:14:46: Also ist die Durchblutung des Gehirns massiv und von daher natürlich auch, ich sag mal, die Versorgung mit Plastikpartikeln?

00:14:55: Und sicherlich aber doch auch wenn man jetzt darüber nachdenkt weil ich finde spannend eine durchlässige Bluthöhnenschranke oder Störfaktoren gibt es noch andere Aspekte, die quasi auch die Bluthönschranke durchläßiger machen können.

00:15:07: Kronische Entzündung und das ist genau eine Nebenwirkung von Mikroplastik, die kommt eben noch oben drauf.

00:15:13: Denn auch im Gehirn wird eben versucht das Mikro-Plastik wieder rauszuschaffen.

00:15:18: Und die Partikel, die das tun wenn dann das Mikroplastik ein bisschen zu groß ist Dann versuchen sie das schaffen es nicht sterben selber ab.

00:15:26: Und jede abgestorbene Zelle, die sozusagen Gutes tun will des Immunsystems wird dann aber selber fürs Immun-System ein Problem.

00:15:34: Denn das muss auch damit noch fertig werden.

00:15:36: und da laufen dann so Entzündungen, man nennt das biochemische Kaskaden ab, freier Radikale erzeugt, das sind Moleküle.

00:15:47: Die haben Nionencharakter und deswegen können die andere Molekül auch stören oder sogar kaputt machen.

00:15:54: Dann gibt es noch mehr was kaputtes und das weggeräumt werden soll.

00:15:57: Und so kann man sich vorstellen dass wenn dieser Prozess mal angeschubst wird dann läuft der einfach weiter und diese chronische Entzündung macht tatsächlich, dass die Blutherren schranke noch

00:16:08: durchlässiger wird.

00:16:09: Das bringt mich aber auch zu diesem doch wichtigen Punkt weil jetzt könnte man ja sagen sich da ein paar Partikel an, aber es scheint ja zu interagieren.

00:16:16: Also die Interaktion dieser Mikro- oder auch Nanopartikel interagiert mit dem Immunsystem.

00:16:22: Das Immunystem versucht's!

00:16:24: abzuwehren oder auszuscheiden.

00:16:26: Das geht Energie für das Immunsystem drauf, es wird aktiv.

00:16:29: und gleichzeitig wissen wir auch immer dann wenn der Immunystem aktiv wird, geht Gewebe rundherum auch kaputt?

00:16:35: Gibt es noch andere Mechanismen als?

00:16:37: ich habe in ihrem Buch natürlich gelesen auch so dieses Thema rund um oxidativen Stress damit erzeugt wird welche Faktoren oder Zeltstress da erzeugт wird.

00:16:45: Welche Faktor gibt es noch die dann wirklich die Anwesenheit der Partikel in den Geweben auslösen?

00:16:49: Also die Partikel nochmal, die sind selber im Grunde genommen ja, die liegen erst mal nur rum und man könnte meinen was soll das groß?

00:16:57: Es wird niemanden.

00:16:59: Aber es stellt sich eben raus dass sie Zellstress machen, der ist dann auch... Die anderen Zellen, also das gibt im Gehirn, man nennt das Mikroglia.

00:17:09: Von denen gibt es zehnmal so viel wie Nervenzellen und diese Glierzellen früher dachte man das ist einfach nur so Binde- und Stützgewebe.

00:17:16: heute wissen wir dass das ganz wichtig ist auch für die Funktion.

00:17:20: Es gibt sogar Die Behauptung, dass die Informationsverarbeitungen betreiben.

00:17:25: Also Nervenzellen können ja feuern und dadurch können sie tatsächlich was ein Computer macht nämlich Informations- verarbeitungsleistendes können Nerven zählen eben auch.

00:17:34: man hat es lange vermutet und wusst nicht wirklich.

00:17:36: heute weiß man so gut das.

00:17:38: man sieht dass man's nachbauen kann und man nennt das dann KI und was die alles kann das wissen wir ja.

00:17:43: insofern also man hat's wirklich Einigermaßen verstanden und man geht davon aus, dass die Glia vielleicht manchmal sogar ein bisschen mitrechnet.

00:17:52: Und das heißt natürlich, dass diese Funktion eben auch wichtig ist.

00:17:55: aber sie hat vor allem die Funktion Nervenzellen zu ernähren Abfall wegzuschaffen so dass die Nerven Zellen immer optimal funktionieren.

00:18:04: Ein bisschen helfen sie sogar bei deren Funktionen mit, das sind so die neuesten Daten dazu.

00:18:09: und wenn man sich klar macht, dass ist alles gestört dann ist natürlich northernales Gewebe zerstört oder wird langfristig zerstört und dann kommt es zu Ablagerungen.

00:18:20: und da hat man eben mittlerweile gefunden das sind ähnliche Ablaggerung wie man sie bei Demenzprozessen findet.

00:18:26: also wird eben Amyloid und da wird auch Tau abgelagert.

00:18:29: Das sind sozusagen die giftigen Formen von Proteinen, die wir an sich brauchen.

00:18:34: Man weiß noch nicht so genau wofür aber die gibt es so häufig dass wenn sie tatsächlich wirklich braucht habe.

00:18:40: Wenn die sich dann aneinander verhagen und verklumpeln angesichts von so einer chronischen Entzündung vielleicht auch noch anderen Prozessen Dann gibt's diese Ablagerungen.

00:18:49: Und wenn man dann sich das hier anguckt dann sieht es aus wie ein dementes Gehirn.

00:18:54: Aber es war eben nicht eine Demenz, die aufgrund von Erbfaktoren – wir wissen beim Alzheimer geht's über tausend Gene.

00:19:00: Jedes hat einen kleinen Effekt.

00:19:01: aber in der Gesamtheit gibt es eben eine deutliche genetische Belastung für Alzheimer-Klanken.

00:19:07: Man spricht so von sechzig Prozent Genetik und vierzig Prozent Umwelt.

00:19:11: Deswegen muss man sagen, es gibt diese genetischen Faktoren.

00:19:14: Aber es gibt auch Umweltfaktoren und da gehört das Mikroplastik dazu.

00:19:18: Und dann kommt es eben zu Demenzprozessen.

00:19:22: Und letztlich kann man die eben wieder feststellen, weswegen man gefunden hat, dass Menschen mit besonders viel Mikro-Plastik im Gehirn die Diagnose Demenz hatten?

00:19:33: Das war zunächst mal auch völlig ... Es war wirklich ein richtig ... knackiger befund.

00:19:38: und was noch dazukommt.

00:19:40: Man kann immer sagen, na ja vielleicht haben ja Demente mehr Mikroplastik im Kopf weil der Demenzprozess auch dafür sorgt dass die Blutheirn schranke ein bisschen durchlässig

00:19:49: ist

00:19:49: usw.

00:19:51: Also es könnte so rum sein und das sagen sogar die Autoren die das Mikro Plastik publiziert haben.

00:19:56: sie sagen wir wissen nicht wie rum die Kausalität von Demenz- und Mikro-Plastiken hier ist aber wir haben das.

00:20:01: jetzt war ein Jahr her dass das publiziert wurde.

00:20:04: natürlich haben andere Wissenschaftler den Ball aufgenommen.

00:20:08: Also Kollegen, die Labors haben, wo man Tierexperimenter machen kann.

00:20:11: Die haben eben dann Experimente an Fischen... Da brust man nur ein bisschen Mikroplastik ins Aquarium streuen und dann findet man, dass die in Gedächtnestests, die man tatsächlich mit Fischen machen kann.

00:20:22: Dann sind die nicht mehr so gut!

00:20:24: Und beim Mäusen kann man auch Mikro-Plastik frei oder mit Mikro Plastik aufwachsen lassen.

00:20:30: Wenn sie dann alt werden, bekommen die, die kein Mikro plastik bekommen haben, die werden normal alt und die die Mikro plastic bekommen haben.

00:20:37: Die können sich plötzlich nicht mal so gut Sachen merken.

00:20:40: Und dass diese räumliche Störungen und die Merkfähigkeit, das sind zwei klare Indikatoren von Demenz.

00:20:50: Also psychologische Indikaturen.

00:20:52: Das heißt man findet ganz klare Hinweise für Demenzprozesse durch Mikroplastik.

00:20:58: Wenn man das Experiment macht dann kann man sagen was Ursache und Wirkung ist Denn man hat die Ursache reingetan in dem einen Fall im anderen Fall nicht.

00:21:05: Die Tiere sind sonst genetisch und überhaupt völlig gleich!

00:21:08: Dann muss es das Mikro-Plastik sein, was zu diesen Defekten geführt hat.

00:21:12: Diese Ergebnisse haben wir schon und von denen kann man sagen, ja.

00:21:16: Wir wissen jetzt auch, wie rum der Effekt läuft nämlich vom Mikroplastik zur Demenz.

00:21:21: Diese mechanistische Erklärung und diese Prozesse ist super wichtig.

00:21:24: Gleichwohl ist es wahrscheinlich auch schwierig in der humanen Studien, also wir haben wahrscheinlich Querschnittsdaten oder Gehirne die nach dem Tod untersucht worden sind das heißt wird wahrscheinlich auch angesetzt jetzt longitudinales Studium durchzuführen dass man das über längere Zeiträume mit beobachtet.

00:21:39: gibt es da aktuell irgendetwas was am werden ist?

00:21:42: wo sie jetzt wenn Sie so in der Recherche geschaut haben?

00:21:45: Was gibt es an Forschungsprojekten?

00:21:48: Die Community sozusagen, die spricht davon dass Studien jetzt begonnen werden.

00:21:53: Man muss sich ganz klar darüber sein das man wirklich Kausalität ... bei Menschen letztlich nicht rauskriegen wird.

00:22:00: Also man müsste dann ja ein paar Leuten Mikroplastik geben und das müsste man per Los entscheiden, wer es bekommt und wer nicht.

00:22:06: Placebo oder nicht?

00:22:08: Und wir wissen ja schon... Oder wir haben dicke Anwahr hinweise dass das schadet!

00:22:13: Also niemand wird sich freiwillig melken.

00:22:15: zu einer Studie ich esse jeden Tag Mikro-Plastik.

00:22:18: Das

00:22:18: würde auch kein Ethikrat zulassen.

00:22:20: Genau, keine Ethikrate

00:22:22: zulassen,

00:22:23: weswegen wir auf Längsschnittstudien angewiesen wo man vielleicht im Stuhl Mikroplastik messen wird, um herauszufinden wie groß ist die Belastung eines Menschen denn da weiß man ja was was sozusagen durchgegangen ist.

00:22:36: und dann kann man wenn man das nur lang genug macht kann man eben gucken wie hoch war die belastung dieses menschen.

00:22:41: Dann wird man wenn der gestorben ist das Hirn sich anschauen können und mir wird vorher schon natürlich einmal im Jahr Demenzprozesse untersuchen.

00:22:49: Da kann man psychologische Studien machen die Demenz ganz klar zeigen Ist sie da, ist sie nicht da oder gibt es kleine Hinweise dafür?

00:22:55: Das ist mittlerweile ziemlich gut gemacht.

00:22:57: Man kann auch mit Hilfe von Positronen-Emissionstomographie nachschauen.

00:23:02: Gibt es da Hinweise für Amylitablagerung?

00:23:05: Gibt das Hinweis für Tauablagerungen?

00:23:07: Die kann man einzeln wirklich heute zu Lebzeiten feststellen... um damit die Diagnose-Demenz noch klarer herauszudröseln.

00:23:16: Und das wird man machen, aber bis diese Studien aussagekräftig sind, dass dauert mindestens fünfzehn Jahre.

00:23:23: Die müssen ja noch publiziert werden, GAPIER REVIEWED und so weiter, also flüheestens fünf Zehn Jahre, da werden sie schon schnell, bis wir solche Daten haben!

00:23:31: Aber

00:23:31: das heißt, wir arbeiten oder die Forschung arbeitet weiter mit den Daten.

00:23:35: Mit den Querschnittsdaten haben wir die Plausibilität anhand von Tiermodellen relativ klar nachgewiesen.

00:23:42: Sie haben sehr schön auch schon die Wirkmechanismen beschrieben was dann wirklich passiert.

00:23:45: auf einen bin ich noch gestoßen weil sie es eben gesagt haben das Gehirn braucht viel Energie, braucht Sauerstoff dazu.

00:23:52: und dann denke ich natürlich an mein Biologieunterricht zurück und denk mir okay so die Mythochondrien also diese Kraftwerke unserer Zellen spielt doch Mikroplastik wahrscheinlich auch eine Rolle in der Funktionsweise.

00:24:04: Das hat man auch, man kann Mitochondrien untersuchen und in den Mitochen sieht man es besonders deutlich.

00:24:10: Weil da eben wie Sie richtig sagen das sind die Kraftwerke unserer Zellen und die müssen sozusagen effizient arbeiten und da darf es nicht zu oxidativen Stress kommen.

00:24:20: Da darf es auch nicht dazu kommen dass diese Oxidation für die, also sie sind fürs Verbrennen von Nährstoffen zuständig aber da brennt nichts.

00:24:30: Da finden Oxidationsprozesse statt was ja Verbrennung lässt in der Zelle.

00:24:35: Und diese Oxidationsprozesse können schief laufen, da können tatsächlich die falschen Moleküle oxidiert werden oder am falschen Ende und das kann dann dazu führen dass sie wieder geschädigt werden und ihre Funktionen dadurch nicht mehr so gut erfüllen können.

00:24:51: Das sind natürlich Dinge, die durch Mikroplastik auch passieren.

00:24:57: Wie Sie richtig sagen, da besteht ein weiterer Wirkungsmechanismus ... von Mikroplastik im Gehirn.

00:25:03: Man muss sagen, also ein Pathomechanismus!

00:25:05: Denn die Wirkung ist negativ, das Pathomech.

00:25:08: Stimmt, haben Sie absolut recht.

00:25:09: Herr Spitzer, ich würde Sie gerne einmal mit auf die Reise oder gedanklich einfach nehmen, weil sie es eben so schön beschrieben haben... Es scheint zumindest so zu sein dass ein Teil des Mikro-Plastiks was in den Körper wirklich reingekommen ist auch wieder ausgeschieden vielleicht doch abgebaut werden kann.

00:25:25: Ist das unter Umständen auch einen Weg?

00:25:27: therapeutisch daran zu gehen.

00:25:29: Also gibt es schon Ideen, Möglichkeiten zu verstehen was genau passieren muss damit das abgebaut werden kann oder wie es wieder aus dem Gehirn oder aus dem zentralen Nervensystem rauskommen könnte und wäre das etwas was man pharmakologisch tagetieren könnte?

00:25:47: Oder gibt es da vielleicht schon Ideien?

00:25:49: Also es gab ja leider den negativen Ausgang von Studien, in dem man sehr große Hoffnungen gesetzt hat.

00:25:56: Es gibt die Möglichkeit unser Immunsystem gegenüber ich sage den genannten Ablagerungen also amyloid und tau zu sensibilisieren so dass dann unser Immunsystem selber dafür sorgt dieses Zeug schneller abzubauen.

00:26:12: wenn man das Immun System von außen zu irgendwas bringen will Dann muss man letztlich sowas machen wie impfen.

00:26:19: Und das hat man versucht, die Antigene mit Viren einzuschleusen.

00:26:25: Man hat auch versucht bestimmte Stoffe im Gehirn zu exprimieren, die dann eben so entsprechend wirken könnten als Abläumer.

00:26:33: Das hat aber bislang nicht funktioniert.

00:26:35: Und erst wo wenigen Wochen kamen die enttäuschende Nachricht, dass eine moderne Substanz in der viele Eröffnung gesetzt haben, dass sie zum ersten Mal Demenz wirklich kausal behandeln kann?

00:26:47: Also wir haben ja Medikamente, die so ein bisschen die Merkfähigkeit unterstützen und deswegen Demenzprozesse, wo es ums Merken geht, ein bisschen hinauszögern.

00:26:55: So vielleicht ein Vierteljahr!

00:26:57: Das gibt's schon länger.

00:26:58: Als Psychiater habe ich die auch immer eingesetzt sagen ein kleiner Effekt, der war nicht und er war vor allem.

00:27:06: man hat damit nur gelindert aber an der Ursache nichts geändert.

00:27:10: Und hier hatten wir zum ersten mal was Kausales und das hat sich dann als.

00:27:15: also es hat nicht funktioniert.

00:27:17: Es gibt vor wenigen Wochen ist was ganz Verrücktes passiert.

00:27:21: Die Finnen haben schon lange herausgefunden, dass wer in die Sauna geht, der kriegt mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit Demenz als er denn nicht in die sauna geht und der Effekt ist sogar dosisabhängig.

00:27:31: also wer fünfmal in die saunagert jede Woche Der hat nur ein drittel demensrisiko als jemand der einmal die woche in die Säune geht.

00:27:38: nur in finland gibt's leute die gehen fünf mal die wochen in desauna weswegen man nur da solche studien machen kann.

00:27:44: da gibt es aber zwei Studien eine mit zweieinhalb tausend leuten und eine mit seit Und das waren längst Schnittstudien, also wirklich richtig aussagekräftige Studien.

00:27:56: So dass man sagen muss vielleicht gibt es da Prozesse und ich werde jetzt nicht von Wellness oder so irgendwas Stressrodelsieren und Easy-Going und sowas.

00:28:05: Nein!

00:28:05: Ich rede zum Beispiel von Hitzeschockproteänen, von denen man weiß, dass die in Kopf entstehen wenn man ein großer Hitze ausgesetzt ist.

00:28:14: und es gibt tatsächlich einen Fall Einen, ich betone das nur ein.

00:28:19: Wenn wir zwanzig hätten dann wären wir schon viel weiter aber einen der hatte so eine Demenzform mit der hätte eigentlich zwischen fünfundvierzig und fünfundfünfzig an Demenz versterben müssen Und die ganze Familie um ihn rum.

00:28:31: bei der war da so und er ist Mitte siebzig und er hat gar nichts.

00:28:35: also Er hat nicht das kleinste kognitive Defizit.

00:28:38: und da fragt man sich und man hat den untersucht und der hat diese genetische Prädisposition etwa drei prozent der dem Menschen Die haben so einen klaren knalligen eine genetische Ursache.

00:28:47: Aber der hat zeitlebend als Mechaniker in Schiffen gearbeitet und war im Maschinenraum, also schlimmer als in der Sauna weil da ist auch die Luftfeuchtigkeit noch ganz hoch und da ist er oft umgefallen und musste damit kaltem Wasser überschüttet werden.

00:29:01: das war sozusagen sein Alltag.

00:29:04: und man vermutet dass der eben aufgrund der Aktivierung von Hitzeshockproteänen die als Nebenjob Knabbern von diesen Ablagerungen erledigen, dass er deswegen diese Weckknapperei von seinen Ablaggerungen über die Maßen hat genießen können erleben können und das deswegen trotz seines Todesurteils was eigentlich seine Gene schon eigentlich bestimmt hätten.

00:29:30: Dass er trotzdem mit Mitte-Siebzig noch Quitsch Fidelis und nicht Demand.

00:29:34: und wenn das so wäre... dann wäre das eine Möglichkeit.

00:29:38: Dann könnte man also sagen, klinische Empfehlung ganz klar dreimal die Woche in die Sauna oder ein heißes Bad nehmen zwanzig Minuten um diesen Mechanismus zu aktivieren.

00:29:47: aber das traue ich mich nicht.

00:29:49: deswegen sage es ja auch so klar weil die Evidenz die wir haben ist macht Sinn wenn wir noch mehr Patienten untersucht hätten und wir dann noch mehr Daten dazu hätten dann könnte man sagen dass Macht wirklich Sinn nebenbei im Team und den hat's auch schon funktioniert.

00:30:02: Also wenn man Mäuse in die saunah tut die auch zum Teil wieder rückgängig machen oder dafür sorgen, dass sie nicht so schnell Effekte hat und so weiter.

00:30:11: Also im Mausmodell hat das tatsächlich auch schon funktioniert.

00:30:15: aber Meuse sind keine Menschen oder noch wichtiger Menschen sind keine Mäuse.

00:30:19: deswegen Zudem, was Sie vorhin gesagt haben, Stilgenatrimaten natürlich.

00:30:23: Die uns viel ähnlicher sind, die könnte man auch machen aber weil sie sehr aufwendig sind, weil der Tierschutz hier hinterher ist dass man die wirklich nur im äußersten Fall macht.

00:30:34: deswegen sind die schwierig.

00:30:35: Sie sind auch langfristig angelegt, weil die werden ja auch alt und die haben nicht so ein Generationsprozess wie Mäuse von ein paar Wochen oder ein paar Monaten.

00:30:43: Deswegen Auch die sind wirklich sehr aufwändig, sodass man sagen muss.

00:30:47: Hier ist es noch schwierig und der genannte Mechanismus wird uns eine Weile beschäftigen aber das wird auch nicht hypothetisch sein, aber eben noch nicht klinisch abgesichert durch Daten, die wir haben müssten bevor bei ihnen mit geschwellter Wurst empfehlen würde.

00:31:06: Aber dennoch finde ich's spannend und vielen Dank für diesen Überblick in welche therapeutischen Richtungen was es gibt woran auch geforscht wird.

00:31:15: Von der Logik auch hier wieder, wenn es natürlich Mechanismen gibt und Sie haben es genannt in dem Falle Hitzeschockproteine oder wir grundsätzlich über ja auch so hormetische Reihe zu sprechen die eventuell die körpereigene Mechanismen und Abbau Regenerationsprozesse mit beschleunigen können, dann hat man zumindest eine Richtung an der man forschen kann.

00:31:33: Und wie wir eben gesagt haben, die Längsschnittstudien nicht nur Leute mit noch mehr Plastik zu konfrontieren um dann herauszufinden ob es noch schlimmer werden würde.

00:31:41: ich wollte eine Sache viel mir eben noch ein weil sie auch die Genetik mit angesprochen haben ist in den Untersuchungen nochmal unterschieden worden wo wir quasi diese genetische ...disposition haben oder auch diese extreme Auffälligkeit für die Entwicklung von Demenz zusammen mit Mikroplastik.

00:31:56: und anders ausgedrückt, wenn wir Menschen haben, die on-top eine genetische Disposition haben und zusätzlich noch mehr Mikroblastik bekommen.

00:32:04: Dass die Symptome oder die neue Generationen noch schneller voranschreitet?

00:32:09: Ja das weiß man tatsächlich!

00:32:11: Das hat man auch im Tierversuch gemacht.

00:32:12: da kann man natürlich, man kann Mäuse züchten Prädisposition zu Alzheimer haben oder man kann Wildtyp Mäuse nehmen, die das nicht haben.

00:32:22: Und bei den Wildtypen Mäusen da muss man länger einwirken mit mehr Mikroplastik bis es zur Demenz kommt und bei denen, die sozusagen der Demenz spontan eher auch entwickeln wenn sie älter werden.

00:32:33: Bei denen hat das Mikro-Plastik dann natürlich einen Add on Effekt.

00:32:36: also wenn man die Genetik hat unteres Mikro Plastik ist man tatsächlich... Das kann man schon sagen schlechter dran als wenn man nur die genetik oder nur das Mikroplastik hat.

00:32:45: Herr

00:32:46: Spitzer Sie sind Meiner Meinung nach schon Experte auf diesem Gebiet, aber vor allen Dingen Experte für das Gehirn.

00:32:52: Jetzt würde ich trotzdem Sie gerne auch da noch mal mitnehmen und sagen okay wir hatten eben darüber gesprochen.

00:32:57: was sind Mechanismen die passieren in der Anwesenheit von Mikroplastik?

00:33:01: Das heißt das Immunsystem scheint mit chronischer Entzündung zu reagieren.

00:33:04: Wir wissen wir haben andere Treiber für chronische entzündliche Prozesse.

00:33:08: Was mich interessiert wenn wir das zentrale Nachendsystem einmal verlassen gibt es eben auch Zusammenhänge zu anderen Erkrankungen, also Stoffwechsel-Erkrankung, Dameerkrankung und Herzkreisdorferkrankungs, die mit Mikroplastik einhergehen.

00:33:20: Wird an sowas auch geforscht?

00:33:21: Oder gibt es bei dem anderen Thema um Entwicklungsstörungen bei Kindern Auffälligkeiten, die vielleicht damit in Verbindung gebracht werden?

00:33:30: Dazu müsste man ja ... die Gehirne der Kinder haben, nachdem sie gestorben sind und von weg den Entwicklungsgrad ganz genau gemessen haben.

00:33:40: Diese Daten kann es nicht geben.

00:33:42: Das ist spannend.

00:33:43: was man sagen kann ist dass andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.

00:33:48: was man weiß ist das unter Mikroplastik das Mikrobiom also die Daumenflur war wie man's auch nennt verändert wird und dass diese Veränderungen nicht unbedingt positiv sind.

00:33:59: Man kann ja über das Mikrobiom wird ganz viel geredet und man weiß noch gar nicht so viel, da geht es nicht um einzelne Bakteriensorten sondern da geht's tatsächlich um die richtige Mischung.

00:34:11: aber weil es tausende verschiedene sind, die da die richtigeMischung ausmachen sollen wissen wir tatsächlich noch nicht für welche Menschen die und die Mischungen tatsächlich die Richtige ist.

00:34:23: wenn wir das wüssten werden wir schon einen Riesenschritt weiter hat auf jeden Fall schon Hinweise darauf, dass sich das Mikrobiom verändert und möglicherweise in Richtung zu auch wieder mehr Unterstützung für entzündliche Prozesse.

00:34:38: Was sozusagen den Wirkungsmechanismus, den wir sowieso schon haben noch verstärken würde?

00:34:43: worüber wir unbedingt sprechen müssen, ist das alles schrecklich und man kann eh nix machen.

00:34:48: Dann hätte ich mein Buch wirklich nicht

00:34:50: geschrieben.".

00:34:51: Ich möchte gar nicht nur sagen genau darauf will ich jetzt mit Ihnen eingehen weil ich bin bei Ihnen... Wir wollen jetzt nicht nur Panik machen!

00:34:58: Ich glaube es ist interessant diese auch in der Tiefe mal in die Mechanismen einzusteigen.

00:35:03: Möglichkeiten vielleicht perspektivisch was in der Therapie möglich ist, aber lassen nämlich dann die Frage gerne direkt stellen.

00:35:10: Was können Menschen konkret tun oder wie können wir vielleicht doch uns der Konfrontation mit Mikroplastik entziehen?

00:35:17: Ist es überhaupt möglich?

00:35:19: und nicht nur jeder einzelne sondern vielleicht was müsste auch gesellschaftlich politisch passieren?

00:35:24: Also ich glaube, dass jeder einzelne schon viel machen kann.

00:35:26: Aber ich glaube das letztlich auch gesellschaftlich politisch was passieren muss.

00:35:30: Ich glaub wirklich beides und ich war teilweise bei der Arbeit an meinem Buch auch so, dass sich wieder aufhören wollte weil ich dachte, das ist alles nur schrecklich und es gibt gar nicht so viele.

00:35:38: aber je länger ich dann doch dran geblieben bin, bin ich sehr froh.

00:35:43: Man muss letztlich sagen, es gilt das, was der Spruch von Paracelsus die Dosis macht, das Gift!

00:35:48: Und ich möchte mal einen Beispiel erläutern.

00:35:50: Wir wissen, dass kleine Kinder die Krabbeln auf dem Fußboden wummen.

00:35:53: Auf den Fußbohren liegt Staub und der besteht in heutigen Haushalten zum Guteil aus Plastikpartikeln.

00:36:00: Und kleine Kinder tappseln so rum und dann nehmen sie die Finger innen.

00:36:04: Jeder der Kinder hat ... Der weiß das ja?

00:36:06: Deswegen Stuhlproben von Kindern enthalten zehnmal mehr Mikroplastik als Stuhlvoben von Erwachsene einfach weil die, ich sag mal, mehr Dreck futtern.

00:36:15: Und im Dreck ist es halt drin.

00:36:18: Wenn man das weiß und wenn man weiß, zehn Prozent dessen was man einnimmt wird aufgenommen.

00:36:23: Dann weiß man die Belastung von Kindern ist zehnmal höher!

00:36:26: Wenn man dass weiß dann kann man etwas ganz Einfaches machen nämlich zweimal täglich Staubsaugen.

00:36:32: Das hört sich so banal an.

00:36:34: Aber wenn man hat das tatsächlich gemacht und dann auch untersucht, was passiert?

00:36:38: Wie viel haben die Kinder noch an Mikroplastikaufnahme?

00:36:41: Die wird deutlich reduziert!

00:36:42: Also man kann seine Kinder schützen indem man Staubsaugen mit einem guten Filter, der auch wirklich das Plastik nicht nur rein saugt und wieder rauspustet sondern es also im Staubsauge erhält.

00:36:54: Da muss man einen guten Partikelfilter da haben Und den muss man auch rechtzeitig wechseln, also wie es sozusagen in der Gebrauchsanleitung steht.

00:37:02: Aber wenn man das macht ... dann ist das für die Kinder schon mal das Wichtigste was man machen kann.

00:37:08: Man weiß dass die Baumluft etwa zehnmal mehr Mikroplastik enthält als die Luft draußen nach dem Motto rausgehen.

00:37:15: Ganz ist sowieso gut, man geht.

00:37:17: Ja, das

00:37:18: sowieso.

00:37:18: Man ist in der Natur, wenn's gut geht.

00:37:20: Also auch gut ja oder was ganz anderes.

00:37:24: Autoreifen sind in Deutschland das Mikroplastik Nummer eins.

00:37:28: Wir sind nicht nur Autonationen, wir sind auch Autoreifernabrieb-Nation!

00:37:33: In vielen Ländern gibt es viel weniger autoreifen Abrieb weil da weniger Autos auf den Straßen sind.

00:37:38: Nun wissen wir dass der Abrieb der Reifen hängt natürlich von der Reife breiter aber vor allem auch vom Gewicht des Autos.

00:37:45: und jetzt fahren wir zunehmend Elektroautos.

00:37:47: was haben die eine schwere Batterie?

00:37:49: Was werden wir haben?

00:37:50: Mehr Reifenabrieb Nicht wenige mehr.

00:37:55: Und jetzt kann jeder überlegen, wie er seine Fahrweise ändern sollte.

00:37:58: Dass er weniger Reifenabrieb hat also keine Kavalierstaats nicht mit Karacho in die Kurve weil das macht den Reifen abrieb.

00:38:05: wenn man ich sage mal vorausschauend fährt mit wenig Gas und wenig Bremse und viel Rollen wird man weniger Reife Abrieb haben viel weniger.

00:38:13: und dass kann jeder selbst machen.

00:38:15: so wie jeder auf der Autobahn hundertzwanzig fahren kann und was zum Klimawandel zu dessen Verhinderung beitragen kann so kann jeder vernünftig Auto fahren so dass Mikroplastik den Abrieb der Autoreifen vermindern.

00:38:27: Und da gibt es eine ganze Reihe von Dingen, also Schneidebretter – da produzieren wir selber Mikro-Plastik wenn wir auf einem Plastikbrettchen schneiden mit jedem Schnitt Tausende von Partikeln hat man untersucht und zwar richtig gut untersucht!

00:38:41: Wenn sie auf Holz schneiden erzeugen Sie Holzpartikel und bieten wird unser Körper fertig weil Holz damit sind wir umgeben seit Jahrhundertausenden Plastik nicht.

00:38:50: Also Schneidebretter, nebenbei je älter die sind, desto mehr Partikel entstehen also für... naja es gibt Dinge da, die will man auf was glattem und hygienischem schneiden meint wegen wohnen Fisch oder rohes Hühnchen dann hat man dafür vielleicht ein Plastikkneidebrett aber nur dafür und man scharpt doch nicht mit der Schneide sondern vielleicht mit einem Holzstäbchen drüber damit man eben nicht plastig abschabt in sein Essen sondern wirklich nur das was man drin haben will.

00:39:18: Und auch das ist eine simple Maßnahme, wo man schon ganz viel vermeidet.

00:39:22: Ich hab ja am Ende meines Buchs so ein Kapitel, wo nur Tipps drinstehen und wenn man auch nur die Hälfte von den einigermaßen beherzigt, dann kann man ne Menge dieser Dosis sparen.

00:39:34: Das hat letztlich zur Folge, dass man über dieses Thema ... Wenn man's mal verstanden hat, sein Verhalten ein bisschen geändert hat, kann man das abhaken und sagen, das Problem habe ich im Griff?

00:39:44: Das muss mich nicht mehr Tag und Nacht beschäftigen!

00:39:47: Und das soll's auch nicht.

00:39:49: Aber ich finde es wichtig, darauf hinzuweisen dass mit den Tipps dann verweisen wir sowieso auf ihr Buch sehr lesenswert an dieser Stelle das einmal von meiner Seite sich das gerne erwähnen möchte.

00:39:59: Ich möchte zwei drei Sachen trotzdem nochmal direkt nachfragen nämlich gerade einmal das Thema Plastik und erhitzen.

00:40:05: also es gibt ja auch plastige Fäße die offiziell hitzebeständig sind.

00:40:10: reibt sich da trotzdem Martin Mikro Partikel von ab oder ist So was dann verwendbar, wenn es so angegeben ist?

00:40:18: Haben Sie da Erkenntnisse zu?

00:40:19: Also natürlich gibt's das.

00:40:22: Aber wenn man Plastik in der Küche verwendet, man rührt oder man schlägt Sahne oder man macht alles Mögliche, das sorgt man immer für Abrieb!

00:40:31: Deswegen, also ich empfehle ganz klar Plastik wenn es irgendeinem geht aus der Küche zu verbannen.

00:40:37: Weil dann hat man eine große Chance schon mal viel Mikroplastik dass man sonst aufnehmen würde zu vermeiden.

00:40:43: Natürliche Materialien in die Küche das ist Metall, Glas, Sportslern aber eben nicht Plastiktas kann ich wirklich nur entsehlen.

00:40:51: und vielleicht unterstreiche das auch nochmal bevor man sich so dem hingebt und sagt, ja die ganze Natur ist mittlerweile voll mit Plastik.

00:40:59: Ja das werden Partikel von dort uns auch!

00:41:02: erreichen, aber wir erzeugen auch wirklich im Alltag selbst viele Partikel und da können wir auf jeden Fall reduzieren.

00:41:07: Und da haben wir Handlungsspielraum.

00:41:09: Das war ja bis

00:41:09: vor wenigen Jahren so dass wir sogar Mikroplastik als solches produziert haben und das dann in Peelings und in Kosmetika eingearbeitet haben.

00:41:20: also wir haben selber gemacht das Mikro Plastik und von da ist es natürlich dann in die Kanalisation gekommen und von dort überall hin.

00:41:28: Aber das ist mittlerweile Gott sei Dank verboten nicht mehr Mikroplastik um es dann eben über die Umwelt aufzunehmen.

00:41:36: und da das ist ein schönes Beispiel was die Politik tun kann, die kann nämlich etwas tun.

00:41:41: Die hätte auch letztes Jahr einen Plastikabkommen machen können wo man dass die Plastikkroduktion runterfahren wollte.

00:41:47: Es ist aber nicht passiert, weil es natürlich eine starke Lobby gibt die das nicht will.

00:41:50: Aber ich gehe davon aus, Lobby hin oder her dass wenn erst mal klar wird um wie viel Gesundheit also man jahre die man verliert Wenn man früher stirbt an den folgen.

00:42:00: dann wird klar dass wir so was irgendwann kriegen werden.

00:42:03: Das werden wir kriegen und je früher desto besser.

00:42:07: deswegen Also die Politik hat auch ihre Aufgaben.

00:42:10: komme ich gleich nochmal zu einen letzten punkt habe Ich dazu noch nämlich Ich hatte das Eingangs erwähnt, ich habe es in dem Buch auch gelesen.

00:42:16: Thema Trinkwasser und wir haben hier natürlich auch den Nachweis teilweise im Trinkwasser von Mikroplastik mal für uns im Alltag.

00:42:26: was würden Sie empfehlen Leitungswasser, Glasflaschen oder PET-Flaschen oder Plastikflasche verwenden zu trinken?

00:42:32: Also die Empfehlung ist ja ganz klar Leitungsswasser!

00:42:35: In Deutschland ist das Leitunswasser fast durchweg gut der Mikro-Plastikerhalt sehr gering vergleichsweise mit anderen Ländern.

00:42:44: Deswegen kann man ganz klar sagen, wenn man nur das Mikroplastik betrachtet ist man mit Trinkwasser auf der sichersten Seite.

00:42:51: Natürlich sind Glasflaschen besser als Plastikflasche aber weil Glasflashen auch ein Plastideckl haben es in Wasser aus Glas flaschen ziemlich viel Mikro-Plastik drin was man nicht für möglich halten würde.

00:43:01: aber es ist so.

00:43:03: deswegen definitiv Leitungswasser.

00:43:05: Dann noch etwas Salz enthält.

00:43:08: Also im Salzstreuer hat man auch nicht nur Salzkristalle, sondern eben auch Plastikpartikel.

00:43:13: Da kann man auch überlegen ja ist mehr Salz besser?

00:43:15: Aber mehr ist ja Mikroplastik oder ist Steinsalz das liegt ja schon Millionen Jahre tief in der Erde ist vielleicht besser und da gibt es auch Untersuchungen.

00:43:22: Es kam leider raus.

00:43:24: Man kann nicht so sagen Empfehlung gegen Meersalz für Steinsals weil bei der Produktion, bei der Verpackung usw.

00:43:31: kommt so viel Mikro-Plastik wieder rein dass man also für keinen Herstellungsverfahren von Salz Jetzt ein Fleischhain ausstellen könnte, man kann nur sagen es gibt unterschiedliche Mengen an Plastik im Salz.

00:43:44: Wieder ist Deutschland da ganz gut!

00:43:47: In anderen Ländern sieht es da ziemlich bedenklich aus, in manchen anderen hat eine große Tabelle gemacht.

00:43:52: Da kann man sich ein bisschen daran orientieren.

00:43:54: aber ich denke mir wir sollten einfach wissen eine gesunde Ernährung die hat natürlich auch was damit zu tun dass man Plastik vermeidet und in der Nahrungskette wird natürlich auch Plastika immer mehr angehäuft.

00:44:06: also in den Pflanzen findet man sie auch.

00:44:08: die nehmen sogar aktiv auf Das ist ja leider im letzten Jahr auch publiziert worden, dass die das aktiv... Nicht nur über die Wurzeln sondern sogar über die Blätter nehmen die Plastikpartikel aktiv auf.

00:44:19: Also wir können Mikroplastik nicht vermeiden indem wir Salat und Gemüse essen.

00:44:22: Leider!

00:44:23: Aber es ist trotzdem besser als wenn man hier sozusagen die Top-Predatorien also Steaks isst weil letztlich durch den Nahrungskette sich Mikro-Plastik anweichert.

00:44:34: Sie hatten eben politisch angesprochen gesellschaftlich.

00:44:38: Es gibt Möglichkeiten unweigerlich, gerade wenn sich diese Datenlage noch weiter anhäufen wird und die Erkenntnisse noch klarer werden.

00:44:45: Und auch natürlich mehr und mehr publiziert werden.

00:44:48: Welche anderen?

00:44:49: oder was vermuten Sie?

00:44:50: Was die Politik noch tun könnte sollte?

00:44:53: Wenn wir sagen Plastikabkommen wäre eine Möglichkeit sicherlich werden auch andere Herstellungsprozesse hinterfragt werden und nicht mehr so... stattfinden dürfen?

00:45:03: Ich finde es gut, dass Sie das fragen.

00:45:07: Es sind schon durchgreifende Veränderungen, die wir letztlich anstreben müssen.

00:45:12: Wenn man sich klarmacht ... Vierzig Prozent des produzierten Plastiks werden als einmal Plastik zum Wegwerfen produziert und das ist leider eine ganz blöde Entwicklung weil Plastika eigentlich ... Weil es so verschiedene Sorten gibt für die Spezialanwendung.

00:45:28: das, also sozusagen Stoffe mit einem Anspruchspruch Profil oder mit einem Charakteristikum Profil für jede Anwendung, spezielles Plastik ist ja eigentlich eine super Sache.

00:45:38: Aber gleichzeitig war Plastiks so billig dass man gesagt hat das produzieren wir ums einmal zu verwenden und da wegzuschmeißen.

00:45:46: Und das war eine Entwicklung, die war halt einfach miserabel.

00:45:48: Das hätte nie passieren dürfen!

00:45:50: Wenn man ein bisschen nachgedacht hat wir wollen nichts produzieren um es dann gleich wegzuschmeißen... ...nach fünf Sekunden Gebrauch wie Plastiktüte aufweisen und Plastiküte wegschmeißten.

00:45:59: Das wollen wir nicht langfristig.

00:46:01: deswegen wir wollen langfristigt dazu kommen dass wir was produzieren überhaupt keinen Abfall macht, sondern alles was übrig bleibt wird wieder gerecycled oder wird ganz speziell wieder in die Wirtschaft reintegriert.

00:46:14: Und diese sogenannte Kreislaufwirtschaft von der sind wir noch weit weg aber wir sind auf dem Weg dahin Und wenn wir da wirklich hinkommen, dann haben wir schon mal vierzig Prozent Plastik nicht mehr.

00:46:25: Nämlich das ganze Einwegplastik und das natürlich viel!

00:46:28: Also aber das ist eine politische Entscheidung auch eine wirtschaftliche Entscheidung und die können die Verbraucher mit ihren Füßen und ihrem ja ihren Geschäftsgebaren können sie sozusagen mit beeinflussen.

00:46:40: Aber es können eben auch mutige Unternehmer vorpreschen und einen null Verpackungsladen aufmachen.

00:46:47: in großen Städten gibt's die schon?

00:46:48: Da muss man natürlich dann mit Glasflaschen oder mit Behältern hingehen.

00:46:53: Da kann man nicht mal spontan sagen, ich kaufe jetzt hier mal eben schnell ein paar Lebensmittel ein weil ich es vergessen hätte.

00:46:58: sonst da muss man halt bisschen mitdenken und das müssen die Verbraucher machen.

00:47:02: aber wenn alle mitmachen die Investoren, die Ökonomen, die Politiker und auch die Verbaucher Man könnte Anreize setzen, dass das gefördert wird oder dass es da billiger ist.

00:47:12: Oder die Mehrwertsteuer auf solche Produkte reduziert wird.

00:47:15: Das könnte man sich ja alles denken so, dass man Kreislaufwirtschaft unterstützt und damit diese negativen Folgen, die ja nicht im Preis stecken.

00:47:24: Der Ökonom spricht von negativer Externalitäten.

00:47:27: Also wenn ich in ein Auto verkaufe dann isst er so.

00:47:31: aber, dass sie hinter mehr CO² produzieren, das steckt nicht in unserem Preis, den wir aushandeln.

00:47:38: Handlungen, denn sie haben ein Auto gekauft das sie hinter benutzen und deswegen ist es schlecht für den Planeten.

00:47:43: Und das nennt man weil's nicht im Preis steckt negative Externalität was eben extern Effekte hat die nicht in dem unmittelbaren preisgestaltungsprozess drinstecken.

00:47:53: und solche negativen externalitäten stecken eben auch im Plastik.

00:47:57: und der Ökonom sagt die müssen wir internalisieren wir müssen diese Kosten sozusagen ins plastik reintun dann wird Wegwerfplastik plötzlich teuer Und dann wird es nicht mehr verwendet.

00:48:08: Das ist so die Idee, die uns Ökonomen auf den Weg geben und sagen hey wenn ihr das so macht, könnt ihr schon die Leute dazu bringen dass wirtschaften in die richtige Richtung gehen.

00:48:18: Und das wird alles passieren!

00:48:19: Ich hoffe dass es schneller geht und nicht langsamer.

00:48:23: Wir sind besonders lahm manchmal aber manchmal sind wir auch wiederum besonders schnell und ich hofft dass mir diesmal einfach ein bisschen besonders schnell sind.

00:48:31: Ich finde, das schließt das ganz gut ab.

00:48:34: Zum Ende hin möchte ich Sie gerne noch mal fragen, weil wir es auch eingangs gesagt hatten ... Wir wollen hier beide sowieso nicht, aber Sie mit Ihrem Buch Aufmerksamkeit für das Thema erzeugen und keine Panik machen.

00:48:46: Das heißt, wir halten fest, es ist definitiv ein kritisches Thema für unsere Umwelt, für unsere Gesellschaft, einen Individuum selbst auch.

00:48:55: Und gerade bei dem Thema, wie wir ausführlich besprochen haben unser Nervensystem für unser Gehirn.

00:49:02: Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten und ich glaube genau da sollten wir versuchen mit anzusetzen, wenn ich sie zum Abschluss frage was würden Sie den Menschen die ihr Buch vielleicht auch noch nicht gelesen haben aber grundsätzlich unseren Zuhörenden noch mitgeben wollen?

00:49:15: Wenn es um das Thema Mikroplastik geht oder auch vielleicht grundsätzlich um uns Umwelt oder unsere Hirngesundheit?

00:49:23: Ich glaube, gerade in diesen Zeiten wo wir so viel haben, worüber wir nachdenken müssen oder womit wir bombardiert werden und was uns alle beschäftigt ob wir wollen oder nicht.

00:49:32: Also die Kriege der Klimawandel!

00:49:35: Wir wären ja drauf gestoßen.

00:49:36: jetzt haben wieder Hitzewellen und die Leute versterben und wir haben in Frankreich jedes Jahr ein paar tausend Tote wegen Hitze und das hatten wir früher nicht und das ist Folge des Klimawandels und in Deutschland werden wir das auch bekommen.

00:49:47: also wir haben viele Dinge mit denen wir uns beschäftigen müssen.

00:49:53: der Spitzer her und hat jetzt noch was um Gottes Willen.

00:49:56: Ich denke mir, ich wollte wirklich nicht den Leuten den Sommer vermiesen und jetzt haben wir Fußball und alles ist klasse und wir freuen uns aufs nächste Spiel.

00:50:05: Na klar!

00:50:06: Aber ich denke Wer verantwortlich mit sich und vor allem auch, mir geht's ja um die, die noch nicht selber lesen oder zumindest noch nicht solche Bücher lesen.

00:50:15: Und für sich entscheiden können wer Kinder hat der überlegt sich grundsätzlich wie hinterlass ich die Welt für meine Kinder?

00:50:22: Ich will mich doch nicht vorwerfen lassen da Papa was hast du mit dem Planeten angestellt?

00:50:26: durch deinen Verhaltensweisen hättst so besser aufpassen können und weil wir jetzt auf uns ein bisschen besser aufpassen können was du uns dahinterlässt das möchte ich mir nichts sagen lassen dass Obwohl ich viel wusste, nichts gemacht habe.

00:50:37: Deswegen sagt ein Freund von mir schon länger in Amerika, Juan Manfreds, your scientist turned activist.

00:50:44: Ja manchmal hab' ich das Gefühl, ich muss jetzt was machen weil ich kann nicht mehr ruhig bleiben und nix machen!

00:50:50: Wenn man diese Erkenntnisse hat dann möchte man auch dass sie breite große Verbreitung finden angewendet werden, weil dann geht's uns allen besser und es ist kein großer Aufwand verfliegst.

00:51:01: Man muss es nur wissen und richtig machen... Und das war bei den digitalen Medien so, und das ist jetzt beim Mikroplastik auch so.

00:51:09: Deswegen schleibe ich!

00:51:12: Das zeigt mich um.

00:51:14: Herr Professor Doktor Warnfried Spitzer, ich sage es zum Abschluss noch einmal ein super spannendes Thema.

00:51:20: Mikro-Plastik ist nicht nur ein Umweltproblem Es ist ein Thema für unseren Organismus.

00:51:26: Es hängt mit unserer Gesundheit und auch mit Krankheitsentstehung zusammen Wie ich finde, sehr spannende Folge in unserem Paracelsus-Lab.

00:51:33: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und das wir so tief auch in die Themen einsteigen konnten.

00:51:40: Und wir klarmachen konnten bei allen Gefahren, die entstehen können keine Panik sondern jeder ist handlungsfähig für sich selbst auch und im Idealfall die Politik und die ganze Gesellschaft auch.

00:51:50: Von daher hoffen wir doch auf eine gute Zukunft.

00:51:53: Herr Spitzer, ich danke

00:51:54: Ihnen vielmals für Ihre Zeit!

00:51:55: Ich danke Ihnen.

00:51:57: Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.

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