Schleimhäute: So stärken wir die erste Abwehr unseres Immunsystems (Deep Dive)

Shownotes

„Eine Schleimhaut ist nicht einfach eine feuchte Tapete. Sie ist ein aktives Grenzorgan.“ Unsere Schleimhäute bilden die erste Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger, Schadstoffe und Fremdpartikel. Sie filtern, befeuchten und reinigen, bevor Viren und Bakterien tiefer in unseren Körper eindringen können. Doch gerade im Herbst und Winter wird dieses ausgeklügelte Schutzsystem besonders gefordert. Trockene Heizungsluft, Kälte und andere Umweltfaktoren können seine Funktion beeinträchtigen.

In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive erklärt Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, wie unsere Schleimhäute aufgebaut sind, welche Aufgaben sie übernehmen und warum sie weit mehr sind als eine einfache Schutzschicht. Schleim, Flimmerhärchen, antimikrobielle Substanzen und Antikörper bilden ein komplexes Abwehrsystem, das Krankheitserreger bereits an der Körperoberfläche abfangen und unschädlich machen kann. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch unser Mikrobiom. Über die sogenannte Darm-Lungen-Achse stehen Darm und Atemwege in engem immunologischen Austausch. Gleichzeitig beeinflussen äußere Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Nasenatmung und Schadstoffe, wie gut unsere Schleimhautbarrieren funktionieren.

Doch wie können wir unsere Schleimhäute gezielt stärken? Welche Rolle spielen Probiotika, Vitamine und Spurenelemente bei der Erkältungsprävention? Was können Heilpflanzen wie Eibisch, Thymian oder Salbei bewirken? Und wie sinnvoll sind Nasenspülungen, Sauna und Kneipp-Anwendungen, um unsere natürlichen Abwehrmechanismen zu unterstützen?

Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Ein funktionierendes Schleimhautepithel- und Immunsystem braucht natürlich Mikronährstoffe.

00:00:08: Eine Erkältung bekommt man nicht einfach deshalb, weil es draußen kalt ist – man brauchte einen Erreger!

00:00:15: Kann man über das Darmikrobium auch die Infektanfälligkeit der Atemwege beeinflussen?

00:00:22: Paracelsus Lab Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit Der Podcast.

00:00:36: Hallo Menschen, willkommen zu einem neuen Paracelsus-Laptip-Dive.

00:00:39: Es ist Herbst!

00:00:41: Die Temperaturen sinken die Heizungen gehen wieder an und wir verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen.

00:00:48: Und ziemlich zuverlässig beginnt damit auch die Erkältungszeit.

00:00:51: Im Büro wird gehustet, in der Bahn geschnieft... ...die Kinder bringen den nächsten Infekt aus der Schule oder Kindergarten mit.

00:00:58: Ja da spreche ich ja aus ganz eigener Erfahrung Und irgendwann merkt man es selbst.

00:01:03: Dieses leichte Kratzen im Hals, die Nase fühlt sich plötzlich trocken an.

00:01:08: ein paar Stunden später beginnt sie zu laufen und am nächsten Morgen ist sie zu.

00:01:13: wir sagen dann meistens ich habe mich erkältet und dieser Begriff oder diese Aussage führt uns biologisch ein bisschen in die irre denn eine Erkältung bekommt man nicht einfach deshalb weil es draußen kalt ist.

00:01:26: Man brauchte einen Erreger.

00:01:28: Meistens sind es Viren, besonders häufig Rinoviren oder eben auch saisonale Viren.

00:01:34: Adenoviren, Coronaviren und eine ganze Reihe weiterer respiratorischer Viren.

00:01:40: Und trotzdem ist die Beobachtung ja auch richtig.

00:01:43: im Herbst- und Winter verändert sich etwas.

00:01:46: Wir sind häufiger erkältet.

00:01:48: Ein Teil der Erklärung ist banal.

00:01:51: wir halten uns häufige gemeinsam in Innenräumen auf und Viren können leichter übertragen werden.

00:01:56: Aber gleichzeitig verändert der Winter genau den Ort, an dem diese Viren zuerst auf unseren Körper treffen.

00:02:04: Nämlich unsere Schleimhäute!

00:02:06: Und genau darum geht es heute.

00:02:08: Denn bevor unser Immunsystem tief im Körper aktiv werden muss, besitzt es eine ziemlich ausgeklügelte Verteiligung direkt an der Grenze zur Außenwelt.

00:02:20: antimikrobielle Substanzen, Antikörper-Immunzellen und sogar Bakterien die dort leben und ein Teil dieses Systems sind.

00:02:29: Wir schauen uns heute an wie diese Barriere funktioniert warum sie gerade im Winter vulnerabler werden kann und vor allem was können wir tatsächlich tun um unsere Schleimhäute zu schützen?

00:02:40: Und was macht Sinn wenn die Erkältung bereits beginnt?

00:02:44: Aber lasst uns ganz vorne beginnen, nämlich mit einem interessanten Perspektivwechsel.

00:02:50: Vieles was anatomisch in unserem Körper liegt gehört funktionell noch zur Außenwelt.

00:02:56: Die Luft in unseren Atemwegen ist Außen-Welt!

00:02:59: Der Nahrungsbrei in unserem Darm ist Auzen-Weld.

00:03:02: Erst wenn Substanzen die entsprechende Barriere überwinden gelangen sie wirklich in unser inneres Milieu und genau an dieser Kontaktfläche befinden sich Schleimhäute.

00:03:12: Wir finden sie in der Nase und den Nasennebenhöhlen im Mund- und Rachenraum, in Luftröhre und Brontchen, im Gesamtemagendarmtrakt und im Urigenitaltrakt.

00:03:23: ja auch die Augenbesitzen mit Binderhaut und Drehenfilm ein spezialisiertes Mukosales Schutzsystem.

00:03:31: Diese Schleimhäute sehen unterschiedlich aus und haben unterschiedliche Aufgaben, keine Frage.

00:03:36: Die Darm-Schleim Haut muss beispielsweise Nährstoffe aufnehmen und gleichzeitig verhindern das Mikroorganismen unkontrolliert in den Körper gelangen.

00:03:44: Die Atemwegsschleim-Haut muss dagegen tatsächlich enorme Mengen Luft konditionieren und dabei Partikel allergene Mikro-Organismen abfangen.

00:03:54: Aber das Grundprinzip ist ähnlich.

00:03:57: Epithelzellen Schutzsekret, Mikroorganismen und Immunsystem.

00:04:03: Und deshalb ist eine Schleimhaut nicht einfach eine feuchte Tapete sie ist ein aktives Grenzorgan.

00:04:10: Schauen wir uns dafür die Nasenschleim-Haut genauer an der Schleimen.

00:04:13: dort besteht größtenteils Außenwasser.

00:04:16: entscheidend sind aber unter anderem sogenannte Muzine.

00:04:20: das sind so kann man sich vorstellen große stark mit Zuckerstrukturen versehen Proteine, Leihweiße die enorme Mengen Wasser binden können.

00:04:31: Dadurch entsteht eine Art Gel und dieses Gel macht etwas ausgesprochen einfaches und effektives ist fängt Dinge ein beispielsweise Staubpollen Bakterien und eben auch Viren.

00:04:43: Und jetzt kommt der zweite Teil des Systems.

00:04:46: unter diesem Schleim sitzen Epithelzellen mit sogenannten Zilien winzigen Flimmerhärchen und diese Schlagen koordiniert in eine Richtung.

00:04:56: Dadurch wird der Schleim kontinuierlich Richtung Rachen transportiert und dort schlucken wir ihn herunter.

00:05:03: Ohne es zu merken läuft also den ganzen Tag eine Art biologisches Förderband durch unsere Atemwege, das nennt man mucocilläre Clearance.

00:05:12: Damit dieses Förderband funktioniert muss der Schlem allerdings die richtige Konsistenz haben.

00:05:18: Wird die Oberfläche zu trocken und der Schlegm zu viskös, funktioniert der Transport aber schlechter Und genau das wird im Winter noch wichtig.

00:05:27: Aber Schleim ist nicht nur eine mechanische Falle, darin befinden sich zusätzlich antimikrobielle Moleküle zum Beispiel Laktopherin oder Lysozym oder Defensine und weitere antimikrobiëlle Peptide.

00:05:43: Wir haben also bereits drei Verteidigungsmechanismen Einfangen unschädlich machen und abtransportieren.

00:05:51: und dann kommt eine vierte hinzu.

00:05:53: Eine der wichtigsten Antikörper unserer Schleimhaut ist das sogenannte sekatorische Immunglobulin A, kurz SIGA.

00:06:01: Das kennen viele vielleicht aus der Darmdiagnostik aber SEGA ist keineswegs nur mit dem Darm verbunden.

00:06:08: es ist der dominante Antikörpertyp in vielen Mokosalensekreten unter anderem ins Speichel und eben auch im Nasensekret und damit auch für die oberen Atemwege relevant.

00:06:20: Produziert wird IGA von sogenannten Plasmacellen unterhalb des Epithels.

00:06:26: Von dort wird es durch die Epithelzelle hindurch auf die Schleimhaut-Oberfläche transportiert und als sekretorisches Immunklobulin A abgegeben, und dort kann es Erreger und Antigene binden.

00:06:40: Dadurch wird beispielsweise verhindert dass sich ein Erregar überhaupt effektiv an eine Epithelselle anhäftet nennt man Immune Exclusion.

00:06:53: Das ist ein ausgesprochen elegantes Prinzip, denn die Schleimhaut möchte nicht auf jedes Bakterium und jedes Virus sofort mit maximaler Entzündung reagieren.

00:07:03: sie versucht zunächst Kontakt kontrollieren binden und draußen zu halten.

00:07:08: gerade in Nase und Drachen ist diese lokale Antikörperantwort relevant weil respiratorische Viren hier häufig ihre erste Infektionsnische finden.

00:07:18: Und wenn diese erste Barriere nicht reicht, dann kommt es zur nächsten Ebene.

00:07:24: Die Epithelzellen besitzen Rezeptoren mit denen sie typische molekulare Strukturen von Mikroorganismen erkennen.

00:07:32: Dazu gehören sogenannte Pattern-Recognition-Receptors also Rezeptorn die das ganz spezifisch aufnehmen können.

00:07:40: Er kennen diese Rezeptor an beispielsweise virale Nukleinsoren.

00:07:45: als Bestandteile des Virus können diese innerhalb kurzer Zeit antivirale Programme aktivieren.

00:07:51: Dann kommen Interferone, die produziert werden, Chemokine locken neue Immunzellen an und natürliche Killerzellen, Makrophagen und andere Zellen werden aktiviert.

00:08:03: Und direkt unter diesen Schleimhäuten befindet sich ein großer Teil unseres Immunsystems – wir nennen das das mucosa-assoziierte lymphatische Gewebe.

00:08:14: Das unterscheidet sich je nach Region, also da gibt es spezifische Bereiche.

00:08:19: Im Darm ist das Darm assoziierte lymphatische Gewebe und im Nasenrachenraum das nasale Assozierte-Lymphatische-Gewebe.

00:08:28: Den drittischen Zellen nehmen dann quasi Substanzen in diesem Schleimbereich außerhalb an der Barriere auf, sogenannte Antigene.

00:08:39: Die T-Zellen koordinieren dann die Immunreaktion und die B-Zollen entwickeln sich zu den eben schon erwähnten Plasmarzellen.

00:08:47: Und daraus entstehen wieder Antikörper wie unter anderem eben das sekretorische Immunglobulin A. Und die Schleimhaut besteht deshalb funktionell aus mehreren Verteidigungsebenen.

00:08:58: Schleimm hält fest, Zilien transportieren ab, antimikrobielle Moleküle greifen an SIGR neutralisiert an der Oberfläche und das lymphatische Immunsystem reagiert, wenn diese ersten Ebenen nicht ausreichen.

00:09:13: Damit kommen wir zu einem weiteren Bestandteil dieses Systems unseren Mikroorganismen.

00:09:19: Denn gesunde Schleimhäute sind nicht steril.

00:09:22: Mund-und Nase besitzen eigene mikrobielle Gemeinschaften Und vor allem unser Darm beherbergt ein enormes mikrobielles Ökosystem.

00:09:32: Diese Mikro-Organismen Konkurrieren mit potentiellen Krankheitserregern um Platz und Nährstoffe.

00:09:38: Sie produzieren Stoffwechselprodukte, und sie kommunizieren permanent mit unserem Immunsystem.

00:09:44: Besonders interessant dabei ist die Verbindung zwischen Darm- und Atemwegen – die sogenannte Darm-Lungenachse.

00:09:51: Die Idee dahinter ist nicht dass Darmbakterien einfach in die Lunge wandern.

00:09:56: Die Kommunikation läuft vor allem über Stoffwechselprodukte und Immunmediatoren.

00:10:03: Ein gutes Beispiel sind hier kurzkettige Fettsäuren wie Acetate, Propionat und Butyrat die beim bakteriellen Abbau von Ballerstoffen entstehen.

00:10:13: Und diese Metabolite also diese Fettsahren können über den Körperkreislauf Immunzellen und Immunantworten auch außerhalb des Darm beeinflussen.

00:10:23: Gleichzeitig werden Immunzeilen im Darm geprägt und können anschließend in andere Gewebe migrieren.

00:10:29: Darm- und Atemwege sind also immunologisch miteinander verbunden.

00:10:33: Und daraus ergibt sich eine interessante Frage, kann man über das Darmikrobium auch die Infektanfälligkeit der Atemwege beeinflussen?

00:10:41: Die Antwort lautet inzwischen ja zumindest in einem gewissen Umfang.

00:10:46: Hier lohnt es sich konkreter drauf zu schauen Denn wenn wir einfach nur sagen würden Probiotika Also lebende Bakteien helfen dem Immunsystem Das ist nicht wirklich ne brauchbare Aussage.

00:10:58: Probiotische Wirkungen sind stammspezifisch.

00:11:03: Einige Stämme beziehungsweise Kombinationen wurden tatsächlich bei Infektion der oberen Atemwege untersucht, man findet über verschiedene Studien hinweg bei Probiotheker weniger akute Infektionen und im Mittel auch eine etwas kürzere Erkrankungsdauer.

00:11:20: Interessante Kombination Dieser Bakterien sind unter anderem Lakti plantis bacillus plantarum und lacticasiibacillus paracasii.

00:11:31: Hier zeigt sich das Menschen mit erhöhter Erkältungsneigung, diese Kombination über zwölf Wochen während der Erkeltungssaison einnehmen.

00:11:40: Die Zahl der Erkeltungen sank dabei signifikant und wiederkehrende Erkälte tragen ebenfalls selten auf.

00:11:47: Dann gibt es andere Bakterie Lacto-plantis bacilus Plantarum DR-Sieben, also die haben immer noch mal spezifische Nummern.

00:11:55: Darauf sollte man achten und auch hier zeigt sich das die Symptomstärke niedriger ist oder es auch kürzere Symptoms halten nach einer Infektion gibt, wenn es also eine Erkältung schon gibt.

00:12:09: Und was heißt das dann praktisch?

00:12:11: Wer sehr häufig Atemwegsinfekte bekommt kann in der Erkeltungssaison über ein stammen definiertes Probiotikum nachdenken nicht irgendein Probioticum mit möglichst vielen Bakterien sondern einen Präparat mit tatsächlich untersuchten Stämmen und dass ist dann auch durchaus eine sinnvolle präventive Strategie wichtig für die erste Verteidigungslinie und dann auch wichtig für unsere Schleimhäute.

00:12:35: Damit kommen wir aber einmal zurück zum Herbst und Winter.

00:12:38: Kälte macht keine Erkältung, ein Virus macht eine Virusinfektion Aber die Umwelt entscheidet mit darüber unter welchen Bedingungen dieses Virus auf unsere Schleimhaut trifft Und im Winter kommen mehrere ungünstige Faktoren zusammen.

00:12:54: Wir verbringen mehr Zeit mit anderen Menschen in Innenräumen.

00:12:58: Die Übertragungsbedingungen für verschiedene respiratorische Viren verändern sich, die Außenluft ist kalt und beheizte Innenraumluft kann sehr trocken werden.

00:13:07: Das ist für unsere Schleimhaut relevant.

00:13:10: Denn wenn Wasser stärker aus der Schleimschicht verdunstet, verändert sich die Eigenschaft des Mukus – also des Schleimes!

00:13:18: Es wird zäher, die Zilien können ihn schlechter transportieren und die sogenannte Mucociliaire Clearance wird weniger effizient sein.

00:13:28: Und Kälte kann möglicherweise sogar direkt die lokale antivirale Abwehr oder verschiedene Mechanismen beeinflussen, da gibt es spannende experimentelle Studien zu, die untersuchen wenn man auf menschliches Nasenepithel Temperatureinflüsse verändert.

00:13:46: also was heißt das konkret?

00:13:48: Wird auf diesem menschlichen Naseneppithel Ein virales Signal erkannt können die Epithelzellen sogenannte extracelluläre Vesikel freisetzen.

00:13:59: Das kann man sich wie folgt vorstellen, das sind winzige Membranbläschen also wie so kleine Kügelchen, die antivirale Moleküle transportieren und auch Viruspartikel binden können.

00:14:10: Man kann sie sich ein bisschen wie die kleinen Abwehrpakete vorstellen Und unter kühleren Bedingungen wurde diese lokale antivirale Reaktion deutlich schwächer.

00:14:21: Das bedeutet, Kälte ist nicht der Erreger, aber Kälter und Trockenheit können das lokale Milieu verändern, indem der Erreger auf unsere Abwehr trifft – und das ist ein wichtiger Unterschied!

00:14:33: Hat ein Virus Epithelzellen infiziert?

00:14:37: Beginnt die lokale Immunantwort Und viele unserer Erkältungssyntome entstehen jetzt nicht nur durch das Virus selbst, sondern durch die Reaktion unseres Körpers darauf bzw.

00:14:48: des Immunsystems.

00:14:50: Entzündungsmediatoren werden freigesetzt Gefäße erweitern sich, die Gefäßpermiabilität steigt Flüssigkeit trinkt ins Gewebe ein Die Schleimhautschwild an, die Nase geht zu Gleichzeitig wird mehr Sekret produziert Die Nase läuft, sensible Nervenendigungen werden aktiviert.

00:15:08: Der Hals kratzt!

00:15:10: Wir müssen husten... Das ist wichtig für den Umgang mit einer Erkältung, denn Schleim ist nicht das Problem.

00:15:16: Schleimb is der Teil der Lösung.

00:15:19: Husten ist nicht grundsätzlich das Problem, es transportiert Segret- und Fremdmaterial aus den Atemwegen.

00:15:26: Das Ziel einer guten symptomatischen Therapie sollte deshalb nicht sein, sämtliche Schleimhautreaktionen maximal auszuschalten sondern Beschwerden zu reduzieren und gleichzeitig die physiologische Barrierefunktion möglich zu erhalten.

00:15:39: Dann sollten wir uns aber fragen was schädigt diese Schleimmhautbarrieren eigentlich?

00:15:44: Die wichtigsten Belastungsfaktoren sind relativ schnell zusammengefasst.

00:15:49: Gerade für die oberen Atemwege gilt hier zu trocken, zureizend, zu wenig Nasenatmung, zu steril und zu lange medikamentöse Manipulation.

00:15:59: Zu Trocken bedeutet trockene Heizungsluft und eine unzureichende Flüssigkeitsversorgung.

00:16:04: Beides kann dazu beitragen dass Sekrete CA werden und die mucocilläre Clearance schlechter funktioniert.

00:16:10: Zu wenig Nasennatmungen bedeutet wer überwiegend durch den Mund atmet umgeht einen wichtigen Teil unseres natürlichen Luftaufbereitungssystems.

00:16:20: Denn die Nase ist nicht einfach nur ein Eingang für Luft, sie filtert erwärmt und befeuchtet die eingeatmete Luft.

00:16:28: Bei Mundatmung trifft trockenere weniger konditionierte Luft direkt auf Mundrachen und die tieferen Atemwege.

00:16:36: Und das merken viele besonders nachts trockener Mund, trockene Heils, Reusbarn oder ein gereizter Rachen am Morgen.

00:16:44: Chronische Mundatmung ist deshalb nicht einfach nur eine schlechte Angewohnheit, wenn die Nase dauerhaft nicht frei ist sollte man sich fragen warum?

00:16:52: Dahinter können dann beispielsweise allergische Reaktionen stehen oder auch eine chronische Renitis für größerte Nasenmuscheln oder auch anatomische Engstellen.

00:17:03: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

00:17:05: Zureitzend für unsere Schleimhäute bedeutet unter anderem natürlich Zigarettenrauch, aber auch andere Aerosole Schadstoffe und andere inhalative Irritanzen.

00:17:17: Sie treffen unmittelbar auf das respiratorische Epithel und können Schleimproduktionen, Zilienfunktionen und lokale Entzündungsprozesse verändern.

00:17:28: Auch das Thema Zustereal kann eine Rolle spielen.

00:17:30: Hygiene der Atemwege ist wichtig.

00:17:34: man sollte sie durchaus mit einsetzen Aber eben nicht versuchen unsere Schleimen heute permanent zu desinfizieren.

00:17:41: Sie sind Ökosysteme und keine sterilen Oberflächen, und aggressive oder unnötige antiseptische Anwendungen können dieses lokale Milieu sehr stark verändern.

00:17:53: Und der letzte Punkt – zu lange Medikamentösemanipulation betrifft vor allen Dingen abschwellende Nasensprays.

00:17:59: Zylometerzolin- oder Oxymeterzolin können kurzfristig ausgesprochen hilfreich sein.

00:18:05: Sie verengen die Gefäße und reduzieren dadurch Die Schwellung.

00:18:09: Aber sie sind keine Schleimhautpflege!

00:18:12: Bei zu langer Anwendungen kann eine Rebound entstehen, die Nase wird ohne Spray zunehmend wieder dicht und es kann sich eine Renitis-Medikamentosa entwickeln.

00:18:22: Die einfache Regel lautet deshalb akut abschwellen ja dauerhaft damit arbeiten auf gar keinen Fall.

00:18:29: Und jetzt machen wir es praktisch.

00:18:31: was kann ich tun?

00:18:32: präventiv?

00:18:34: um meine Schleimhaut zu unterstützen.

00:18:35: Wenn ich meine Schleiheute durch Herbst und Winter bringen möchte, brauche ich keinen Asenal von zahlreichen Wirkstoffeneinnahmemitteln und ähnlichem – wir sollten das hier nochmal etwas genauer sortieren!

00:18:48: Ich brauche zunächst gute Bedingungen für die Schleimmhaut bagieren.

00:18:52: Erstens Feuchtigkeit Normal und ausreichend trinken.

00:18:57: Nicht zwangsläufig drei oder vier Liter sondern eine normale Hydrerierung sicherstellen Und die Raumluft sollte man ebenfalls im Blick behalten.

00:19:05: Ein Hygrometer kann im Winter tatsächlich sinnvoller sein als irgendeinen Immunboost-Präparat, als Orientierung sind ungefähr vierzig bis sechzig Prozent relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen vernünftig.

00:19:18: Zweitens Thema Nasenatmung habe ich gerade schon angesprochen.

00:19:21: wir haben gerade gesehen warum die Nase filtert erwärmt befeuchte die Atemluft.

00:19:25: deshalb ist es sinnvoll so weit möglich über die Nose zu atmen insbesondere auch nachts.

00:19:31: Wer regelmäßig mit trockenem Mund aufwacht oder dauerhaft schlecht durch die Nase atmen kann, sollte aber nicht einfach versuchen, die Mundatmung mit Gewalt abzustellen.

00:19:40: Dann gehört die Ursache der eingeschränkten Nasenatmungen geklärt.

00:19:45: Ebenfalls spannend präventiv ist Kochsalz bei trockener Nase.

00:19:50: Isotonische Salzsprays oder Nasenspülung können befeuchten und Segre sowie Partikel mechanisch entfernen.

00:19:58: Eine Nasendusche ist also keine antivirale Therapie, aber sie unterstützt einen physiologischen Reinigungsmechanismus und auch das kann man sehr gut präventiv mit einsetzen.

00:20:11: Der andere und letzte Punkt der vielleicht für viele nicht unmittelbar naheliegend ist es das Damenökosystem zu ernähren.

00:20:19: Pflanzige Vielfalt unterschiedliche Ballerstoffquellen fermentierte Lebensmittel wenn sie gut vertragen werden Und wenn jemand besonders infektanfällig ist, kann während der Erkältungs-Saison ein gezielt ausgewähltes Stamm definiertes Probiotikum eine zusätzliche sinnvolle Option sein.

00:20:36: Viele werden sich jetzt vielleicht schon fragen ja was ist sonst noch für die Erkeltungsprevention von meiner Schleimhorte vielleicht auch sinnvoll?

00:20:43: Was sind mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen?

00:20:48: Hier können wir es ebenfalls sortieren und einteilen.

00:20:52: Ein funktionierendes Schleimhautepithel- und Immunsystem braucht natürlich Mikronährstoffe.

00:20:58: Vitamin A, Vitamin D, Vitamin C, Zink sind wirklich sehr entscheidend und wichtig.

00:21:04: Vitamin a ist wichtig für die Differenzierung der Epithelgewebe.

00:21:08: Vitamin d ist wichtig nicht nur für den Knochenstoffwechsel sondern auch für die Immunregulationen und die immun Antwort.

00:21:15: Vitamin c ist antioxidativ und an vielen immunologischen Prozessen beteiligt.

00:21:21: Und Zink ist ebenfalls wichtig für Zellteilung, Barrierefunktionen und zahlreiche Immunprozesse.

00:21:28: Die entscheidende Strategie ist aber ... Ich brauche eine ausreichende Versorgung und eine Sicherstellung wenn ich vorhandene Defizite habe die dann auch zu korrigieren.

00:21:40: Aber präventiv jeden Wildter wahrlos hochdosiertes Vitamin C oder Zink einzunehmen um Erkältungen zu verhindern ist nicht besonders überzeugend.

00:21:50: Regelmäßig eingenommenes Vitamin C beispielsweise, verhindert Erkältung in der allgemeinen Bevölkerung nicht relevant kann die Erkeltungsdauer aber geringfügig verkürzen.

00:22:01: Bei Zink ist diese Situation etwas anders.

00:22:03: Präventiv hat Zink keinen überzeugenden Nutzen Aber wenn eine Erkaltung bereits begonnen hat, kann Zink die Symptom Dauer verkürzten.

00:22:14: Für die Praxis würde ich deshalb sagen, Mikronährstoffe langfristig bedarfsgerecht versorgen.

00:22:21: Das ist der erste und wichtige entscheidende Punkt – nicht erst bei jedem Kratzen im Hals fünf verschiedene Hochdosisperparate einwerfen!

00:22:29: Wenn wir die Welt der Mikronärstoffe verlassen und uns das Thema der Heilpflanzen der Physiotherapie nähern.

00:22:35: auch das ist ein sehr spannender Punkt Denn hier kennen wir ja auch viele Substanzen und wir würden sie gefühlt alle überall einsetzen wollen, aber naja nicht alles ist für alles geeignet.

00:22:47: Wenn die Schleimhaut trocken und gereizt ist dann sind sogenannte Schleimsstoffdrogen sehr interessant.

00:22:53: dazu gehören besonders eibisch und spitzwegerig.

00:22:57: Eibisch enthält Polysaharide, die auf gereizten Schleimbäuten einen schützenden Film bilden können.

00:23:03: das passt vor allem zu trockendem Hals kratzen trockenem Reizhusten.

00:23:09: Hier möchte ich nicht primär Sekret mobilisieren, ich möchte die Oberfläche beruhigen und schützen.

00:23:15: Albisch kann man beispielsweise als Tee oder entsprechendes Schleimstoffpräparat einsetzen.

00:23:22: Spitzwegerich passt ebenfalls gut bei gereizten Rachen- und trockenen Husten.

00:23:27: Wenn der Hustenn aber dann produktiv wird, dann wird Thymian interessant.

00:23:32: Thymiaan wird traditionell bei produktiven Erkältungshusten eingesetzt.

00:23:37: Das Ziel ist jetzt, Sekret mobilisieren und das Abhusten erleichtern.

00:23:42: Also beispielsweise Thymian Tee oder ein standardisiertes Präparat.

00:23:47: Wenn Mund-und Drachen entzündelnd gereizt sind dann ist Seilweis sehr interessant eine klassische lokale Option zum Beispiel als Tee beziehungsweise Gurgellösung.

00:23:59: hier nutzen wir die Pflanze gezielt dort wo die Beschwerden sitzen also trocken und gereizd.

00:24:05: Dann versuche ich es mit pflanzlichen Mitteln zu schützen, ist es sehr stark verschleimt.

00:24:11: Es sollte das Sekret mobilisiert werden und der Prozess unterstützt werden.

00:24:15: Und wenn der Rachen entzündet ist dann lohnt sich eine lokale Behandlung.

00:24:19: Ein Hausmittel an dieser Stelle kann man auch noch erwähnen, dass ist nämlich Honig.

00:24:23: bei husten oder gereiztem Hals kann Honig die Schleimhaut bedecken und den Hustenreiz reduzieren.

00:24:29: Das ist besonders abends interessant.

00:24:31: ein Teelöffel pur denn einem nicht allzu heißen Getränk kann eine einfache symptomatische Maßnahme sein.

00:24:38: Bei Kindern unter zwölf Monaten allerdings niemals Honig verwenden wegen des Risikos für Säuglingsbotodismus.

00:24:45: und ätherische Öle, das sind auch noch weitere Hausmittel beispielsweise Menthol, Eukalyptus oder Thymian Pheferminz gehört auch mit dazu können subjektiv das Gefühl freier Atemwege vermitteln.

00:24:59: Gerade menthol aktiviert kälte Rezeptoren.

00:25:02: Interessanterweise bedeutet das Gefühl einer feiern Nase aber nicht zwingend, dass objektiv mehr Luft hindurchströmt.

00:25:09: Ätherische Öle können deshalb symptomatisch angenehm sein Aber sie gehören nicht unverdünnt auf Schleimhäute ganz wichtig und sind insbesondere bei kleineren Kindern mit Vorsicht beziehungsweise je nach Öl gar nicht einzusetzen.

00:25:24: Ein weiterer Punkt ist das Thema des Inhalierens oder auch von thermischen Anwendungen.

00:25:31: Was ist also mit dem klassischen Inhalieren, was man so kennt über einem Topf mit heißem Wasser und ein Handtuch über den Kopf?

00:25:39: Feuchte warme Luft kann bei trockenen Sekret subjektiv angenehm sein Und von daher kann man das durchaus anwenden in der Befeuchtung aber nicht viel an Hitze oder zu heißer Dampf macht dann auch wirklich noch mehr Sinn.

00:25:55: Aber für das Subjektive empfinden für die Sekret Mobilisation durchaus eine Möglichkeit.

00:26:01: Wie sieht es aus mit Hitzeanwendungen oder auch Kälteanwendung?

00:26:06: Da habe ich zwei Beispiele mitgebracht, die immer wieder auftauchen für die Schleimhäute vielleicht auch für die Erkältungsprävention.

00:26:14: Sauna und Kneib gehören in dem Bereich Prävention weniger den Akutbereich.

00:26:20: Regelmäßige thermische Reize beeinflussen unseren Kreislauf.

00:26:23: die Gefäßregulation Grundsätzlich die Thermoregulation.

00:26:27: Das kann ein sehr sinnvoller Ansatz, eine sehr sinnfolle Ergänzung sein aber wie gesagt eher präventiv.

00:26:33: für regelmäßiges saunieren beispielsweise gibt es Hinweise auf eine geringere Häufigkeit von respiratorischen Erkrankungen.

00:26:42: so Sauna als regelmäßige Gesundheitsroutine kann also durchaus sinnvoll sein.

00:26:48: Aber wenn wir dann einen Infekt haben beziehungsweise die Erkältung Symptome haben vielleicht sogar mit Fieber oder auch im deutlichen Krankheitsgefühl, dann sollte man definitiv nicht in die Sauna gehen um den Infekt auszuschwitzen.

00:27:01: Das ist definitiv keine gute Idee und ähnliches gilt auch bei Wechselduschen und Kneib.

00:27:07: Sie sind thermische Trainingsreize aber keine Behandlung mit dem man quasi das Virus aus dem Körper spülen könnte.

00:27:17: für das Thema der Immunregulation und durchaus auch für die Schleimhorte aber auch einen spannender Ansatzpunkt.

00:27:25: Was ist dann jetzt der konkrete Plan bei den ersten Erkältungsanzeichen?

00:27:29: Wenn man merkt, es kommt etwas.

00:27:31: Dann steht an erster Stelle dass man die Belastung reduzieren sollte und den Schlaf priorisieren sollte.

00:27:38: Nicht noch vielleicht die Arbeit weiter fortführen das letzte Training durchziehen weil's auf dem Plan steht erst zur Ruhe kommen und versuchen den Körper bereits jetzige Generation zu geben.

00:27:50: Die Schleimhäute können hier weiter unterstützt werden, feucht gehalten werden ausreichend trinken die Raumluft überprüfen und beispielsweise einen Kochsalzenasenspray oder eine Nasenspülung verwenden.

00:28:00: das können hier zu Beginn gute Ansätze sein.

00:28:03: Und dann kann ich wenn es nicht abzufedern ist Symptome konkret behandeln die dann aber auch da sind.

00:28:11: Also eben zum Beispiel bei einem trockenen Hals und Reizhusten, eibisch-spitzwegerig oder Honig zu verwenden.

00:28:18: Bei entzündlichen Rachen sind mit Seilbei zu googeln.

00:28:21: Bei produktiven Husten zum Auswurf fördern quasi Thymian verwendet.

00:28:27: Und bei stark geschwollener Nase – da werden wir mit nem Meerwasser Nasenspray nicht mehr allzu weit kommen!

00:28:34: Da kann man kurzfristig durchaus auch ein Nasensspray einsetzen aber eben nicht zu lange.

00:28:39: Die Supplementierung lohnt sich hier an dieser Stelle nicht extrem hoch zu fahren.

00:28:44: Zu Vitamin C und auch Vitamin D, da gibt es eben ein Thema der grundsätzlichen Versorgung.

00:28:49: Das sollte man mit berücksichtigen aber das ist eben keine Akuteanwendungen.

00:28:53: anders.

00:28:53: wie gesagt bei dem Thema Zink wenn die ersten Symptome kommen dann lohnt es sich durchaus hochtosiert Zink einzusetzen weil es die Dauer der Erkältungstage durchaus mit reduzieren kann.

00:29:07: dass zeigen neue Ergebnisse.

00:29:11: Die Anwendung von Probiotika, ja das könnte interessant sein eben auch im präventiven Gedanken aber eben nicht in der Akutphase weil dann nicht einfach nur Symptome weniger werden.

00:29:23: und der letzte Kandidat den ich ebenfalls interessant finde ist die Anwendungen von Laktopherin auch mit Blick auf die Schleimhäute denn Laktiferin körperfremder Immunbooster, sondern ein natürlicher Bestandteil unseres angeborenen Immunsystems und eben der Schleimhautabwehr.

00:29:43: Wir finden dieses eisenbindende Protein unter anderem im Speichel und anderen Sekreten und wir haben vorhin bereits darüber gesprochen dass es einen Teil der ersten Verteidigungslinie ist oder Bestandteile davon ist.

00:29:57: die Funktion geht weit über diese Eisenbindung hinaus.

00:30:01: Lactopherin kann das Wachstum bestimmter Mikroorganismen begrenzen, die Immunreaktionen modulieren und mit oberflächen Strukturen von Viren bzw.

00:30:10: Würzzellen interagieren.

00:30:12: Und da zeigen sich sehr spannende Ergebnisse, dass quasi der Eintritt also die Infektion in die Würzzeile erschwert wird.

00:30:20: Auch klinisch ist Lactopharyn interessant denn hier zeigen sich Hinweise auf weniger respiratorische Infekte beziehungsweise respiratorischer Symptome.

00:30:28: unter Supplementierung Für die akute Erkältung ist die Datenlage noch weniger eindeutig.

00:30:35: Aus Erfahrung kann man sehr gut sagen, dass Laktiferin eine interessante unterstützende Option gerade zu Beginn des Infektes ist.

00:30:42: praktisch werden hier Mengen eingesetzt zwischen zweihundert bis sechshundert Milligramm.

00:30:48: und jetzt nochmal wir haben eben über Laktifering gesprochen körpereignendes Laktiverin eingesetzt wird typischerweise bovine Laktifierin also aus komisch gewonnenes Laktifferin.

00:30:59: Und damit kommen wir zurück zu unserem Ausgangspunkt, zur Erkältungszeit.

00:31:04: Vielleicht sollten wir im Herbst und Winter etwas weniger darüber nachdenken wie wir unser Immunsystem mit irgendeinem Wirkstoff boosten und etwas mehr darüber wo eine respiratorische Infektion überhaupt beginnt an einer Schleimhaut.

00:31:17: Diese Schleimmhaut ist keine passive Oberfläche.

00:31:21: sie befeuchtet, sie filtert Sie fängt erreger ein, sie transportiert sie ab Sie produziert antimikrobielle Substanzen und unser Immunsystem liegt sehr schützend hinter diesen Barrieren.

00:31:37: Und der Winter verändert die Bedingungen durch kalte Luft, trockene Heizungsluft vielleicht auch mehr Kontakte in Innenräumen.

00:31:48: Hier kann man also klar sagen Kälte macht keine Erkältung, aber das Medieux entscheidet mit darüber wie gut unsere erste Verteidigung funktioniert.

00:32:00: Und damit ergibt sich eine ziemlich einfache Strategie.

00:32:03: Schleimhäute feuchthalten durch die Nase atmen und chronische Mundabmung nicht einfach ignorieren.

00:32:10: sehr trockene Raumluft vermeiden, dass Darm-Ökosystem unterstützen.

00:32:15: Auch hier der gezielte Einsatz bei einer erhöhten Infektanfälligkeit von Probiotika mit nachzudenken und Mikronährstoffmangel im Vorfeld auszugleichen.

00:32:24: Nichts erst dann, wenn es dazu kommt!

00:32:27: Und wir sollten unsere Schleimhäute schützen oder ihnen unterstützende Substanzen zuführen da wo's geeignet ist... ...und wenn der Infekt kommt nicht alles gleichzeitig einnehmen sondern gezielt einsetzen.

00:32:40: Trocken- und gereizte Schleimmhäuter die sollten wir schützen.

00:32:44: Wenn wir sehr stark verschleimt sind, dann sollte das Sekret mobilisiert werden.

00:32:48: Wenn sie nase dicht ist kurzfristig abschwellen und vor allen Dingen dem Körper die Zeit geben für eine passende Immunantwort Denn nicht jede Erkältung muss verhindert werden.

00:33:01: Ein paar unkomplizierte Atemwegsinfekte gehören zum Leben und sind nicht automatisch Ausdruck eines schwachen Immunsystems.

00:33:09: Wenn Infekte aber ungewöhnlich häufig auftreten, besonders schwer verlaufen, immer wieder Komplikationen verursachen oder die Regeneration auffällig lange dauert, lohnt es sich genauer hinzuschauen?

00:33:22: Dann wird die Frage interessant warum funktioniert meine Abwehr möglicherweise nicht optimal?

00:33:28: Für den normalen Herbst und Winter bleibt dagegen eine sehr einfache Botschaft.

00:33:32: Bevor wir versuchen, unser Immunsystem zu boosten, sollten wir dafür sorgen dass seine erste Verteidigungslinie ihren Job macht!

00:33:38: Und diese Verteiligungs-Linie beginnt an unseren Schleimhäuten... Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.

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