Klimawandel & Gesundheit: Wie Hitze, Pollen und Artenverlust den Körper verändern (Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann)

Shownotes

„Gesundheit besteht aus vielen Mosaiksteinen. Eine intakte Natur gehört unbedingt dazu.“ Klimawandel ist längst nicht nur ein ökologisches Problem. Steigende Temperaturen, längere Pollensaisons, Luftschadstoffe und der Verlust biologischer Vielfalt verändern bereits heute die Bedingungen, unter denen unser Körper gesund bleiben muss.

In dieser Folge des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Umweltmedizinerin und Direktorin des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit am Universitätsklinikum Augsburg. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eng Klima, Ökosysteme und menschliche Gesundheit tatsächlich miteinander verbunden sind. Die Folgen reichen weit über Hitzestress hinaus. Höhere Temperaturen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere chronische Beschwerden verschärfen, während sich Lebensräume für neue Krankheitserreger und deren Überträger verändern. Gleichzeitig verlängert sich die Pollensaison. Trockenheit und andere Umweltstressoren können Pflanzen zusätzlich belasten und die Allergenität von Pollen beeinflussen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Biodiversität. Unsere Umwelt prägt die mikrobielle Vielfalt, mit der Haut, Atemwege und Darm täglich in Kontakt kommen. Claudia Traidl-Hoffmann erklärt, warum diese Vielfalt für die Entwicklung und Regulation des Immunsystems relevant ist und wie Umweltverschmutzung, versiegelte Lebensräume und der Verlust natürlicher Ökosysteme mit Allergien und chronischen Entzündungsprozessen zusammenhängen können. Dabei geht es nicht nur um körperliche Erkrankungen. Hitze, Naturverlust und eine belastete Umwelt wirken sich auch auf Schlaf, Leistungsfähigkeit und psychische Gesundheit aus. Prävention beginnt deshalb nicht erst in Praxis oder Klinik, sondern auch bei den Lebensbedingungen, in denen Menschen wohnen, arbeiten und sich erholen. Welche gesundheitlichen Folgen des Klimawandels sind heute bereits messbar? Warum beeinflussen Biodiversität und Umwelt unser Immunsystem? Und wie können wir uns vor Hitze, Schadstoffen und zunehmender Allergenbelastung schützen?

Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.

Mit dem Code "PARACELSUSLAB15" bekommst Du 15% Rabatt auf Fachausbildungen, Weiterbildungen und Seminare auf https://www.paracelsus.de

– Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich sehe Patienten, die immer mehr unter Umweltveränderungen leiden.

00:00:04: Gesundheit ist ein Bild mit viel Mosaikstein und da gehört die intakte Natur unbedingt dazu.

00:00:12: Gerade in meinem Kerngebiet der Allergologie und der Dermatologie also Hautheilkunde sehe ich das die Pollen zum Beispiel sich völlig verändern.

00:00:36: Hallo Menschen willkommen im Paracelsus-Lap.

00:00:39: Wenn wir über den Klimawandel sprechen, denken wir meistens an schmelzende Kletscher steigende Meeresspiegel oder Extremwetterereignisse.

00:00:48: Aber was passiert eigentlich in unserem Körper wenn sich das Klima verändert?

00:00:53: Was bedeutet es für unser Immunsystem, wenn die Pollen-Saison immer länger wird?

00:00:58: Warum können Luftschadstoffe Allergien verstärken und welche Auswirkungen haben steigende Temperaturen auf unser Herzkreislaufsystem, unseren Stoffwechsel oder sogar unsere psychische Gesundheit?

00:01:09: Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur eine ökologische Herausforderung.

00:01:13: Es ist auch eine medizinische und möglicherweise unterschätzen wir bislang wie tief greifend unsere Gesundheit mit den Veränderungen unserer Umwelt verbunden sind.

00:01:23: Darüber spreche ich heute mit Prof.

00:01:25: Dr.

00:01:25: Claudia Tridel-Hoffmann, sie ist Umweltmedizinerin und Professorin an der Universitätsklinik Augsburg und Direktorin des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit bei Helmholtz Munich.

00:01:39: Seit vielen Jahren erforscht sie die Umweltfaktoren Gesundheit bzw.

00:01:45: wie sie da beeinflusst werden und gemeinsam wollen wir verstehen, was der Klimawandel biologisch mit uns macht, welche gesundheitlichen Folgen bereits heute nachweisbar sind und vor allem, wie wir uns besser schützen können.

00:01:57: Damit herzlich willkommen im Paracelsus Lab und schön dass Sie da sind!

00:02:00: Ja ich freue mich auch,

00:02:01: hallo Herr Baum!

00:02:02: Lassen Sie mich direkt rein starten.

00:02:04: oder nehmen Sie uns gerne ein bisschen mit?

00:02:05: Wie Ihre Forschung aufgebaut ist oder woran Sie forschen und vielleicht schon so ein paar erste Erkenntnisse die sicherlich interessant sind, weil viele Menschen über Klimawandel vielleicht eher an die Umwelt denken.

00:02:20: Aber was hat das mit uns Menschen zu tun?

00:02:23: Die Forschung für mich startet beim Patienten.

00:02:26: Ich sehe Patienten, die immer mehr unter Umweltveränderungen leiden also ... Ich sehe tagtäglich Patientinnen und Patienten.

00:02:34: Und nehme dann diese Fragen, die ich bei den Patienten sehe mit ins Labor und versuche nicht nur im Labor sondern auch mit irgendwelchen Berechnungen mathematischen Modellen zu verstehen wie sich verändernde Umwelt auf uns

00:02:50: wirkt.".

00:02:51: Und das ist ganz konkret unsere Forschung.

00:02:53: Deswegen können Sie sich jetzt auch vorstellen, dass mein Team nicht nur aus Ärztinnen und Ärzten, sondern auch aus Meteorologen, Bioinformatikern, Statistikern usw.

00:03:04: sofort besteht.

00:03:05: Also ein hochinterdisziplinäres Team.

00:03:08: Nur in diesem interdisziplinären Team können wir dann wirklich verstehen, was verändert sich?

00:03:14: Das große Ziel ist ... Ganz leicht!

00:03:16: Wir wollen eben Prävention schaffen.

00:03:19: Wir wollen verhindern, dass Menschen krank werden oder noch kränker werden und so dreht sich unsere Forschung immer um gesunde und kranke Patienten, um das Leben besser zu

00:03:32: machen.".

00:03:32: Und damit ist der Fokus explizit gerichtet auf das Thema Klimawandel, weil hier gibt es ja nachweislich einige Veränderungen.

00:03:39: und da würde mich natürlich interessieren.

00:03:41: Was zeigt sich denn im Vergleich zu vor vielleicht einigen Jahren oder Jahrzehnten?

00:03:46: Oder wo werden Beschwerden oder Erkrankungen sichtbarer oder stärker?

00:03:51: Der Fokus ist natürlich Klimawandel, aber der Fokus nicht nur Klimawandel.

00:03:57: Im Prinzip ist der Fokuss auf diese sogenannte Triple-Krise.

00:04:00: Das ist Umweltverschmutzung, das ist Klimawandal und auch Biodiversitätsverlusten.

00:04:04: Das sind drei Umweltfaktoren, die aber auch ineinandergreifen und sich gegenseitig mit anfeuern sozusagen.

00:04:13: Genau durch diese ganzen Veränderungen, die am Ende hauptsächlich Menschen gemacht sind ... verändert sich natürlich die Umwelt.

00:04:21: Und das sehen wir uns zum Beispiel, ja ... Sehen wir gerade in meinem Kerngebiet der Allergologie und der Dermatologie, also Hautheilkunde, sehe ich dass die Pollen

00:04:32: z.B.,

00:04:32: sich völlig verändern.

00:04:33: Und zwar in vier hauptsächlichem Form.

00:04:36: erstens haben wir mehr Pollen pro Tag!

00:04:40: Wir sehen einfach mehr Pullen weil die Bäume zum Teil gestresst sind durch Trockenheit.

00:04:45: Das ist ein Punkt.

00:04:47: Der zweite Punkt ist, wir haben nicht nur mehr Pollen sondern der einzelne Pollen ist auch noch aggressiver.

00:04:52: Er setzt mehr von diesen Eiweißen frei die bei uns die Allergie auslösen.

00:04:55: und der dritte Punkt ist Wir haben eine verlängerte Pollenflug-Saison Bedeutet.

00:05:01: die Pollen fliegen schon früher im Jahr und dann länger ins Jahr rein.

00:05:05: Also verlängertepollen Flugsaison.

00:05:08: Und das vierte ist dass wir auch neue Polen haben.

00:05:12: Das ist zum Beispiel das bei Fuß blättige Traubenkraut, aber kürzer Ambrosia und das sind invasive Arten die bei uns wirklich auf einen fruchbaden Boden in Anführungsstrichen also im negativen weil wir schon zum Teil sensibilisiert sind durch Kreuzelagien auf dieses Ambrosia.

00:05:34: Und dann wirklich die Menschen im negativen Sinne durchstarten mit schweren Asthma-Attacken, und gerade dort wächst Ambrosias wo sonst nichts mehr wächst also grade auf Brachflächen.

00:05:46: Das ist ein Riesenproblem.

00:05:47: Gerade auch

00:05:48: z.B.,

00:05:48: in der Niederlausitz oder Brandenburg insgesamt ... Ist das ein Riesenn Problem?

00:05:53: Also diese vier Sachen, das ist das große Problem wenn wir über Umweltverschmutzung und auch Klimawandel denken.

00:06:01: Umweltverschmutzung, Klimawandeln und Sie nannten die Biodiversität?

00:06:04: Welche Veränderungen werden dort festgestellt?

00:06:07: Ja also wir finden in der Markwo-Umwelt ja eine Verlust von Biodivistät wenn Mal überlegen, wo wir überhaupt auch leben.

00:06:16: Wo lebt der Mensch heute?

00:06:17: Die meisten Menschen leben in Städten und wie viel Biodiversität haben wir in den Städtern?

00:06:22: Wie grün sind die Städte?

00:06:24: Wie viele Flussläufe, kleine Bachläufer haben wir?

00:06:28: oder sehen ... Das ist etwas, was natürlich sehr viel geringer ist.

00:06:33: Insofern haben wir schon einen Biodiversitätsverlust durch unsere moderne Lebensweise.

00:06:39: Aber dann sehen wir auch ein Biodiverzitäts- verlust in unserer mikrobiellen Umwelt und hier wissen wir eher das andere ganz genau.

00:06:48: Je diverser, mikrobielfielfältiger unsere Umwelt ist ... um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir Allergien entwickeln.

00:06:57: Das heißt also durch diesen Verlust von Diversität vielfalt verlieren wir schützende Faktoren und das ist im Prinzip der Hauptpunkt wenn wir über Biodiversität- und Ökosysteme nachdenken.

00:07:12: ich habe da eins meiner neuesten Lieblingsworte für sie und zwar das ist Landscape Immunity Also Landschafts Immunität.

00:07:22: Wir wissen nämlich, wie die vielfältigen Landschaften wirklich unser Immunsystem prägen.

00:07:28: Und die wichtigste Eigenschaft erstaunlicherweise von unserem Immun-System ist ja gar nicht abwehr.

00:07:34: Sondern die wichtigsten Eigenschaft ist Toleranz!

00:07:38: Wir könnten das jetzt noch ein bisschen weiterspannen in Richtung Gesellschaft...

00:07:41: Unbedingt!

00:07:42: Aber

00:07:43: es ist mich spannend dass wir tatsächlich durch Klimawandel-, Umweltverschmutzung und Biodiversitätsverlust einen Toleranzverlust von unserem Immunsystem sehen.

00:07:52: Und deswegen haben wir diesen exponentiellen Anstieg von Allergien.

00:07:55: Spannend ist, dass ich glaube ... Wir sehen auch diesen Toleransverluste in der Gesellschaft?

00:08:00: Ja, ne, finde ich einen sehr spannenden Aspekt.

00:08:02: den lassen wir an dieser Stelle stehen.

00:08:04: Allein dieses Thema mit Blick auf das Immunystem find ich sehr spannend.

00:08:08: Also noch mal zur Unterstreichung.

00:08:10: Tolerance des Immun-Systems, also damit quasi... Ich drück's mal alleinhaft aus, dass wir besser mit Substanzen beispielsweise allergehen umgehen können.

00:08:20: Und durch den Verlust der Biodiversität, dem Klimawandel also die Temperaturveränderung Umweltverschmutzung reagiert unser Immunsystem mit Entzündungen und dann mauswirkend auch mit allergischen Reaktionen?

00:08:33: Genau!

00:08:34: Also wir verlieren es genau richtig.

00:08:36: Wir verlieren die Toleranz gegenüber Umweltfaktoren.

00:08:41: da zu meine ich jetzt diese Umwelt wie Polen oder auch Haustraubmilben.

00:08:47: Das sind diese Faktoren, die uns ja nichts Böses tun.

00:08:51: Also so ein Pollen ... Eigentlich sollte das Immunsystem gar nicht darauf reagieren und tatsächlich ist das die normale Reaktion auf Polen?

00:09:01: Wir haben sogar ... Und das ist jetzt wirklich ganz aktuell aus unserer Forschung.

00:09:06: wir haben sogar in Polen Substanzen gefunden, die eigentlich dem Immunystem das Signal geben ...tolerier mich.

00:09:16: Also, das ist wirklich Wahnsinn!

00:09:18: Das ist im Prinzip eine ganz klare Nachricht aus dem Pflanzensystem für das humane Immunsystem, wo drin steht Achtung ich bin nicht gefährlich, toleriere mich.

00:09:29: Das Problem ist, dass heute bereits vierzig Prozent der Bevölkerung dieses Signal nicht mehr verstehen.

00:09:36: Die sagen nicht mehr, ich toleriere dich lieber Pollen?

00:09:39: Die sagen dann... Ne, Entschuldigung auf dich reagere ich jetzt mal alle hergesch.

00:09:43: Und das ist genau, was passiert.

00:09:46: Dieser Toleranzbruch kann man fast sagen.

00:09:49: Der passiert durch viele Faktoren und ... auch schon mal etwas, was alle Hörerinnen und Hörern jetzt schon mal mitnehmen können.

00:09:56: Also ich als Umweltmedizinerin ... Es ist nicht immer nur ein Punkt.

00:10:00: Das sind so viele Dinge die zusammenwirken auf etwas, das passiert.

00:10:03: Und dass es eben auch hier bei den Toleranzverlusts so ... Da ist es zum Beispiel so, dass eben die Umwelt aggressiver wird.

00:10:10: Aber auf der anderen Seite ist es auch so, diese ganzen Schadstoffe.

00:10:14: dazu gehören natürlich ... Ultrafreine Partikel, da gehören Mikroplastik.

00:10:19: Alle möglichen PFAS und so weiter und sofort.

00:10:22: Die führen in unserem Immunsystem dazu, dass wir sogar auch noch empfänglicher sind für diesen Toleranzbruch.

00:10:29: Das heißt also das kommt im Prinzip mindestens von zwei Seiten.

00:10:32: erstens unsere Aktivitäten, unsere Umweltverschmutzung macht die Umwelt für uns aggressiver.

00:10:38: auf der anderen Seite wirken diese Schadstoffe auf uns und machen uns empfänger.

00:10:43: Also ... eine mindestens doppelte Verlustsituation.

00:10:47: Und das in ihrem Bild, in dieser Tripple-Perspektive ... Wenn man das natürlich zusammenführt und sagt, okay, unsere Biodiversität in der Umwelt verändert sich?

00:10:56: Wahrscheinlich würde mich interessieren doch bei uns Menschen selbst auch!

00:11:02: Ich hab ein bisschen Einblick versucht zu gewinnen in ihre ganzen Arbeiten aber ich weiß dass das Thema Mikrobiumpforschung auch mit dazugehört.

00:11:11: sieht man dabei nicht nur Diversitätsverlust in der Umwelt, sondern auch bei den Menschen selbst?

00:11:18: Genau.

00:11:19: Wunderbar!

00:11:20: Das ist mich genau das Argument.

00:11:22: Es ist eben nicht nur diese Makro-Umwelt so nennen wir es ... Also alles ist das Große und was wir einatmen, dass wir essen

00:11:28: usw.,

00:11:29: das ist die sogenannte Makroumwelt.

00:11:32: aber dann sehen wir das eben auch in unserer Mikroum Welt Und das ist das Mikrobiom auf der Haut auf den Schleimhäuten im Darm.

00:11:42: Dieses Mikrobiom, das verändert auch eben die Vielfalt.

00:11:46: Aber vielleicht erst mal noch mal ganz kurz ... Was ist Mikrobium?

00:11:49: Vielleicht fassen wir das ganz kurz zusammen, dass es klar ist, was das Mikrobiome ist.

00:11:53: Im Prinzip sagt man zu Mikrobiomen, das ist die Gesamtheit von allen Bakterien aber auch Viren oder zum Teil auch Pilze in einer gewissen Region.

00:12:03: Ob das jetzt in der Nase ist im Dramen oder auf der Haut.

00:12:06: Das sind also ganz viele, kann man fast als Ökosystem bezeichnen.

00:12:12: Und dieses Mikrobiom, das ist extrem vielfältig und wir wissen auch ... dass je höher die Vielfalt ist, umso geringer ist die Entzündung!

00:12:24: Wir sehen da eine Korrelation.

00:12:26: zum Beispiel ganz konkret was eine Erkrankungen anbetrifft, die ich tagtäglich bei meinen Patienten sehe.

00:12:33: Das sind

00:12:33: z.B.,

00:12:34: die Neurodermitis.

00:12:36: Die Neuro-Dermitis ist ja ne entzündete Haut Und wenn wir da Abstriche machen, dann sehen wir auf dieser entzündeten Haut eine sehr reduzierte Vielfalt von Mikroben auf der Haut.

00:12:47: Wohingegen werden die Haut wieder heilen?

00:12:50: durch Systemtherapie oder ne Creme oder was auch immer?

00:12:54: Dann steigt die Diversität wieder an!

00:12:57: Spannend.

00:12:57: Das heißt also ... Wir sehen eben auch in dieser Mikromwelt diese Mikroven in und auf uns ganz klar diese Korrelation zwischen Vielfald- und Gesundheit.

00:13:08: Wenn wir dann in der Mikrowelt reinzoomen, könnte ich mir vorstellen, dass neben der Diversität aber auch die Schadstoffe ... Das haben Sie schon mit erwähnt.

00:13:16: Da durch die Anwesenheit der Schadstoffe den Verlust der Toleranz und auf der nächsten Ebene natürlich auch Klimaveränderungen wäre vielleicht nicht direkt nachweisbar oder hat das einen unmittelbaren direkten Einfluss?

00:13:32: Jetzt muss man endlich sagen, eben diese Verbindung sehen.

00:13:36: Das sind große bevölkerungsbezogene Studien, wo Tausende von Menschen untersucht werden, die irgendwo sind und dann wird Diversität dargestellt oder so was.

00:13:45: Es gibt viele nicht nur aus unserem Labor, also weltweit aus allen Kontinenten.

00:13:51: Und jetzt muss man doch eines noch mal klarmachen ... Wir finden eine Assoziation zwischen dem Verlust von Vielfalt Gesundheit, sagen wir mal so ganz groß.

00:14:05: Eine Assoziation ist noch keine Kausalität.

00:14:10: Das ist etwas, was ganz wichtig ist.

00:14:13: Trotzdem wissen wir zum Beispiel gerade bei der Neurodermitis sind wir da sehr tief in Richtung Kausality gegangen und das will ich jetzt nochmal hier vielleicht erklären.

00:14:24: Bei der Neurodermitis sehen wir eben diesen Verlust von Diversität Und was dann wächst, ist ein Keim der heißt Staffelokokosaurius.

00:14:34: Dieser Staffelikokusaurius wissen wir, dass er kausal bei der Entzündungsreaktion eine ganz zentrale Rolle spielt.

00:14:42: Bedeutet da sind wir sehr eng in Form von Assoziation und Kausalität.

00:14:47: Ja?

00:14:49: Ihre konkrete Frage war ja wie wissen wir Schadstoffe jetzt auf diese Diversität den Einfluss haben?

00:14:54: Auch hier wissen wir ... dass zum Beispiel Menschen, die in der Stadt leben, ein sehr viel geringeres ... eine geringere Vielfalt von Mikroben auf der Hau haben.

00:15:05: Im Vergleich zu Menschen, Die auf dem Land wohnen.

00:15:09: Das sind Studien aus Asien.

00:15:11: Ja?

00:15:12: Das ist gefunden worden!

00:15:14: Aber auch hier muss man wirklich vorsichtig sein, weil man auch wirklich schlecht immer diese ... Ihr Mikrobiom zu meinem Mikrobium ist wahnsinnig unterschiedlich.

00:15:23: Obwohl wir jetzt Ich glaube, beide heute gesund sind.

00:15:31: Aber trotzdem gibt es da diese Unterschiede.

00:15:34: D.h.,

00:15:34: dieser Vergleich von Mensch zu Mensch und Mikrobiom ist eine sehr komplexe.

00:15:39: Trotzdem ... was wir auf alle Fälle sagen können, ist ... Biodiversität ist

00:15:44: gut!

00:15:45: Das

00:15:46: können wir schon mal sagen.

00:15:47: Aber das ist doch auch schon mal ein Punkt, ich hab ja Gott sei Dank sehr viele spannende Persönlichkeiten hier im Podcast und merke immer wieder wie da natürlich auch, merke ich bei Ihnen gerade auch eher zurückgerudert wird.

00:15:57: Wir wollen es gar nicht zu groß machen aber diese Verbindungen sind doch zumindest in der Assoziation erst einmal gegeben und dann klar Kausale zusammenhänge dürfen und müssen weiter erforscht werden um Therapien darauf zu gestalten.

00:16:09: Lassen Sie uns trotzdem daran bleiben weil sie eben eingangs gesagt haben es geht nicht nur um Klimawandel sondern eben die anthropogene verursachte Veränderungsstruktur in unserer Umwelt.

00:16:21: Das heißt, wir haben uns entschieden, den Städten zu leben und Flächen zu versiegeln.

00:16:25: Wir haben ein Thema unter Umständen mit Temperaturveränderungen also nicht nur global betrachtet, sondern auch regional, also höhere Temperaturen in Regionen.

00:16:34: Ich könnte mir vorstellen dass das auch noch Rolle spielt und es führt mich so ein bisschen zum Thema Hitze- und Anpassungsfähigkeit daran weil die Patienten, die sie sehen neben der immunologischen und allergischen Komponente wahrscheinlich doch auch viele ein Thema mit den Klima- und Hitzebedingungen haben in denen Sie so leben.

00:16:54: Ja also das habe ich zum Beispiel in meinem neuesten Buch Die Medizin der Zukunft teilen in einer veränderten Welt.

00:17:00: Das ist eine der ersten Geschichten, die ich erzähle weil da sehe ich ganz ganz viele Geschichten von meinen Patienten.

00:17:06: und eine Geschichte, die ich erzähle ist.

00:17:08: Von einer Person, die im Zug getroffen hatte ... Und die mir gegenüber saß.

00:17:14: Das passiert immer wieder, dass ich Menschen sehe und denke, oh!

00:17:17: Die kann nicht helfen?

00:17:19: Wie mache ich das jetzt?

00:17:20: Dann beginnt in meinem Kopf schon das Rädchen.

00:17:23: Bei dieser Patientin war es auch so.

00:17:24: Die saß vor mir, die war wirklich rot-schuttend.

00:17:27: Ich sah, sie hat einen akuten Schub einer Neurodermitis.

00:17:32: Und da muss man natürlich vorsichtig vorgehen.

00:17:34: Man kann nicht so sagen, Sie haben eine Neurodermitis ... Dann hab ich ne Situation gesucht, wo ich ihr vertraulich dann sagen könnte, ja, sie haben eine Noro-Dermitis und was ist denn los?

00:17:47: Wie kann ich Ihnen helfen?

00:17:48: Die berichtete mir dann, dass sie gerade aus dem Urlaub kommt.

00:17:51: Und sie war in Südtirol in einer Dachgeschosswohnung.

00:17:54: Ihre Neurodermitis war perfekt im Griff.

00:17:58: Und dann war es in dieser Wohnung über dreißig Grad, und dann hat sie eine massive Verschlechterung ihrer Neurodermitis bekommen.

00:18:06: Dann hat sie einfach vor lauter Verzweiflung gesagt, ich kann hier nicht länger bleiben!

00:18:09: Ich muss

00:18:10: abreisen.".

00:18:11: Dann setzte sie sich hinzu und hab sie getroffen.

00:18:14: Zwei Tage später saß er bei mir im Behandlungszimmer ... Also so läuft's.

00:18:22: Weil dieses Beispiel zeigt perfekt ... was Hitze machen kann mit Erkrankungen.

00:18:27: Und das ist eben, dass.

00:18:28: im Prinzip kann man sagen, dass Hitze jede chronisch-entzündliche Erkrankung schlechter macht.

00:18:35: und wir haben viele chronische entzündlichen Erkranken.

00:18:37: Ja?

00:18:38: Das sind Herzkreislauferkrankungen, Lungenerkrankung.

00:18:40: Das sind alle Nervenerkrankungs-, Dameerkrankungs- und die alle werden während Hitze schlechter.

00:18:47: Wenn mir das uns überlegen, dass ... Man jetzt natürlich auch sagen könnte, ja, wir sind doch Menschen könnten wir uns doch eigentlich auch gut an diese Hitze anpassen.

00:18:56: Das heißt, wenn wir dann biophimisch reinschauen, können wir uns ja auch an akute Temperatur oder klimatische Veränderungen anzupassen.

00:19:06: Aber was ist der Unterschied?

00:19:07: Es ist die Häufigkeit der Hitzetage der tropischen Nächte und die Auswirkung auf Regenerationsfähigkeit, weil der Schlaf schlechter wird.

00:19:14: Wo würden Sie den Punkt sehen, dass quasi jetzt in dem Fallbeispiel die Norodermites so stark geworden ist oder sich so verstärkt hat, oder wirklich ein Schubhaus gelöst

00:19:24: hat.

00:19:24: Ja also wir haben eine gewisse Pufferkapazität das stimmt!

00:19:27: Also wir können natürlich uns in Grenzen anpassen aber die Grenzen sind geringer.

00:19:33: wenn ich eben ne chronische Erkrankung habe Ja, eine gesunde Person hätte vielleicht noch länger in dieser Dachgeschosswohnung ausgehalten.

00:19:41: Aber wenn ich krank bin, habe ich weniger Anpassungsfähigkeit.

00:19:45: Man kann das sich wirklich wie so ein Puffer vorstellen und diese Pufferkapazität ist einfach geringer.

00:19:52: Und dann hat auch jede gesunde Personen an Passungsgrenzen.

00:19:57: Eine ganz klare harte Anpassungskränze ist die Tatsache ... bei einer Körpertemperatur von ... beginnt das Sterben.

00:20:09: Und wenn ich eben durch Dauer-Hitze-Exposition meine Körpertemperatur nicht mehr stabil halten kann in den Grenzen um die ... Das ist das Wichtigste für meinen Körper, da kann mein Gehirn funktionieren und auch alle anderen Organsysteme.

00:20:25: Wenn das aus dem Gleichgewicht gerät, dann beginnt eben ... die Erkrankungen verschlechtert zu werden oder irgendwann der Tod eintreten.

00:20:36: Das ist genau das, was wir eben sehen, wenn wir uns die Zahlen anschauen vom letzten Sommer.

00:20:42: ganz konkret ... Wir haben Tausende von Menschen in Europa verloren.

00:20:47: Ganz konkret, mehr als sechzehntausend Menschen sind in diesem Sommer an Hitze gestorben.

00:20:54: Und das sind natürlich nicht diese Menschen, wo auf dem Todesschein Hitze steht?

00:20:58: Sondern auf dem Todestein steht, na erstens nur tot.

00:21:02: Aber dann die Todesursache war herzinfarkt oder Schlaganfall oder Lungenversagen ... Oder Nierenversagen.

00:21:11: Aber diese ganzen Menschen hätten all das nicht bekommen, wenn die Hitze nicht da gewesen wäre.

00:21:17: Und dann sagen viele immer ja-ja aber auch die südlichen Länder haben das doch schon immer gehabt?

00:21:22: Ja!

00:21:23: Die hatten auch schon immer diese Übersterblichkeit und die hatten das in diesem Jahr massiv.

00:21:28: Also, insofern ... ja.

00:21:30: Der Mensch hat Grenzen.

00:21:32: Und je nach individueller Voraussetzung oder auch vorherkrankung natürlich noch mal... Wenn ich's richtig verstehe, ist die Möglichkeit sich anzupassen dann auch noch mal unter Umständen eingeschränkt oder weniger gut vorhanden?

00:21:45: Genau!

00:21:46: Die Hitze trifft jeden aber nicht jedem gleich.

00:21:50: Das ist ein ganz guter Merksatz.

00:21:52: Ja und es trifft natürlich gerade DIE vermehrt, die vermehrlt empfänglich sind, vulnerabel nennen wir das.

00:21:59: Also letztendlich Menschen die schon vorher krankt sind oder gerade unsere Kinder, Kleinkinder ... Die haben einfach weniger Pufferkapazität.

00:22:09: Die können das weniger gut ausgleichen und deswegen sind die natürlich auch grade besonders gefährdet.

00:22:16: Und gerade diese gefährderten Gruppen muss man anschauen.

00:22:20: Aber jetzt müssen wir noch einen Schritt weitergehen weil ich bin ja in der Politikberatung.

00:22:24: dann geht es eben darum Wie können wir denn erst mal schauen, wer ist vulnerable und was passiert dann?

00:22:30: Und etwas, was wir in diesem Jahr gesehen haben.

00:22:33: Deswegen habe ich in diesem als Ärztin zum ersten Mal im Handelsblatt kommuniziert.

00:22:39: Im Handelsbrett habe ich einen Gastbeitrag geschrieben.

00:22:41: Warum im Handelblatt?

00:22:43: Weil uns ein Hitze-Tag vierhundertdreißig Millionen Euro kostet!

00:22:47: Und warum?

00:22:49: weil wir nicht mehr effektiv arbeiten können.

00:22:51: Und jeder, der das jetzt hört weiß ganz genau was ich meine.

00:22:54: Weil wir bei der Hitze einfach jetzt ganz banal gesagt nur noch dreißig-vierzig Prozent dieser E-Mails beantworten konnten, die wir normalerweise schaffen.

00:23:03: Es ist einfach zu heiß!

00:23:05: Wir sind nicht mehr arbeitsfähig und das genau hat eine groß angelegte Studie gezeigt.

00:23:10: Das ist in vierhundertdreißig Millionen Euro.

00:23:13: Ich hoffe dass die meisten von denen jetzt sitzen damit sie nicht umfallen.

00:23:17: Diese vierhundertdreißig Millionen Euro sind hauptsächlich durch Effizienzverlust.

00:23:21: So, und jetzt kommt der nächste Punkt erst an erster Stelle steht für Arbeiten das Gewerbe.

00:23:27: ja dazu gehört natürlich auch unsere viel geliebte Autoindustrie aber natürlich dazu gehören natürlich auch noch weitere.

00:23:35: Aber in zweiter Stelle ganz wichtig ist Gesundheitssystem Das heißt also die Menschen, die in den Altenheimen arbeiten Die in den Krankenhäusern arbeiten.

00:23:45: Also da sind es nicht nur die Patienten, die dahin kommen, weil sie krank sind.

00:23:49: Sondern das sind die Patienten in den Krankenhäusern, die heißen Behandlungsfirma haben und das sind Diebehandlerinnen, die leiden.

00:23:58: Und ich kann Ihnen ganz konkret sagen ... Ich konnte in diesem Jahr nur arbeiten in unseren Behandungsräumen, weil ich Kühlkleidung angezogen habe.

00:24:09: Sonst hätte ich meine Patienten nicht in dieser Taktung sehen können oder dann auch meine körperkern Temperatur konstant halten können, wenn ich nicht diese Kühlkleidung angezogen hätte.

00:24:20: Also bemerkenswerten vor allen Dingen erstmal den Zusammenhang und ich glaube wirtschaftlich funktionieren ja viele auch ganz gut dass man dann eher noch einen Bezugspunkt dazu hat Auch wenn vierhundertdreißig Millionen in der Vorstellung noch nicht klar ist was das denn eigentlich bedeutet.

00:24:34: aber auf jeden Fall Wir haben diesen Effizienzverlust Und individuell betrachtet würde ich noch mal einen Punkt gerne Sie dann noch fragen wollen.

00:24:43: Mit Blick auf, okay, ich arbeite an dem jeweiligen Tag nicht gut aber wenn eine tropische Nacht folgt also definitionsgemäß glaube ich vierundzwanzig-fünfundzwanziger Grad in der Nacht wird die Schlafqualität massiv darunter leiden.

00:24:58: Welche Erkenntnisse haben wir dazu?

00:25:00: Ja, also das ist ganz klar.

00:25:02: Diese Tropennächte führen dazu, dass wir natürlich schlechter schlafen und schlechter Schlaf bedeutet weniger Effizienz am nächsten Tag.

00:25:09: Das ist natürlich gerade ... Wenn man über Schülerinnen oder Studentinnen nachdenkt, das ist natürlich dramatisch weil wenn wir überlegen wann sind denn die?

00:25:18: Wann ist die Prüfungssituation?

00:25:19: Wanne sind die Abschlussprüfungen grade im Sommer?

00:25:22: Und diesem Jahr war es glaub ich wirklich extrem.

00:25:25: Gerade die Realschüler haben jetzt da bei einer großen Hitze gesessen.

00:25:30: Die schreiben einfach schlechtere Noten.

00:25:32: Wie ungerecht ist das?

00:25:34: Das wissen wir übrigens auch für Menschen mit Allergien, dass die Schülerinnen während Pollen-Saison schreiben die schlechteren Noten und das hat natürlich eine mehrfache Geschichte.

00:25:46: erstens weil wir bei der Polenexposition nicht mehr effizient sind Aber weil die natürlich dann auch Medikamente nehmen müssen noch zusätzlich, die die dann auch nochmal müde machen.

00:25:56: Also dieser Effizienzverlust der ist ganz offensichtlich sowohl bei Hitzer als auch bei anderen Umweltfaktoren und das hat am Ende eine Gerechtigkeitsdimension.

00:26:08: Das ist einfach ungerecht dass diese Menschen aufgrund von Umweltbedingungen eine schlechtere Leistung abrufen können und ein schlechteres Abi ist halt nicht so tolle.

00:26:18: Lassen Sie uns bei dem Thema Hitzer und Temperaturveränderung noch mal bleiben, da möchte ich gerne einen Blick mit Ihnen drauf werfen was es bedeutet.

00:26:26: Und dann verbinde ich das mal mit dem Thema der Biodiversität oder veränderten Keimen die unter Umständen mit auftreten können.

00:26:33: Welche Rolle spielt Temperatur?

00:26:36: für Lebensbedingungen von vielleicht auch Insekten, Parasiten und natürlich auch Erregern die besser überleben können.

00:26:43: Und was erwartet uns da?

00:26:45: Ich kann mir sehr gut vorstellen ... Auch da erfahren wir mehr in Ihrem Buch, aber ich freu mich, wenn Sie uns jetzt schon mal dran teilhaben

00:26:49: lassen!

00:26:50: Das ist sogar im beiden Büchern ganz gut.

00:26:53: Ich hab ja schon einmal einen Überhitz geschrieben.

00:26:55: Da ist wirklich die Grundlage dargestellt wie der Klimawandel auf uns wirkt und das neue Buch ist mehr so ein Hoffnungsbuch mit ganz vielen Lösungen.

00:27:03: Aber Genau.

00:27:04: Jetzt gehen wir komplett in einen anderen Raum noch mal rein, aber die Räume sind miteinander verbunden.

00:27:09: Aber ja ... Die Geschichte Infektionen und Klimawandel ist ein Riesenthema.

00:27:16: Da hab ich am Wochenende eine neue Publikation übrigens in Nature.

00:27:19: Das ist so das dollste Journal überhaupt.

00:27:24: Dort hab ich ne neue Publikation gesehen.

00:27:26: Was wir da wirklich wissen, ist dass sich durch den Klimawandel eben Ökosysteme verändern.

00:27:32: und eben auch Lebensbedingungen für Mücken, für Zecken zum Beispiel.

00:27:37: Und deswegen wissen wir auch, dass wir neue Überträger wie Zecken oder Mücken bei uns haben die normalerweise vor dreißig, vierzig, fünfzig Jahren bei uns gar nicht überleben konnten.

00:27:49: Jetzt sind sie eben bei uns.

00:27:51: Das ist

00:27:51: z.B.,

00:27:51: die Tigermücke.

00:27:53: Die Tigermücke, die jetzt bereits da ist und die in der Lage ist, Krankheiten zu übertragen.

00:27:58: Oder ... eine neue Zecke, die Hyaloma-Zecke.

00:28:02: Das ist so ne Riesenzecke.

00:28:03: Also klar, siehst du immer noch nicht mit den ... Doch die sieht man sogar fast schon mit dem normalen Auge der Zecke!

00:28:09: D.h.,

00:28:09: das sind alles neue Überträger weil diese Mücken oder Zecken dann in ihrem Darmsystem haben die Viren oder eben Bakterien, die dir danach bis oder stich eben übertragen.

00:28:23: Und da haben wir dann Erkrankungen wie zum Beispiel das West-Nil-Fieber-Virus, ja?

00:28:28: Ich hab noch gelernt, dass es eine Tropenerkrankung ist.

00:28:31: Ist jetzt endemisch in Berlin oder eben Laschmagnose.

00:28:35: auch das ist eigentlich ne Erkrankung die gerade im Südeuropa auftrat ... Die haben wir jetzt hier, ja!

00:28:42: Die isst einfach in Süddeutschland beziehungsweise am Gardasee sehen wir diese Laschmaniosa, ja.

00:28:49: Das heißt so, das sind Veränderungen und die kommen durch Veränderung von Ökosystem.

00:28:55: Ich nehme noch einen Punkt, ich gehe in noch einen Raum rein weil ich glaube um so ein Gesamtüberblick zu bekommen ist es extrem hilfreich und wichtig.

00:29:04: der Kontakt mit der Natur wäre jetzt ja wahrscheinlich auch etwas wo sie sagen würden okay genau das hat sich verändert.

00:29:09: wir sind in leben in Regionen die städtisch sind oder haben zu wenig Kontakt mit auch anderen lebenden Organismen.

00:29:18: Jetzt verändern sich diese Ökosysteme, jetzt würde mich natürlich schon interessieren, macht es trotzdem Sinn in diesen Ökosesystem mehr unterwegs sein?

00:29:26: Oder wie müsste sich hier auch unser Verhalten verändern und welche Auswirkungen hat das unter Umständen auf unsere Gesundheit?

00:29:32: Ja da kommen wir jetzt in den Raum der mentalen Gesundheit!

00:29:35: Ja, weil natürlich diese Ökosysteme auch das Grün ... Wir wissen, dass allein die Farbe grün ist wichtig für unsere mentale Gesundheit.

00:29:44: Für eine gute mentale Gesundheits.

00:29:46: Und so ist es eben auch der Kontakt zur Natur.

00:29:49: Ist etwas, was uns einfach nicht nur diese Landschaftsemonität, die wir schon mal in einem anderen Raum besprochen hatten ... Das ist aber auch etwas, das für unsere mentale Gesundheit ganz wichtig ist.

00:30:00: Dieses bunte, dieses vielfältige.

00:30:02: Das ist etwas, wo wir ganz genau wissen, dass Städte, die viel von dieser, ich denk's mal natürlichen Infrastruktur haben, Menschen gesünder sind.

00:30:12: Aber das hat natürlich vielfaltige Sachen.

00:30:14: Es ist nicht nur die Farbe grün oder dass wir diese Bundheit wahrnehmen, sondern das hat natürlich auch was mit Möglichkeiten zu tun.

00:30:21: Ich kann sehr viel besser laufen gehen und mich bewegen wenn ich einen Park in der Nähe habe.

00:30:26: Das sind auch wieder ein Bild mit vielen Mosaikstein.

00:30:30: Also Gesundheit ist ein Bild von vielen Misaikstein und da gehört die intakte Natur unbedingt dazu.

00:30:39: Und ich hab jetzt gerade schon mal dieses Wort natürliche Infrastruktur genannt, weil wir vom wissenschaftlichen Bayer der Bundesregierung globale Umweltveränderungen grade in Gutachten schreiben zum Thema Umweltprägtsicherheit und da haben wir eben dieses Thema natürliche Infrastruktur benannt, eben dieses ... dass es geht von der Topp-Pflanze aus dem Balkon bis hin natürlich zum Moor und allen möglichen.

00:31:04: Also das ist sehr, sehr breit.

00:31:06: aber diese natürliche Infrastruktur ist am Ende genauso wichtig wie die sogenannte graue Infrastruktur.

00:31:14: Diese grüne Infrastruktur gehört auch zu unserer Gesundheitsinfrastruktur.

00:31:20: Ein Punkt, der eben zurzeit immer passiert ist, dass die graue Infrastruktur priorisiert wird gegenüber deiner tödlichen Infrastruktur.

00:31:27: Und das ist etwas, was einfach nicht sein darf, weil wir wissen diese grüne Infrastruktur ist wichtig für unsere Gesundheit und auch für unsere Sicherheit.

00:31:36: Das sind Aspekte, die man aber noch mal wirklich formulieren muss, weil das zum Teil von der großen Politik auch zur Zeit eben nicht gesehen wird.

00:31:47: Wir brauchen diese natürliche Infrastruktur, mindestens genauso wie die graue Infrastruktur.

00:31:53: Das führt mich schon an dem Punkt, der auch ganz viele interessiert, weil so viele Aspekte schon einmal mit beleuchtet worden sind und Sie haben die Politik schon angesprochen.

00:32:04: Und sie haben eben auch eingangs gesagt im Prinzip geht es immer darum das aus der Praxis gesehener und behandelter wissenschaftlich zu überprüfen, zu erforschen und Präventionen zu betreiben.

00:32:17: Jetzt muss ich Sie fragen, Frau Professor Dreidelhoffmann.

00:32:20: Wie machen wir das?

00:32:21: Also Politik haben sie gerade mit angesprochen.

00:32:23: Aber wie gestalten wir das oder nehme ich schon mal mit so?

00:32:27: wie werden wir wieder toleranter?

00:32:29: was sind die Dinge wo wir ansetzen können?

00:32:31: vielleicht auf der Makro-Ebene und auf der Mikro-ebene oder vielleicht auch Mesoebene?

00:32:37: für mich individuell oder gesellschaftlich vielleicht

00:32:40: auch Ja, man sieht das jetzt nicht im Podcast.

00:32:44: Aber ich hab natürlich meine Augen groß aufgerissen, weil es nämlich genau der Punkt ist, der so wichtig ist.

00:32:50: Wie bringen wir das alles in die Umsetzung?

00:32:52: Und genau dahin, wo wir am Anfang angefangen haben ... Sie haben mich gefragt, was mach ich eigentlich?

00:32:59: Und das ist nämlich der Punkt.

00:33:00: Ich möchte diese ganze Erkenntnis in die Prävention reinbringen, wir müssen verhindern dass Menschen krank werden und wir müssen Verhindern, dass Menschen unter diesen Umweltveränderungen, die wir noch mal selbst verursacht haben aber auch vermehrt leiden.

00:33:15: Das Spannende ist, dass wir da ein komplettes Umdenken im Gesundheitssystem haben müssen weil das Gesundheitssystem tatsächlich ... derzeit wirklich sich darauf fokussiert, Krankheiten zu behandeln.

00:33:31: Man geht ja in den Krankenhaus, weil man krank ist und nicht, wenn man gesund ist.

00:33:35: Und das muss sich ändern!

00:33:37: Wir müssen vielmehr auch schauen, dass die Menschen schon über die Krankheit nachdenken, wenn sie gesund sind.

00:33:43: Also wir müssen hier umwelten schaffen, wir müssen Bedingungen schaffen, die uns gesund halten.

00:33:50: Das is so breit ... und geht durch alle Strukturen unserer Gesellschaft.

00:33:56: Das beginnt natürlich spätestens beim Bauen!

00:34:00: wie bauen wir?

00:34:01: Wie bauen wir Städte, ja.

00:34:03: Wie gestalten wir Umwelt und Krankenhäuser?

00:34:07: Wie gestalten wir Schulen ... Schulhöfe!

00:34:11: Also das zieht sich wirklich durch die ganze Kette durch und endet natürlich am Ende auch da, dass wir darüber nachdenken müssen, dass Wir wirklich die Stadt der Zukunft bauen müssen.

00:34:23: Dass wir jetzt im Prinzip bei allem was wir tun, gerade was eine Stadt anbetrifft, müssen wir immer denken funktioniert das auch bei thirty-fünf Grad.

00:34:33: Mhm.

00:34:34: Ja?

00:34:34: Dass also die Zukunft mit in die Gegenwart hineindenken, bei dem was wir tun und das ist etwas, was ich jetzt auch Politikerinnen natürlich sage bitte immer drüber nachdenken wie funktioniert dass auch

00:34:47: bei

00:34:48: einer Welt, die einfach sehr viel heißer

00:34:50: ist.

00:34:50: Was aber für Menschen, also für den einzelnen Menschen oder auch für Menschen an sich?

00:34:54: so funktionieren ja unsere Gehirne nicht wirklich gut.

00:34:56: Dass man in die Zukunft nur vorausplanen ... Wir sehen es ja in der Politik leider auch häufiger, dass eben genau das nicht entsteht sondern kurzfristig gedacht wird und so, dass es sich jetzt stimmig und gut anfühlt.

00:35:09: Ich verstehe dem Punkt was wir politisch- gesellschaftlich oberansetzen müssen.

00:35:14: Was machen wir bis die neuen Städte gebaut sind?

00:35:16: Was können mehr individueller Ansatzpunkte oder wie gesagt, dem Meso-Mikrosystem.

00:35:22: Wo Sie sagen würden, darauf kann jeder

00:35:25: achten

00:35:25: und das verändern präventiv oder auch im Zustand bei bestimmten Erkrankungen?

00:35:31: Zum Beispiel das was wir jetzt gerade machen über Hitze sprechen wenn es nicht heiß ist also das ist schon mal wichtig.

00:35:36: ja dass wir eben voraus denken Das ist das Wichtige Ja.

00:35:40: Und dann natürlich Kann ich persönlich ja so viel machen, wenn ich darüber nachdenke.

00:35:46: Zum Beispiel durch Ernährung?

00:35:47: Ich kann mich gesund ernähren heißt sehr vielfältig ernähre.

00:35:51: auch hier ist die Vielfertigkeit wichtig und am besten lokal ernährend weil der Apfel von was das ich wo kommt Der ist viel allergener als der lokale Apfel.

00:36:01: also dieses lokale Essen ist für mich gut und auch für die Umwelt.

00:36:05: Wenn ich mich Fleischarm ernähre, ist das gut für mich und gut für die Umwelt.

00:36:09: Diese doppelten Gewinnsituationen allein bei der Ernährung sind enorm!

00:36:15: Und wenn ich jetzt eine große Firma leite, dann kann ich auch dafür sorgen ... dass Essen in der Kantine auch so gestaltet, dass es gesund ist für meine Mitarbeiter.

00:36:25: Dann sind die weniger krank.

00:36:27: Ist aber gut für mein Team und eben auch gut für den Planeten.

00:36:32: Diese mehrfachen Gewinnsituation gehen natürlich noch weiter ins Krankenhaus.

00:36:36: Auch hier Logistik.

00:36:37: Weniger Essen wegschmeißen, weil's besser geplant ist ... Das kann man skalieren immer von dem, was ich heute esse zu dem, das große Unternehmen machen.

00:36:46: Und dann der Punkt Bewegung.

00:36:49: Bewege ich mich Mit dem Zug, ich hab sehr gute Erfahrung mit dem Zug.

00:36:52: Ich fahre fast nur Zug gerade wenn ich nach Berlin unterwegs bin.

00:36:57: Ist gut für mich, kann da einfach sitzen und arbeiten.

00:36:59: Gut für meine mentale Gesundheit aber auch gut für die Umwelt!

00:37:03: Ich nehm das Fahrrad und nicht das Auto.

00:37:05: Auch gut für Die Umwelt und gut für Mich.

00:37:08: Was mache ich mit meinem Garten?

00:37:09: Also was wir früher als Unkraut alles weggerupft haben.

00:37:14: Schöner biodiverser Garten sich selbst so ein bisschen Salat am Pflanzen Auch gut für mich, grad so ein bisschen in Erde.

00:37:21: Also viele Dinge was ich konkret machen kann für mich ... Was aber eben auch gut für den Planeten ist?

00:37:30: Wenn wir weitergehen, das wären für mich jetzt vor allen Dingen perspektivisch gut für dem Planeten.

00:37:35: Das wäre gut fürs Thema auch direkt spürbar oder anwendbar, was die eigene Biodiversität angeht.

00:37:41: Wie sieht's aus mit dem Thema Hitze?

00:37:43: gibt es da Möglichkeiten, die Sie empfehlen würden?

00:37:45: Sie hat von Ihrer Kühlkleidung gesprochen beispielsweise im Sommer.

00:37:49: Wenn ich jetzt sage, sollen wir überall Klimaanlagen einbauen werden Sie wahrscheinlich sagen auf keinen Fall.

00:37:54: Aber wäre das eine Strategie?

00:37:56: oder an bestimmten Orten?

00:37:58: Na ja, also Klimaanlagen müssen eingebaut werden.

00:38:01: Da wo jetzt akut zum Beispiel Patientinnen und Patienten oder alte Menschen wirklich massiv unter der Hitze leiden oder sogar dann eben auch an der Erkrankung sterben müssen.

00:38:10: Es gibt Bereiche da sollten Klimaanlage reingebaut sein.

00:38:14: Aber einfach mal überall Klimaanlagen einbauen ist erstens CO-Zwei Fußabdruck technisch in völliger Harakiri Und außerdem gar nicht finanzierbar.

00:38:25: Wir können es uns einfach nicht leisten.

00:38:27: Das heißt, da muss jetzt wirklich ganz konkret geschaut werden was können dafür akute Lösungen gefunden werden?

00:38:33: und das muss eine Mosaik-Lösung sein ja?

00:38:37: Und dann darf jetzt aber auch überhaupt kein Gebäude mehr geplant werden was nicht bei thirty-fünf Grad funktioniert.

00:38:44: Ja also das darf einfach nie mal passieren.

00:38:46: Also unser neues Lehrgebäude in Augsburg hat Kühldecken.

00:38:50: Es war wunderbar in diesem Jahr dass gerade neu Und es ist intelligent und schlau von den Architekten geplant.

00:38:58: Genau so muss das sein, es muss alles so geplant sein ... dass man einfach die Hitze mitdenkt.

00:39:05: Dann brauchen wir keine Klimaanlagen überall, sondern dann haben wir vernünftige Verschattung und können in die Zukunft denken.

00:39:14: Dann nehm ich noch, ergänzen noch aus dem Triple-Bereich das Thema Schadstoffe oder Umwelttoxine nochmal mit auf.

00:39:21: Auch hier kann ich mir vorstellen politisch, gesellschaftlich gibt es viele Möglichkeiten wo wir das durchaus auch perspektivisch reduzieren können.

00:39:30: Was kann jeder einzelne tun um sich dem aussetzen von beispielsweise Mikroplastik aber auch anderen Toxinen weniger auszusetzen oder zu reduzieren?

00:39:43: Gibt es da Möglichkeiten und Empfehlungen?

00:39:45: Ja auch hier ist natürlich je weniger Verpackung ein Nahrungsmittel hat umso besser ist dass für uns, weil ich dann eben auch weniger von Mikroplastik oder PFAS oder irgendwelchen Konservierungsstoffen, die in diesem Verpackung letztendlich mit drin sind.

00:40:02: Das ist gut und wieder gut für die Umwelt.

00:40:05: Auch hier wäre die doppelte Situation im lokalen Bioladen kaufen, wo die lokal Produkte unverpackt angeboten werden.

00:40:14: Das is gut!

00:40:15: Gut für mich und gut für Die Umwelt.

00:40:17: Und dann ... sicherlich auch dieser Genug ist genug Gedanke.

00:40:22: Das ist gar nicht so dieser Punkt, dass ich jetzt wieder Verzicht predigen will.

00:40:28: Wobei man natürlich auch mal schauen will, worauf man verzichtet?

00:40:31: Wir verzichten auf Krankheit gerne und das ist letztendlich der Punkt.

00:40:36: Man muss sich einfach belegen ... Muss es das fünfte T-Shirt sein was ich zum Sport brauche?

00:40:44: Also diese Suffizienzgedanke Reicht es vielleicht auch, ja?

00:40:50: Auch wiederum gut für mich.

00:40:51: Für den Geldbeutel aber eben auch für die Umwelt.

00:40:55: Ja insofern auch da weil in Kleidung und Aufkleidung sind die PFAS und das Mikroplastik Und werde natürlich weniger haben wenn ich länger getragene Kleidungen letztendlich nehme.

00:41:10: Liebe Frau Prof.

00:41:11: Dreidelhoffmann.

00:41:12: Ich möchte eine abschließende Frage gerne umstellen Mit Blick auf das, was kommt.

00:41:18: Medizin der Zukunft oder auch unsere Zukunft an sich?

00:41:20: Wenn ich sie frage in den kommenden zwanzig Jahren, wenn Sie darüber nachdenken ... Was macht Ihnen persönlich am meisten Sorgen?

00:41:27: und damit wir das positiv enden lassen?

00:41:31: Welche wissenschaftlichen Entwicklungen machen Ihnen Hoffnung

00:41:34: für die Zukunft?

00:41:36: Am meisten Sorge macht mir, dass wir Dinge wissen aber nicht handeln.

00:41:40: also dieser Handlungsstau Das macht mir Sorgen.

00:41:44: Und das ist ja nicht nur ein Handlungsstau, sondern es auch einen Negieren.

00:41:48: Also das ist einfach ein Wegreden von Evidenz und das macht mir Sorge.

00:41:54: Und dass ist etwas was einfach zunimmt durch die sozialen Medien wo man dann einfach Dinge liest und hört, wo man denkt okay ... Die Erde soll jetzt eine Scheibe sein?

00:42:04: Also das hat ungefähr das Niveau.

00:42:06: Ja.

00:42:07: also wirklich wird zum Teil übertragen gesagt... Die Erde ist ne Scheibe!

00:42:12: Die ist keine Scheibe, das wissen wir.

00:42:15: Auf diesem Level sind wir mit diesen ganzen Evidenzen was, was Klimawandel-Umweltverschmutzung und Biodiversitätsverlust anbetrifft.

00:42:21: Wir müssen wirklich schauen ... die Erde is ne Kugel!

00:42:25: Und wir müssen uns jetzt da dran halten.

00:42:28: Das ist das, was mir wirklich Sorge bereitet.

00:42:32: Was mir Hoffnung macht, dass wir schon so viel bewegt haben in der Medizin aber auch in der Umwelt Politik und auch in der Umweltwissenschaft.

00:42:43: Ein superpositiv Beispiel war ja, als der IPCC, Intergovernmental of Climate Change das schlimmste Szenario zurückgenommen hat.

00:42:53: Das wurde dann auf einmal gesagt ... Ach so!

00:42:55: Klimawandel gibt's gar nicht?

00:42:57: Die haben sich verrechnet.

00:42:58: Nein!

00:42:59: Das war eines der größten Erfolge.

00:43:01: Warum?

00:43:03: Weil wir nämlich so ... viele erneuerbare Energien und so viel Umwand und Transformation geschafft haben, dass sie gesagt haben ja das ist jetzt unrealistisch geworden weil wir einfach die Emissionen so runtergebracht haben.

00:43:16: Und das macht mir Hoffnung!

00:43:17: Wir sind auf einem super Weg.

00:43:19: dieser super weg wird auch immer runtergeredet.

00:43:22: es sind so viele positive Dinge so viele Erfolgsstorys die wir haben Auch in der Medizin, was ich heute für Möglichkeiten habe.

00:43:29: Ich kann eine Neurodermitis auf Nulls rückschrauben.

00:43:31: Das ist fantastisch!

00:43:34: Und das macht mir wirklich Hoffnung und ich hab total viel Hoffnung.

00:43:37: Und ich weiß dass nur die Hoffnung auch ins Ende die Aktion tragen kann.

00:43:42: Deswegen wir sind auf einen guten Weg.

00:43:44: Wir müssen diesen Weg aber weitergehen uns nicht beirren lassen durch Leute, die uns sagen Die Erde is ne Scheibe.

00:43:51: Wenn wir über Gesundheit sprechen konzentrieren wir uns häufig auf einzelne Themen Hier etwas Ernährung, da etwas Bewegung und Schlafstress.

00:43:58: Dabei übersehen wir manchmal einen ganz entscheidenden Faktor die Umwelt in der wir leben.

00:44:05: Denn unsere Gesundheit entsteht nicht unabhängig von unserer Umgebung.

00:44:09: Ich glaube das haben wir hier sehr schön heute erklärt bekommen.

00:44:12: Wir haben Wechselwirkungen zwischen dem einzelnen Organismus zwischen unterschiedlichen Organismen Und ja der Gesellschaft unter unserem ganzen Planeten mit allen Mikroorganismen die so mit dazugehören.

00:44:25: Der Klimawandel macht die Zusammenhänge besonders deutlich, wo wir heute Probleme haben.

00:44:31: Ob nun Hitze oder veränderte Allergie-Situationen?

00:44:35: Wir haben einige Punkte angesprochen.

00:44:37: Liebe Frau Professor Treidel Hoffmann, ich danke Ihnen sehr für Ihre Zeit und dass Sie uns an Ihrer Arbeit haben teilhaben lassen.

00:44:44: Und wie ich finde einen schönen Überblick rund um Ihre Themenwelt wahrscheinlich längst nicht alles aber einen kleinen Einblick darin geben konnten.

00:44:52: Ich danke allen für die, die zugehört haben freue mich gerne auf Kommentare unter dieser Podcast-Episode und damit vielen Dank und sie haben das letzte Wort

00:45:03: Ja hoffen und auf dem Weg weitergehen.

00:45:06: Vielen

00:45:06: Dank.

00:45:07: Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.