Alkohol: Risiko ab dem ersten Schluck? (Prof. Dr. Helmut K. Seitz)
Shownotes
„Alkohol ist ein Toxin und eine krebserregende Substanz. Das geringste Risiko besteht nur dann, wenn kein Alkohol konsumiert wird.“ – Professor Dr. Helmut Seitz ist Internist, Hepatologe und einer der weltweit führenden Alkoholforscher. Seit fast fünf Jahrzehnten untersucht er die biologischen Wirkmechanismen von Alkohol und hat entscheidend dazu beigetragen, den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum, Stoffwechselveränderungen und Krebsentstehung wissenschaftlich zu belegen.
In dieser Episode des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Professor Dr. Helmut Seitz über Alkohol als gesundheitlichen Risikofaktor, der trotz eindeutiger Datenlage fest im gesellschaftlichen Alltag verankert ist. Im Zentrum steht die Frage, ob es aus medizinischer Sicht überhaupt einen unbedenklichen Alkoholkonsum geben kann. Eingeordnet werden die zentralen Stoffwechselprozesse beim Alkoholabbau – insbesondere die Rolle des toxischen Zwischenprodukts Acetaldehyd – sowie die Auswirkungen auf Leber, Gehirn und Zellgesundheit.
Aus klinischer Perspektive wird deutlich, warum Alkohol nicht nur die Leber betrifft, sondern mit einer Vielzahl von Erkrankungen assoziiert ist: von verschiedenen Krebsarten über Stoffwechselstörungen bis hin zu neurobiologischen Veränderungen. Gleichzeitig wird erklärt, warum sich das individuelle Risiko unterscheiden kann – etwa durch genetische Faktoren, Vorerkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Grenzwerte können variieren, die biologische Wirkung bleibt jedoch bestehen.
Einen Bereich ohne Grauzone gibt es dennoch: Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Gibt es aus biologischer Sicht eine sichere Dosis Alkohol? Warum reagieren Menschen so unterschiedlich auf Alkohol? Und was verändert sich im Körper, wenn Alkohol reduziert oder vollständig weggelassen wird?
Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast
Transkript anzeigen
00:00:00: Alkohol wird abgebaut zu einem giftigen Stoff, der heißt Acetaldehyd.
00:00:05: Und dieser Acetaldehyd wird glücklicherweise zur Essigsäure weiter abgebaut.
00:00:09: Aber wenn dieser Acetaldehyd akkumuliert, dann wird es gefährlich, dass es immer dann, wenn vermehrt produziert wird oder wenn zu wenig abgebaut wird.
00:00:18: Und Bakterien können ihn auch produzieren.
00:00:20: Und dieser Acetaldehyd bindet an die Erbsubstanz, an die DNA verändert die Erbsubstanz und ist der Hauptgrund für die Krebsentstehen.
00:00:43: Hallo Menschen,
00:00:44: willkommen zu einer neuen Paracelsus Lab Podcast Episode.
00:00:48: Es ist Januar und für viele bedeutet das ein Monat ohne Alkohol.
00:00:54: Und genau dann fällt etwas auf, was wir sonst gerne übersehen.
00:00:58: Alkohol ist allgegenwärtig.
00:01:00: Gleichzeitig wissen die meisten Menschen längst, dass Alkohol gesundheitsschädlich ist.
00:01:05: Und trotzdem.
00:01:06: Hier ein Glas Wein, dort ein Feierabendbier, am Wochenende ein bisschen mehr.
00:01:10: Und plötzlich ist es wieder ganz normal.
00:01:13: In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Konsum bei ungefähr zehn Liter reine Alkohol pro Jahr pro Person.
00:01:20: Da muss man wissen, nicht jeder trinkt Alkohol.
00:01:23: Und das ist keine Kleinigkeit, sondern ein relevanter Gesundheitsfaktor.
00:01:26: Und wir wissen heute ziemlich klar, Alkohol steht in Verbindung mit zahlreichen Erkrankungen von Lebererkrankungsstoffwechselstörungen bis hin zu Krebs.
00:01:34: Aber dann kommt die große Frage, die sich viele ehrlich beantworten müssen.
00:01:39: Gibt es so etwas wie gesunden Alkoholkonsum?
00:01:42: Oder ist das am Ende nur ein Mythos, den wir uns schönreden?
00:01:45: Und heute schauen wir uns das ganz klar und nüchtern an.
00:01:48: Und dafür habe ich mir einen ganz besonderen Gast eingeladen.
00:01:51: Professor Dr.
00:01:52: Helmut Seitz, einer der bekanntesten Alkoholforscher, Internisten, Hepatologen, mindestens im deutschsprachigen Raum.
00:02:00: Ich weiß, er ist international tätig.
00:02:02: Und Herr Professor Seitz, ich freue mich sehr, dass Sie da sind.
00:02:04: Ja, Herr Baum, ich freue mich auch.
00:02:05: Und vielleicht können wir ein bisschen Klarheit in die Situation bringen.
00:02:08: Da bin ich sehr offen für und freue mich sehr darauf.
00:02:12: Sie forschen seit, wenn ich richtig recherchiert habe, fünfzeig Jahren zu diesem Thema.
00:02:17: Am ersten März dieses Jahres wird es tatsächlich in der Tat fünfzeig
00:02:22: Jahre.
00:02:23: Und meine erste Frage, werden Sie langsam müde, über dieses Thema zu sprechen?
00:02:27: Im Prinzip
00:02:28: nicht, wenn es um molekulabiologische, biochemische Grundlagen vorhin geht.
00:02:33: Hochinteressant natürlich, das Thema in die Bevölkerung zu bringen, weil Sie haben ja nicht nur eine wissenschaftliche Grundlagendiskussion, Sie haben ja auch klinische, kranke Menschen.
00:02:43: Problemsituationen und das muss man dann sozusagen aus dem Elfenbahnturm heraus in die Bevölkerung bringen.
00:02:50: und da reden wir seit auch fünfzig Jahren darüber.
00:02:53: und da hat sich eigentlich im Konsumverhalten in den fünfzig Jahren.
00:02:57: Ein bisschen war es aber nicht wesentlich signifikantes geändert.
00:03:01: Das macht natürlich ein bisschen müde, aber damit immer weitermachen muss.
00:03:07: Das gilt ja überhaupt im Leben so.
00:03:09: Macht man auch mit diesem Thema weiter, weil es wichtig ist, wenigstens den einen oder anderen, der dazuhört, aus diesem Problem herauszuholen.
00:03:18: Also Forschung und ich sage mal auch Grundlagenforschung, das ist schon nach wie vor ihr ... Thema unter Brennz auch nach oder da haben sie nach wie vor leidenschaften?
00:03:25: Ja, wir waren ja die ersten in der Tat Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts sein konnten, dass Alkohol Krebs macht, dass Alkohol Dickdarm Krebs macht.
00:03:34: Das war damals sehr neu, wurde hinterfragt.
00:03:36: In der Zwischenzeit ist das alles längst bekannt und wir haben uns natürlich auch sehr über die alkoholische Lebererkrankung, haben wir geforscht.
00:03:44: viele Gründe, warum das so ist, dass jeder Mensch unterschiedliche Risiken hat, die Genetik, die im Hintergrund steht, da könnte man viel darüber diskutieren.
00:03:51: Und würden Sie sagen, die Verbindung Alkohol zur Entstehung?
00:03:56: Ich meine es nicht nur, wenn Sie es richtig verstehen, nicht nur als Risikofaktor verstanden, sondern wirklich in Verbindung zur Entstehung von Krebs.
00:04:01: Ist das in Ihrer Forschung das größte Aha-Erlebnis, was Sie gehabt haben?
00:04:07: Oder gibt es noch etwas, wo Sie sagen, okay, dieser Zusammenhang ist?
00:04:10: so fundamental, womit Sie selbst nicht interessiert haben?
00:04:12: Ich
00:04:12: glaub, das war ganz entscheidend, weil ich war damals achtundzwanzig und bei der ersten Konferenz des NIH, des Nationalen Instituts für Gesundheit in Bethesda, in Washington, hatten die mich eingeladen.
00:04:23: Das war damals eine große Ehre von achtundzwanzigjährigen.
00:04:25: Und da ging das los mit der Frage nach Krebs.
00:04:28: Und das hat mich natürlich sehr beschäftigt, hatte einen großen Lehrer damals in New York.
00:04:32: Und wir haben das dann gemeinsam angefangen.
00:04:34: Und das war schon ein Erlebnis, dass Alkohol in der Tat eine so intensive Substanz ist.
00:04:40: die nicht direkt aber über ihre Stoffwechselprodukte bestimmte Krebsarten, und zwar häufige Krebsarten, denken Sie an den Brustkrebs bei der Frau oder den Diktarmkrebs, der ja einer oder der häufigste Tumor in Deutschland von Männern und Frauen zusammen ist.
00:04:54: Das hat uns schon beeindruckt und fasziniert.
00:04:57: Das ist auch für uns, glaube ich, hier nachvollziehbar.
00:05:00: Können Sie uns?
00:05:01: Dann lassen Sie uns in den Mechanismen gerne drin bleiben.
00:05:04: Ich erfahre da immer sehr gerne auch direkt von Experten davon gerne viel zu.
00:05:10: Was passiert denn dann genau?
00:05:11: Also, wie wirkt sich Alkohol auf die Entstehung von Krebs aus?
00:05:15: Und was sind ... Ich weiß, es ist ... Wir können nicht stundenlang Podcast machen, aber vielleicht können Sie das für uns runterbrechen.
00:05:21: Wir machen es ganz kurz und etwas holtschnitzartig.
00:05:24: Alkohol wird abgebaut zu einem giftigen Stoff, der heißt Acetaldehyd.
00:05:29: Und dieser Acetaldehyd wird glücklicherweise zur E-Sichsäure weiter abgebaut.
00:05:33: Aber wenn dieser Acetaldehyd akkumuliert, dann wird es gefährlich, dass es immer dann, wenn vermehrt produziert wird, oder wenn zu wenig abgebaut wird.
00:05:42: Und Bakterien können ihn auch produzieren.
00:05:45: Und dieser Acetal bindet an die Erbsubstanz, an die DNA verändert die Erbsubstanz und ist der Hauptgrund für die Krebsentstehung.
00:05:53: Es gibt einen zweiten Grund.
00:05:54: beim Alkohol-Stoffwechsel entstehen ganz radikale Zwischenprodukte.
00:05:59: Wir nennen das reactive Sauerstoffspezies und die binden an Proteine und an DNA und vermitteln ebenfalls diesen Krebs.
00:06:08: Das ist relativ einfach ausgedrückt, der Wirkmechanismus.
00:06:12: Ich finde den perfekt erklärt, wenn ich das so sagen darf.
00:06:15: Und dennoch die Frage, es gibt kein, wenn ich das richtig raushore, kein Null und Eins, kein Schwarz und Weiß.
00:06:21: Das heißt, sie sprachen gerade auch Bakterien im Darm mit an.
00:06:25: Ich gehe davon aus, dass Menge wahrscheinlich mit einer Rolle spielt.
00:06:27: Da will ich mit Ihnen auch noch drauf schauen.
00:06:30: Was passiert?
00:06:31: mit dem ersten Schluck Alkohol, den wir trinken in unserem Körper.
00:06:34: Was passiert auf Gehirn, auf Nervensystemebene für den Stoffwechsel?
00:06:38: Der Umwandlungsweg wird wahrscheinlich ähnlich sein.
00:06:40: Wenn Sie
00:06:41: den Alkohol schlucken und Sie haben ein hochkonzentriertes Alkoholikum wie Whisky und Vodka, dann schädigt er schon mal ganz klar die Schleimhaut in Mund- und Speiseröhre.
00:06:51: Diese direkte Schädigung hat auch was mit Krebsentstehung zu tun.
00:06:54: Er gelangt in den Magen.
00:06:55: Im Magen werden ungefähr zehn Prozent dieses Alkohols abgebaut.
00:06:59: Das spielt jetzt für den Gesang aber auch keine große Rolle.
00:07:02: Aber es entsteht Acet aldehyd.
00:07:04: Und ich hatte gerade gesagt, dass der sehr giftig ist.
00:07:06: Deswegen hat der Magenstoffwechsel spielt eine Rolle und Alkohol ist auch mit Magenkarzinom assoziiert.
00:07:12: Wenn dann das nicht abgebaut ist, geht es in den Dünndarm.
00:07:15: Von da wird es aufgenommen.
00:07:17: und wird der Leber zugeführt.
00:07:19: Die Leberverstoffwechsel dann den meisten Alkohol.
00:07:21: und der in der ersten Runde nicht abgebaut wird, der wird dem großen System zugeführt und gelangt in alle Organe des menschlichen Körpers einschließlich des Zentralnervensystems.
00:07:31: Und der hat dann einen Effekt, meistens auf das Gehirn, dort werden Bodenstoffe ausgesandt, sezerniert, da gibt es fünf große Gruppen, wissen wir, dass das Dopaminsystem, also komplizierte Systeme, Serotonin-Dopaminsysteme, Opioidsysteme, die machen zunächst einmal sowas wie eine Erleichterung, ein Glückshormon-Gefühl.
00:07:55: Deswegen trinken wir ja.
00:07:57: Wir trinken ein Glas und fühlen uns etwas freier, etwas leichter.
00:08:00: Wir können besser kommunizieren zwischen den Geschlechtern.
00:08:04: Man kann, alles ist ein bisschen einfacher.
00:08:06: Dann wäre es schön, wenn man dann aufhören würde, dann wäre alles gut.
00:08:08: Und dann trinkt man weiter und das wird dann schwierig.
00:08:11: Dann gehen Systeme rein, die eher himmenwirgend.
00:08:14: Und sie wissen, wenn jemand mehr trinkt, dann gibt es zwei Möglichkeiten.
00:08:18: Entweder wird aggressiv, wenn er zu viel trinkt oder er wird depressiv und hängt dann oben.
00:08:23: Und das sind die negativen Effekte, die dann zu viel bei zu viel trinken.
00:08:26: auftreten, was das zentrale Nervensystem angeht.
00:08:30: Und wenn Sie das jeden Tag machen, dann gebahnt sich die Situation.
00:08:33: Und Sie haben das immer gleiche.
00:08:35: Und irgendwann brauchen Sie den Stoffalkohol, damit es gut funktioniert.
00:08:39: Wenn Sie den nämlich weglassen, dann kriegen Sie ein Entzugsyndrom.
00:08:42: Diese Systeme sind im Chaos begriffen.
00:08:45: Sie kriegen Nebeneffekte wie Zittern und Übelkeiten alles drum und dran.
00:08:49: Und dieser Entzug, wenn Sie den nicht klinisch begleiten, kann auch mal tödlich sein.
00:08:54: Und weil sie es gerade auch die Beeinflussung der Snorotransmitterhaushaltes mit beschrieben haben, zum Verständnis, gibt es Unterschiede oder gibt es vielleicht auch Forschung in die Richtung, dass Alkoholmenge, also wirklich wie viel getrunken wird oder auch wie schnell, je nachdem wie viel RZ Aldehüt im Gehirn ankommt.
00:09:13: sich tendenziell eher auf Stimmung oder auch depressiver Situation oder sowas mit auswirkt?
00:09:19: Natürlich ist klar, je mehr sie trinken und mehr Effekte haben sie natürlich, das ist eine lineare Beziehung.
00:09:25: Aber dann kommen natürlich ganz individuelle Situationen hinzu.
00:09:28: Der eine neigt eher zur Depression, der andere ist eher kontrollverlustig.
00:09:32: Der eine hat eine höheres Risikobezüge seiner Genetik, weil die Genetik spielt eine Rolle, was den Alkoholstoffwechsel angeht.
00:09:40: Sie haben Menschen, die können Alkoholschnellverstoff wechseln.
00:09:43: Und sie haben Menschen, die können ihnen langsam Verstoff wechseln.
00:09:46: Sie haben Gene in bestimmten Organen.
00:09:48: Wenn sie die präsent haben, dann haben sie ein höheres Risiko, dass dort ein Organschaden entsteht.
00:09:53: Also es gibt eine Gruppe von Risiken.
00:09:56: Und das sind genetische und nicht genetische Risiken.
00:10:00: Ich nenne ein paar nicht-genetische für verschiedene Erkrankungen.
00:10:03: Rauchen ist ein hohes Risiko, Übergewicht, Diabetes.
00:10:07: Wenn Sie andere Krankheiten haben, wenn Sie andere Lebererkrankungen haben, gibt es ja eine ganze Reihe wie Virusepatitäten oder sonst was.
00:10:14: Und wenn Sie darauf Alkohol trinken, dann ist das natürlich besonders schlecht, weil das sind Menschen mit einem hohen Risiko.
00:10:20: Wenn Sie komplett gesund sind, Wer weiß denn von uns aber jetzt richtig gesund ist?
00:10:25: Sie haben sicherlich ihren Cholesterinspiegel auch nicht immer präsent, oder dieses, oder jenes.
00:10:29: Also das ist natürlich schwierig.
00:10:31: Dann sind die Risiken kleiner.
00:10:33: Wir kommen gleich auf Dosen wahrscheinlich zu sprechen.
00:10:35: Ja, genau.
00:10:36: Und Risiko-Bewertung auch.
00:10:38: Was ich spannend finde, auch auf dieses Thema Verstoffwechselung, um unbedingt mit Ihnen noch genauer zu sprechen.
00:10:45: Was ich interessant finde, ist, dass wir den Einstieg direkt in Richtung Krebs gewählt haben, was, glaube ich, total wichtig ist für die meisten, die uns zuhören.
00:10:53: oder auch die sich da draußen mit beschäftigen, haben wahrscheinlich den Organzusammenhang Alkohol-Leber relativ eng.
00:10:58: Jetzt sind sie, dann nehme ich sie noch mal als Experten mit dazu.
00:11:01: Sie sind Hepatologe.
00:11:02: Das heißt, Spezialist gerade auch, was den Leberstoffwechsel und Lebererkrankung mit angeht.
00:11:08: Was sind die häufigsten alkoholbedingten Leberveränderungen, die wir sehen?
00:11:12: Warum entsteht das eigentlich?
00:11:14: Also, was passiert?
00:11:15: Also,
00:11:15: das Erste, was passiert ist, wenn sie Alkohol trinken, wenn sie regelmäßig Alkohol trinken, aber einer gewünscht.
00:11:20: Wir sind Dosis von zwanzig Gramm, das heißt also ein bisschen weniger als ein Viertel Wein.
00:11:24: Wenn Sie das jeden Tag machen würden, dann entwickeln Sie eine Fettleber.
00:11:27: Zu neunzig bis neunzig Prozent die Leber verfettet.
00:11:30: Da gibt es viele gründe, biochemische Gründe, warum das Fett dort abgelagert wird.
00:11:34: Das wird jedenfalls dort abgelagert.
00:11:36: Und wenn das Fett dort liegt, dann kann das Fett, wenn weiter Alkohol getrunken wird, in eine Entzündung münden.
00:11:43: Wir nennen dann das Hepatitis, alkoholische Hepatitis, also eine Entzündung der Leber.
00:11:47: Wenn die Entzündung fortschreitet, Das kennen Sie von der Haut, wenn Sie irgendwo eine Entzündung haben, dann wird sich da eine Narbe später entwickeln.
00:11:56: Und so ist es in der Leber auch.
00:11:57: Diese Entzündung bringt mit sich, dass Zellen untergehen und die untergegangene Zellen werden durch Narbengewebe ersetzt.
00:12:05: Und das ist ein ganz langsamer Schritt, der geht über viele Jahre.
00:12:08: Und am Ende dieser Wegstrecke steht denn das, was wir Leber verhärtung oder Leberzerose nennen.
00:12:13: Das ist dann eine kleine, harte, nicht funktionsfähige Leber.
00:12:18: Und wenn Sie das haben, haben Sie natürlich ein großes Risiko für die Sterblichkeit.
00:12:23: Und Sie haben ein hohes Risiko, dass in dieser Leber sich ein Krebs entwickelt.
00:12:27: Denn nur in solchen harten Leben entwickelt sich der Krebs.
00:12:29: Und Sie haben viele Komplikationen.
00:12:31: Eine möchte ich nennen.
00:12:33: Wenn die Leber hart ist, geht das Blut nicht mehr so richtig durch die Leber durch.
00:12:37: Es wird zurückgestaut, meistens in die Speiseröhre, in den Magen und die Speiseröhre.
00:12:43: Da werden die Gefäße sehr dick, so dick wie mein Finger.
00:12:46: Und dann kann es sein, dass es dort blutet.
00:12:48: Die Leber ist verantwortlich für Gerinnungseilweise.
00:12:51: Die funktionieren nicht mehr richtig.
00:12:53: Die Blutgerinnung ist schlecht.
00:12:54: Es reißt hier eine solche Arde auf.
00:12:56: Es blutet furchtbar.
00:12:58: Und es ist oft tödlich so eine Blutung.
00:13:01: Wenn nicht sofort interveniert wird, dann sterben manche an dieser Blutung.
00:13:06: Also das sind die Komplikationen, die entstehen der Zerose und dann die Komplikation der Zerose.
00:13:11: Um Ihnen eine Zahl zu nennen in Europa.
00:13:14: sterben ungefähr jährlich eine Million Menschen an einer Zerose und fünfzig Prozent davon an einer alkoholischen Zerose.
00:13:22: Und lassen Sie uns da das Risiko, das Risikos dafür quasi nochmal auch schon an diese Definition ein bisschen herankommen.
00:13:28: Sie haben eben dieser Menge an Alkohol, diesen knappen Viertelwein, das bezieht sich auf pro Tag gezogen.
00:13:37: Das und bezieht sich auf pro Tag bezogen.
00:13:39: nur, lassen Sie mich das klar sagen.
00:13:41: Alkohol ist verantwortlich für ungefähr zweihundert Erkrankungen mitverantwortlich, bestimmt verschlechtert diese Erkrankungen zweihundert.
00:13:49: Es gab ja große Untersuchungen der achtziger oder neunziger Jahre, die gezeigt haben, wenn sie ein bisschen Alkohol trinken, zehn Gramm am Tag, ein Achtel, dann tun sie sich was Gutes für die Gesundheit.
00:14:00: Diese Untersuchungen wurden damals sehr stark von der Alkoholindustrie unterstützt.
00:14:04: In der Zwischenzeit in den letzten fünfzig Jahren gab es exzellente Untersuchungen.
00:14:08: An einem riesen Kollektiv die gezeigt haben, dass das nicht stimmt.
00:14:13: Weil die Gruppe, die nichts trinkt, das waren oft ehemalige Alkoholiker oder kranke Menschen, die nichts getrunken haben und deswegen früher verstorben sind.
00:14:22: Wenn Sie eine mündelsche Untersuchung machen, wo Sie Menschen mit gleichem Risiko ohne Alkohol, mit denen ein bisschen Alkohol vergleichen, dann ist es so, dass eine lineare Beziehung besteht.
00:14:33: Das hat die WHO vor kurzem, vor ein, zwei Jahren verstanden und aufgenommen und hat eine Empfehlung ausgesprochen.
00:14:40: Und die Kanadier haben das stark publiziert, dass Alkohol toxisch ist.
00:14:46: Kein Risiko besteht nur dann, wenn sie gar keinen Alkohol trinken.
00:14:49: Das wurde deswegen so gemacht, weil ... der kleinste Schaden oder das organes Empfindlichsten ist, dass damit berechnet wird.
00:14:57: Die Leber verträgt vielleicht ein bisschen Alkohol, aber die Brustrieße bei bestimmten Frauen verträgt gar keinen.
00:15:03: Deswegen ist die Aussage großer Organisationen, wie der deutschen Hauptstelle Versuchtfragen, der deutschen Bestellte von Ernährung, die weniger Alkohol ist besser.
00:15:12: Versuchen Sie, ihren Alkoholkonsum zu drücken.
00:15:15: Am besten ist gar kein Alkohol.
00:15:18: Ich weiß natürlich, dass wir alle gerne ein Glas trinken.
00:15:23: Aber wenn wir jetzt sagen, würden wir eine Dosis angeben würden, dann würden Menschen in diese Dosis hineinfallen, die ein erhöhtes Risiko mit dieser Dosis hätten.
00:15:32: Denken Sie an übergewichtige Diabetiker mit Hochdruck und Herzrhythmusstörungen.
00:15:36: Denken Sie an Frauen, deren Mütter Mama Karzinone haben, die selber schon eins haben und das Risiko des Zweiten im Raum steht.
00:15:43: Das ist der Hintergrund der ganzen Dosis-Diskussion.
00:15:47: Ich hatte vor, zusammen für die DHS-Deutsche.
00:15:49: Ich habe versucht, Fragen in der Art.
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00:16:00: dann ist
00:16:05: das genauso offen.
00:16:20: Also die große Empfehlung zu sagen, drosseln Sie Ihren Alkohol, konsumt grundsätzlich nicht eine bestimmte Getränkanzahl pro Tag.
00:16:30: Wenn es so wenig wie möglich ist, ist es schon klar, was es wahrscheinlich noch zu früh zu sagen, ob das einen positiven Effekt haben wird.
00:16:37: Aber Sie verstehen die Menschen suchen natürlich nach diesem, okay, Herr Doktor hat gesagt, bis dahin darf ich.
00:16:44: Wir haben
00:16:44: halt alle nicht unsere Risiken im Griff, weil wir natürlich nicht wissen, welches Risiko wir haben.
00:16:49: Und deswegen habe ich noch mal gesagt, ist es so, dass wir keine Grenzwerte angeben möchten.
00:16:56: Die Frage ist, wie wird es angenommen?
00:16:58: Ich sehe in der Zwischenzeit eine ganz gute Bewegung von jungen Leuten, die deutlich weniger trinken als früher.
00:17:03: Es gibt diese Gesundheitsbewegung, die Verbesserung der Lebensqualität durch Nährstoffersetzung, durch Sport.
00:17:11: Und diese Gruppe von Menschen trinkt weniger.
00:17:15: Es gibt eine Gruppe, die offensichtlich mehr trinkt.
00:17:17: Da sind sehr gestresste Menschen.
00:17:19: Oft Frauen, muss man sagen, zwischen fünf und dreißig und fünfzig in ein Leistungs- fordernden Beruf, die vierundzwanzig Stunden online sind und die einen großen Stress haben.
00:17:30: Und da wird das Stress durch Alkohol abgebaut.
00:17:33: Ganz gefährlich, und das muss man betonen, sind zwei Gruppen von Menschen.
00:17:37: Das sind junge Leute, also Kinder und Adoleszente.
00:17:41: Da weiß man heute sehr genau, wenn die mit vierzehn, fünfzehn, sechzehn, siebzehn.
00:17:46: Alkohol trinken, Binstrinken, also das Komas auf dem Betreiben oder auch Kronisch trinken, dass sie später im Leben ein erhöhtes Risiko für ein Dickdown-Karzinom haben.
00:17:54: Das ist sehr erschreckend.
00:17:56: Und das zweite ist Schwangere.
00:17:58: Und ich war... entsetzt darüber, als ich vor vielleicht fünf Jahren eine Studie gesehen habe, die war vor fünf Jahren von der Charité gemacht, wie man hin noch mehr als fünfzig Prozent der Frauen trinken, gelegentlich in der Schwangerschaft.
00:18:10: Aber wir wissen natürlich, es kommt nicht auf die Dosis, es kommt nicht auf den Zeitpunkt.
00:18:14: In der Schwangerschaft ist das ein No-Go, weil das Problem des fetalen Alkoholsyndroms gegeben ist.
00:18:21: Die Kinder haben alles Mögliche bis hin zu einer Phase im Leben, wo sie ohne fremde Hilfe nicht auskommen können.
00:18:28: Wir haben in Deutschland ungefähr zwanzig bis fünfundzwanzig tausend Geburten von solchen Kindern.
00:18:33: Ich habe es da neulich in der deutschen Rundfunk gesagt, allein in Hamburg fünfhundert solcher Geburten.
00:18:39: Das muss auf gar keinen Fall sein und das sollte nicht sein.
00:18:42: Und nochmal auch hier, ich weiß nicht, ob Sie sich darauf einlassen, aber... Gibt es da dosensabhängige Unterschiede?
00:18:49: Kein Alkohol in der Schwangerschaft wäre auch das, was mir bekannt wäre oder mittlerweile bewusst wäre.
00:18:54: Ich weiß, dass durchaus mal gesagt wurde, ja, man kann mal so ein Sektchen anstoßen.
00:19:00: Gibt es eine sehr eindrucksvolle Newsweek-Seite auf dem Cover von Newsweek?
00:19:06: zwanzig Jahre her vielleicht hat eine Frau sich festgelegt oder erklärt, dass sie zwei Glas gedrucken hat an einem Punkt der Schwangerschaft und ein Kind mit einem fatalen Alkoholsyndrom geboren hat.
00:19:18: Da gibt es überhaupt keine Diskussion.
00:19:21: Wichtig hier wirklich nochmal zu unterstreichen.
00:19:23: Die Leber hat ja viele Aufgaben, wie wir wissen.
00:19:27: Die Frage, die mich interessiert, wie beeinflusst Alkoholkonsum in Kombination mit Medikamenteinnahmen?
00:19:35: Da geben Sie uns gerne dort einen Einblick.
00:19:36: und die Frage, wenn ich häufig regelmäßig Alkoholtrinker und Medikamente einnehme und dann mit dem Alkoholtrinken aufhöre, muss das auch medizinisch mitbegleitet werden?
00:19:46: Also, erste Frage.
00:19:47: Es gibt Interaktionen zwischen chronischem Alkoholkonsum und Medikamenten.
00:19:53: Alkohol führt dazu, dass in der Leber, aber auch in anderen Organen, aber vor allem in der Leber, ein Protein vermehrt produziert wird.
00:20:01: Das heißt, Zytogramm P-Fürhundertfünfzig zwei E-Eins.
00:20:05: Klingt kompliziert, ist eine Substanz, die verantwortlich ist für den Abbau von Fremdstoffen, unter anderem für Medikamente.
00:20:13: Und es gibt drei Medikamente, von denen man weiß, dass sie Delitäre Folgen haben, wenn Sie sie mit Alkohol verbinden, chronischer Alkoholkonsum.
00:20:21: Das ist das Paracetamol, das kennt jeder, das ist das fiebersängende Mittel.
00:20:25: Und ich kenne mindestens drei Patienten, die aufgrund Paracetamoleinnahme und Alkohol eine Lebertransplantation akut benötigten.
00:20:34: Das eine war in Finnland, das andere war in den USA.
00:20:37: Also Paracetamol und Alkohol ist eine Sehr, sehr schlechte Kombination.
00:20:42: Es gibt eine Substanz, die ist jetzt noch nicht so verbreitet, aber aufgrund der großen Migration von Patienten, die Tuberkulose mitbringen, ist es das Isoniazitis, ein Tuberkulostatikum.
00:20:53: Das geht mit Alkohol auf gar keinen Fall.
00:20:56: Und das Dritte ist ein Medikament, das ganz häufig in der Rheumatologie angesetzt wird.
00:21:00: Das ist das Methotrexat.
00:21:02: Methotrexat wird ja oft in einer Dosis von sieben Komma fünf bis fünfzehn Milligramm pro Woche gegeben.
00:21:07: Facht vermehrt.
00:21:08: Fibrose der Leber und Zirrose und mit Alkohol zusammen beschleunigt es das.
00:21:13: Also das sind die drei Medikamente, die gehen nicht.
00:21:15: Und dann akut sind es natürlich alle Substanzen, die zentral nervös wirken.
00:21:21: Also Schlafmittel, Beruhigungsmittel.
00:21:22: All diese Substanzen, wenn sie sie zusammen mit Alkohol nehmen, dann addiert sich der Effekt und sie werden schneller müde oder sogar, sie vergessen zu atmen nachts im Schlaf, weil die beiden Substanzen zusammenkommen und das kann tödlich sein.
00:21:38: Zweite Frage, habe ich jetzt vergessen, wiederholen Sie es nochmal?
00:21:40: Gerne, ich weiß auch gar nicht, warum ich beide gleich genannt habe, aber Dauermedikation mit und zwar gerne auch eine Palette, Auswahl von Medikamenten mit Alkohol, Konsum, dann sich zu entscheiden, ich trinke... Kein Alkohol mehr.
00:21:52: hat das Auswirkungen auf die Verstoffwechslung der Medikamente?
00:21:54: Ich sagte gerade, viele Substanzen werden vermehrt verstoffwechselt durch Alkohol.
00:22:00: Da kommen auch einige Herzmittel dazu.
00:22:02: Bleiben wir mal bei Substanzen, die häufig genommen werden.
00:22:05: Schmerzmittel oder Mittel gegen Bluthochdruck.
00:22:07: Schmerzmittel und Alkohol sind eine schlechte Kombination, weil sie auf Leber und Niere wirken.
00:22:12: Deswegen sollte man Schmerzmittel nicht in Kombination mit Alkohol nehmen.
00:22:17: Oder wenn sie Alkohol trinken, dann ... zu diesem Zeitpunkt der Schmerzmittel nicht nehmen, sondern eher, wenn sie alkoholfrei sind.
00:22:24: Wenn Sie ein Bluthochdrückler sind, dann werden Sie merken, wenn Sie Alkohol trinken, wird der Blutdruck höher sagen.
00:22:30: Gutes Beispiel, wenn Sie den Dry January zum Beispiel machen und vier Wochen lang keinen Alkohol trinken, dann werden Sie am Ende dieser vier Wochen merken, dass Sie weniger Blutdruckmittel brauchen, weil der Blutdruck im Mittel durch das Weglassen von Alkohol niedriger ist.
00:22:45: Sie brauchen weniger Kandesatan oder andere dieser Blutdruckmittel.
00:22:48: Das Gleiche gilt für Mittel bei Herzrhythmostörungen.
00:22:52: Was jetzt die Fettleber angeht, weil das immer so ein Thema ist, das mich sehr beschäftigt, wenn sie natürlich eine sogenannte metabolische Fettleber haben, also wenn sie starkes Übergewicht haben, wenn sie eine Fettschrafwechsel haben.
00:23:04: Störung haben, wenn sie Diabetes haben, wenn sie da Alkohol drauf trinken, dann wird die Fettleber natürlich noch schlechter.
00:23:10: Ich hatte heute Morgen vor drei Stunden einen Patienten, den habe ich vor drei Monaten gesehen, mit einer massiven, achtzigprozentigen Fettleber.
00:23:19: Der hat drei Monate keinen Tropfen mehr getrunken, heute Morgen gemessen, der hat keine Fettleber mehr.
00:23:26: Also, das ist ganz bemerkenswert gewesen.
00:23:28: Ja, und auch interessant, man sagt es ja gerne, dass Haar die Leber auch viel aushalten kann auf der einen Seite, aber die, wenn es nicht zu weit fortgeschritten ist, ist eben doch durchaus reversibel ist.
00:23:38: Und enorme Effekte zeigt, wurde sonst noch etwas am Lebensstief verändert.
00:23:43: Er hat
00:23:44: Gewicht verloren.
00:23:44: Er hat beides.
00:23:45: Er hat Gewichts verloren und hat nicht mehr Alkohol getrunken.
00:23:48: Und das ist dann eine gute, eine wichtige Kombination.
00:23:52: Und ich sage auch immer den Menschen, wenn sie eine alkoholische Schädigung der Leber haben und sie hören aufzudrinken.
00:23:58: dann wird die besser.
00:24:00: Und wenn Sie eine Fortgeschrittene haben, bleibt die stehen oder könnte unter Umständen sogar besser werden.
00:24:05: Also es lohnt sich zu jedem Zeitpunkt einer Leberschädigung oder überhaupt einer alkohol-assoziierten Schädigung mit dem Alkoholtrinken aufzuhören.
00:24:14: Herr Professor Seitz, wir haben eben schon kurz dieses Thema angesprochen mit unterschiedlich... schneller Abbaumöglichkeiten, das ganze Büro, wenn in meiner Kenntnis auch auf genetischen Parametern, Sie haben die Genetik eben auch mit angesprochen, dass es unterschiedliche Metabolise gibt, also Ferstoffwechselungstypen.
00:24:34: Wie wirkt sich das aus auf das Risiko und auf das Thema Verträglichkeit?
00:24:38: Also
00:24:38: da gibt es ja das gute Beispiel, das uns sehr geholfen hat, es zu verstehen, fünfzig Prozent der asiatischen Menschen in Japan, China und Korea haben eine Störung der Acetaldehydrogenase.
00:24:53: Das ist dieses Enzym, welches aus Acetaldehyd-Essichsäure macht.
00:24:57: Zehn Prozent haben gar keine Aktivität, die können gar keinen Alkohol trinken.
00:25:02: Wenn die nur einen Fingerhut trinken, wird es ihnen schlecht und sie erbrechen.
00:25:05: Es geht ganz schlecht.
00:25:06: Vierzig Prozent sind Hetrozygotie, haben also ein gesundes... Einführungsein, ein gesundes Allel, ein kokosisches und das mutierte Allel.
00:25:16: Und die können... Alkohol trinken, aber sie kriegen ein Flashing-Syndrom.
00:25:20: Sie kriegen roten Kopf, sie schwitzen, kriegen Übelkeit, erbrechen.
00:25:23: Ich hab selber japanische Freunde, die das haben.
00:25:26: Da ist der soziale Druck in Japan sehr groß, die gehen dann mit dem Chef abends weg.
00:25:30: Der Chef hat das Syndrom nicht, und dann müssen alle trinken und gehen dreimal auf die Toilette an diesem Abend.
00:25:35: Das ist kein Witz, das ist so, das hab ich selber erlebt.
00:25:38: Und da gab's die ersten Studien aus Japan, wirklich großartige Studien, die gezeigt haben, dass diese Menschen, ein hohsignifikantes Risiko für Krebs haben.
00:25:49: Eine Zahl, jemand, der hetrozygot ist, also nur zehn Prozent der Aktivität aufweist und trotzdem dringt, hat ein Fünfzigfach, nicht Fünfzig Prozent, sondern Fünfzigfacher erhöhtes Risiko, ein Speiseröhrenkarz enorm zu bekommen.
00:26:04: Also, das sind die schlecht abbauenden von Acetylhyd.
00:26:08: Wir konnten zeigen, in den Kaukasien gibt es ein Alkohol der Hydrogenase, gehen, dass ebenfalls Polymorph ist.
00:26:18: Also die Alkohol, die Hötel Gnase macht aus Alkohol, Acetaldehyd.
00:26:22: Und da gibt es zwei Alleele, die podieren für ein sehr aktives Enzymen.
00:26:26: Und das macht ungefähr zwei bis dreifach mehr Acetaldehyd als die anderen Six-ADHs.
00:26:32: Und diese Menschen, wenn die chronisch Alkohol trinken, haben auch deutlich erhöhtes Krebsrisiko für verschiedene Krebse.
00:26:37: Also sie haben vollkommen angefolken recht, die Genetik Und die Metabolisierung, d.h.
00:26:42: die Akkumulation von Erzeth Aldig hat im Anfang schon gesagt, spielt eine große entscheidende Rolle.
00:26:48: Und dementsprechend, wir sprachen über das individuelle Risiko.
00:26:52: Das weiß man wahrscheinlich, also nicht jeder hat das genetisch auch versuchen lassen und weiß darüber.
00:26:57: Deswegen sollte man da vorsichtig sein, das kostet viel Geld.
00:27:00: Und wenn sie ein Risiko eines Menschen einschätzen wollen, gibt's natürlich, wie ich schon gesagt, genetisch und nicht genetisch.
00:27:06: Die genetischen weiß keiner, das wird ein Riesen, wenn das jeder haben will, das ist chaotisch, aber die nicht genetischen, die kennt man natürlich.
00:27:16: Und vielleicht soll ich die noch mal zusammenfassen, also für Krebs ist es das Rauchen, die Vorbestehung von Krankheiten, also denken wir an eine vorbestehende Lebererkrankung durch andere Ursachen, ein Reflexerkrankung von dem Magen in die Speiseröhre hinein, Mama-Karzinom, das schon vorhanden ist.
00:27:32: Polypen im Darum, entzündliche Darmerkrankungen, all das sind Vorerkrankungen, die durch Alkohol dann schlechter werden.
00:27:39: Sie haben dann ein erhöhtes Risiko.
00:27:41: Wenn Sie Medikamente einnehmen, einige habe ich Ihnen genannt.
00:27:44: Wenn Sie Vitamin A einnehmen, sollten Sie Alkohol vorsichtig umgehen, weil Vitamin A durch Alkohol Verstoffwechsel wird zu toxischen und apothotischen Stoffwechselprodukten.
00:27:56: Frauen haben generell Ein erhöhtes Risiko für verschiedene Erkrankungen, aber auch für die Lebererkrankungen und den Krebs.
00:28:02: Als wir das zum ersten Mal in den USA vorgestellt haben, habe ich einen Brief der amerikanischen Gastroenterologischen Gesellschaft bekommen.
00:28:09: Und ich wurde darauf hingewiesen, dass ich vorsichtig mit meinen Aussagen sein soll, damit ich die Frauen nicht diskriminiere.
00:28:16: Wenn ich sage, Biologie ist Biologie, da kommen wir nicht dran vorbei und wir haben es dann vorgetragen.
00:28:21: Würden Sie, weil Sie jetzt die Risikofaktoren gerade nochmal mit aufgeführt haben, sagen, ist, Alkohol, vielleicht sind Sie da auch etwas vorgefärbt, aber ist es, wenn Sie diese Kandidatenlage der größte vermeidbare Risikofaktor überhaupt?
00:28:34: Also der größte vermeidbare Risiko ist wahrscheinlich Zigarettenrauchen, aber dann kommt Alkohol schon.
00:28:39: Alkohol ist die wichtigste Droge, die wir haben.
00:28:42: Alkohol ist gesellschaftsfähig, Alkohol riesigen werden unter den Tisch gekehrt, Alkohol riesigen werden durch die Alkoholindustrie counteragiert.
00:28:51: Es wird einfach in all diesen Jahren zu wenig ernst genommen.
00:28:55: In der Zwischenzeit, hatte ich ja gesagt, ist das vielleicht ein bisschen besser geworden.
00:28:59: Und Sie hatten vorhin darauf hingewiesen, die zehn Liter.
00:29:02: Das bedeutet, dass jeder von uns ein Viertel am Tag trinkt.
00:29:05: Aber das tut natürlich nicht jeder.
00:29:07: Dann können Sie sehen, dass Sie hatten das ja vorher erwähnt, wie viele Leute viel mehr trinken, massiv mehr trinken.
00:29:13: Wir haben eine Million Abhängige, aber wir haben neun Millionen, die geschädigt sind.
00:29:17: Das darf man nicht vergessen.
00:29:18: und wir zahlen sechzig Milliarden als Folgekosten im Jahr.
00:29:23: Sechzig Milliarden im Jahr.
00:29:25: Lassen Sie uns diese Einstufung gerne mal vornehmen.
00:29:27: Was ist der Unterschied zwischen, sagen wir mal, riskantem Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit?
00:29:33: Abhängigkeit
00:29:34: ist eine Erkrankung, die zu sechzig Prozent genetisch gesteuert ist.
00:29:39: Wir kennen die Gene immer noch nicht.
00:29:41: Die Amerikaner haben eigentlich ein großes Projekt aufgelegt seit Riesenprojekt, aber sie haben immer noch nicht die Gene herausgefunden, die zur Abhängigkeit von Alkohol führt.
00:29:50: Der Mensch muss jeden Tag Alkohol trinken oder er kann auch mal kurz aufhören, kommt dann aber wieder, das sind ganz seltene Fälle, kommt dann in den Rausch hinein.
00:29:59: Also auf jeden Fall, er muss chronisch Alkohol zugeführt bekommen.
00:30:02: Die Dosen sind höher.
00:30:04: Er vernachlässigt sein Leben, sein Sozialleben, sein berufliches Leben.
00:30:08: Er endet sozusagen dann in der Katastrophe.
00:30:11: Ich kenne Leute, die haben kölnisch Wasser getrunken, die haben Nagelack entfernt getrunken, um ein Alkohol zu kommen, also eine Suchtkrankheit.
00:30:19: Es gibt Leute, die trinken Alkohol, die trinken chronisch Alkohol, die müssen aber nicht süchtig sein.
00:30:23: Die können aufhören.
00:30:24: Das ist eine schlechte Gewohnheit, das ist eingeführt, das machen die jedes Mal den Feierabend, Bier oder was auch immer.
00:30:31: Und diese Missbräuchler, Das heißt, sie missbrauchen Alkohol und schädigen irgendein Orga, irgendeins von den vielen.
00:30:39: Das würde man unter Missbrauch verstehen.
00:30:41: Risikohaftes Alkohol trinken ist ein Detosis die man annimmt, relativ gut annimmt, die dazu führen kann, dass sie Missbrauch, sozusagen, dass sie einen Organ schaden können, obwohl sie es noch nicht tun.
00:30:55: Wer sind die gefährdetsten?
00:30:56: vor Risikopatienten?
00:30:58: Politiker natürlich.
00:30:59: Weil die natürlich immer überall eingeladen werden und überall ein Gläschen trinken müssen.
00:31:04: Gibt es gerade so mit dem Blick auf Abhängigkeits, missbräuchlichen Verzehr, Warnzeichen, auf die man selbst achten kann, Angehörige achten können, um vielleicht auch eine Einstufung für sich
00:31:19: zu finden.
00:31:19: Da gibt es ja viele Tests, das wissen Sie auch.
00:31:22: Es gibt komplizierte Tests, die lange brauchen, um ausgefühlt zu werden.
00:31:26: Ich verweise immer auf einen ganz einfachen Test, das ist der sogenannte Cage-Test, den Sie sich erkennen.
00:31:31: Ich will den kurz zusammenfassen, das sind vier Fragen aus dem Englischen.
00:31:34: Wenn Sie zwei Fragen mit Ja beantworten, dann sollten Sie sich beim Hausarzt vielleicht zunächst mal Hilfe suchen, weil dann ist das Risiko sehr groß, dass Sie abhängig sind.
00:31:45: Also Cage heißt, have you ever cut down?
00:31:48: Haben Sie jemals versucht, Ihren Alkoholkonsum herunterzuschrauben?
00:31:52: A heißt, have you ever been annoyed?
00:31:56: sind sie jemals irgendwie beleidigt gewesen, dass sie angesprochen wurden auf ihren Alkoholkonsum.
00:32:01: Das G steht für guilty.
00:32:03: Haben sich jemals schuldig gefühlt, dass sie Alkohol trinken.
00:32:06: Und das E steht für eye-opener.
00:32:09: Do you need alcohol to open your eyes in the morning?
00:32:11: Brauchen Sie Alkohol, um in die Gänge zu kommen morgens?
00:32:14: Das ist natürlich klar, wenn Sie das brauchen, sind Sie schon auf der Seite.
00:32:19: Also das ist ein ganz einfacher Test, denn sollten Sie sich mal ehrlichkeitshalber selber mit sich durchgehen, ob Sie da dazugehören.
00:32:26: Wenn Sie nicht aufhören können, wenn Sie jeden Tag Alkohol brauchen, ein bisschen ist, Sie hören mal eine Woche auf oder so, dann merken Sie, das geht ganz gut, ich bin nicht abhängig.
00:32:34: Gehen wir noch mal weiter?
00:32:36: Hab ich nämlich in der Recherche gedacht, wahrscheinlich sind Sie müde, wenn Sie die Fragen immer wieder bekommen.
00:32:40: Das ist auch nicht der Versuch von mir herauszufinden.
00:32:43: Sagen Sie mir doch vielleicht doch noch mal, wie viel in Ordnung wäre.
00:32:47: Aber mit dieser Individualität, die Sie angesprochen haben, wie kann ich mich vielleicht realistisch einschätzen?
00:32:53: Es ist gesellschaftlich die Droge, die überall präsent ist und es auch völlig normal ist und unnormal ist, wenn man nicht trinkt.
00:33:00: Ich weiß, Sie sind in der Heidelberger Region, da wird ja auch ganz gerne mal was getrunken, ein Viertelwein.
00:33:05: Es ist gesellschaftlich so angekommen.
00:33:07: Und trotzdem interessiert mich natürlich, woran kann ich es mich orientieren, wenn ich da nicht ganz rauskomme?
00:33:15: und der komplette Verzicht Für immer auch unverständlich.
00:33:18: Ich denke, es gibt viele Leute, die das sich nicht vorstellen können.
00:33:21: Aber sie können sich sicherlich vorstellen, ein paar Dinge zu realisieren.
00:33:26: Man sollte auf gar keinen Fall alleine trinken.
00:33:29: Das macht es nicht gut, wenn dann in einer Gesellschaft, in einer sozialen Gefüge.
00:33:34: Man sollte auf gar keinen Fall jeden Tag trinken.
00:33:36: Das ist ganz schlecht.
00:33:37: Also man muss den Organen, insbesondere der Leber, ein bisschen Zeit zur Regenerierung.
00:33:42: lassen.
00:33:42: Wenn Sie die Woche zwei Gläser weintrinken am Montag und am Donnerstag und am Wochenende vielleicht noch ein schönes Bier, wenn Ihr Fußballverein gewonnen hat, dann ist dagegen wahrscheinlich nichts zu sagen.
00:33:55: Wir halten fest, Alkohol ist ein Toxin, Alkohol ist eine krebseräugende Substanz, Alkohol hat ein Risiko in jeder Dosis, das Leben hat ein Risiko.
00:34:05: Wenn Sie also dieses befolgen, was ich gerade eben gesagt habe, ist Ihr Risiko relativ klein.
00:34:11: Es sei denn, sie sind krank und haben eines dieser Risiken, die ich vorher genannt habe.
00:34:17: Und natürlich war ich da auch nicht ganz komplett, da könnten wir natürlich weitermachen.
00:34:21: Es gibt Risiken, aber die wichtigsten Risiken habe ich, glaube ich, genannt.
00:34:24: Was halten Sie in dem Kontext?
00:34:26: Sie haben mich auch angesprochen, den Januar ohne Alkohol zu sehen.
00:34:31: Ist das eine sinnvolle Strategie?
00:34:34: aus der Regelmäßigkeit rauszubrechen, habe ich schon mitgenommen, das könnte vielleicht auch etwas sein.
00:34:38: Aber macht es Sinn, diesen einen Monat ohne Alkohol, wahrscheinlich statistisch auf den Alkoholkonsum auf das Jahr gesehen noch nicht?
00:34:47: Also Sie haben recht, es gibt keine Studie, die zeigt, dass das auf das Jahr hinaus was bringt, die Studienlage ist.
00:34:55: Es gibt keine guten Studien, aber man muss sich ja nicht immer nur von Studien leiten lassen.
00:34:59: Ich denke, es ist sehr sinnvoll und es ist sehr sinnvoll für den Einzelnen.
00:35:04: Weil innerhalb der kurzen Zeit sich ein paar Dinge bessern, die dazu führen können, dass man sich so gut fühlt, dass man vielleicht auch hinterher im Februar im März weniger oder gar nichts trinkt.
00:35:15: Das gilt nicht für alle, aber das gilt für Einzelne.
00:35:17: Deswegen, glaube ich, ist es sinnvoll.
00:35:20: Das zweite Sinnvolle ist, dass sie natürlich relativ schnell spüren nach drei, vier Tagen, ob sie den Alkohol brauchen oder nicht.
00:35:27: Das heißt, sie machen einen Test mit sich selbst, ob sie abhängig sind oder nicht.
00:35:31: Und dann können sie, wenn sie das spüren, dann können sie Hilfe holen.
00:35:35: Was macht das besser, wenn sie nichts trinken über vier Wochen?
00:35:38: Eine Sache ist es mit Sicherheit und die ganz schnell wirkt ist, sie schlafen besser.
00:35:43: Sie haben einen besseren Schlaf, sie schlafen besser durch.
00:35:46: Sie haben längere Remfasen, das ist diese Rapid Eye-Movement-Phase, wo sie tief schlafen.
00:35:50: Sie wachen ausgeruhte auf, sie sind vierter von Tag, sie sind konzentrierter.
00:35:54: Sie können ihre Arbeit besser bewältigen.
00:35:56: Das gibt es überhaupt keine Frage, das ist eine Subjektivität und die stellt sich ein.
00:36:01: Alkohol hat sieben Komma eins Kilo Kalorien pro Gramm.
00:36:04: Wenn Sie also das lassen über vier Wochen, verlieren Sie vielleicht einen Pfund oder zwei, was ja gar nicht so schädlich sein kann in der jetzigen Zeit.
00:36:12: Sie werden spüren, wenn Sie Medikamente einnehmen zum Bluthochdruck oder zur Rhythmostörung, dass Sie weniger Medikamente brauchen, weil der Blutdruck sich verbessert und auch einzelne Rhythmostörungen wie ventriculäre Extassistolen und so nicht mehr so häufig vorkommen.
00:36:29: Manche haben Hautprobleme, Alkohol stört ein bisschen die Haut mit kleinen Gefäß, Speidern oder auch Menschen mit einer.
00:36:38: Schuppen flechtet, da werden sie merken, das wird alles deutlich besser.
00:36:42: Die Leber entfettet, wir haben das selber gemessen, in zehn Tagen, dreißig Prozent des Fettes ist nach zehn Tagen abständig raus.
00:36:48: Die Leber erholt sich, das tut der Leber sehr gut und ist wunderbar.
00:36:52: Und außerdem, Janowar ist eine Zeit der Infektionen, Alkohol stört das Immunsystem, sie verbessern ihr Immunsystem, das kommt noch darauf.
00:37:00: hinzu.
00:37:01: Und wie Sie schon sagten, der eine oder andere wird dann im Februar vielleicht doch sich überlegen weniger zu trinken.
00:37:07: Aber das ist mehr eine Hoffnung als eine klare Datenlage.
00:37:11: Und dann würde ich nämlich genau da etwas die Perspektive verändern.
00:37:15: von den von Ihnen sehr schön auch beschriebenen und erklärten individuellen Gegebenheiten, Situationen.
00:37:22: Für Sie natürlich die medizinische Perspektive zu Ihnen kommen, wie Sie gesagt hatten, Menschen mit auch schon Schweren Erkrankungen, auch Alkohol bedingt.
00:37:31: Wenn wir rauszoomen und uns den Blick wenden in Richtung Politik und Prävention.
00:37:36: Also wir können das uns selbst nicht bauen, aber ... Sie sagen, über die ganzen Jahre, es verändert sich irgendwie nicht wirklich viel.
00:37:43: Haben wir sinnvolle Präventionshebel oder auch gesellschaftlich, also Preis und Werbung oder Verfügbarkeit, sind zu Themen, ich geh noch mal höher in Richtung Verbot, Prohibition, ist sowas sinnvoll.
00:37:58: Unrealistisch, kontraproduktiv.
00:38:00: Das ist Ihre Einheit.
00:38:01: Sie hat mir schon viele Punkte genannt.
00:38:04: Wir würden gerne, oder ich oder die DHS, sehen, dass wir ein bisschen weniger konsumieren.
00:38:11: Die Italiener ... waren ja im Fußball immer besser als wir und die sind auch beim Alkohol konsumieren besser.
00:38:16: Wir glauben das nicht so richtig, aber es ist tatsächlich so, dass die Italiener zwei Liter Alkohol, reinen Alkohol pro Jahr pro Kopf weniger trinken als die Deutschen.
00:38:25: Mehrfach gesichert, sichere Datenlage.
00:38:27: Also wir sollten ein bisschen weniger konsumieren.
00:38:32: Sie haben drei Punkte angesprochen.
00:38:34: Der Preis ist zu nieder.
00:38:35: Wir haben ja historisch gesehen keine Weinsteuer, der Preis ist zu nieder.
00:38:40: Die Verfügbarkeit ist zu weit verbreitet.
00:38:43: Das haben wir auch.
00:38:44: Da möchte ich ein Beispiel nennen.
00:38:45: Baden-Württemberg war so, dass bis zum Jahr, ich glaube, ich, ... ... die Verfügbarkeit eingeschränkt hat.
00:38:54: Da war von zehn Uhr abends bis morgen sechs Alkohol nicht verfügbar.
00:38:57: Dann kam die Grünen in die Regierung und dann wurde es über Nacht aufgehoben.
00:39:01: Und alle haben sich gefreut, gab Freudenfeier zu dieser Freigabe.
00:39:06: Was natürlich gut ist, wenn man das einschränkt, Die Skandinavier haben das gemacht, von Verboten halte ich gar nicht, da komme ich gleich drauf zu sprechen.
00:39:14: Die Skandinavier haben das immer schon gemacht und die Skandinavier fahren damit ganz gut und sinken auch damit den Alkoholverbrauch.
00:39:21: Die Werbung ist ein weiterer Punkt.
00:39:24: Sie kennen die Werbung.
00:39:25: alle jung, frisch, wunderbar, tanzen auf der Wiese oder am Strand.
00:39:30: Und die schrecklichen Folgen werden dadurch nicht gezeigt.
00:39:33: Und das spricht natürlich gerade eine gewisse Gruppe von jungen Menschen an.
00:39:37: Also, das sind drei Dinge, die wir gerne verändert haben möchten.
00:39:42: Es gab einen Zeitartikel.
00:39:45: Nein, ich glaube, es war in der neuen Zürcher Zeitung vor ungefähr vierzehn Tagen.
00:39:51: über was passiert, wenn Alkohol komplett wegfallen würde.
00:39:57: Ein hochinteressanter Artikel, der geht natürlich auch in die Wirtschaftlichkeit hinein, in den Tourismus, in alles möglich.
00:40:03: Es wird alles beleuchtet.
00:40:05: Und letztendlich haben wir auch die, wir haben ja gelernt aus der Prohibition von den Vereinigten Staaten und auch in Schweden war das mal so, dass natürlich Aktivitäten gesteigert wurden, die nicht sinnvoll sind, kriminelle Aktivitäten, Schwarzbrennerei und all das.
00:40:22: Das wollen wir nicht.
00:40:23: Also wir wollen kein Verbot, wir wollen einen sinnvollen Umgang, wir wollen den Verbrauch senken auf ein vernünftiges Maß.
00:40:31: Wenn uns das klappen würde, dann würden auch die Sechzig Milliarden weniger werden als vorgekostet.
00:40:35: Das würde unserem Staat gut tun.
00:40:37: All das wäre sinnvoll.
00:40:39: Herr Professor Seitz, ich glaube, wir könnten noch sehr viel länger ... weiter sprechen.
00:40:43: Wenn man ihre ganze Forschung durchgeht, hätten wir glaube ich noch ganz viele spannende Ansatzpunkte.
00:40:48: bis hierhin, weil ich ihnen auch nicht noch mehr Zeit nehmen möchte.
00:40:51: Zum Abschluss eine letzte Frage.
00:40:53: Wenn die Menschen, die uns zuhören, die Menschen, die sie sehen, wenn sie denen eine Botschaft mitgeben würden zum Thema Alkohol, um es besser zu verstehen, was sie tun könnten, was wäre das, was sie an die Welt
00:41:06: leben?
00:41:07: zwei Botschaften gerne geben, weil das eine liegt mir sehr, sehr auf dem Herzen.
00:41:10: Schwangere, bitte keinen Alkohol.
00:41:13: Zu keiner Zeit der Schwangerschaft.
00:41:16: Und das zweite wäre, bitte überdenken Sie Ihren Konsum, denken Sie nach, ob Sie das Glas jetzt trinken müssen oder nicht.
00:41:25: Wie bei vielen Dingen, die man zu Sie führt, muss ich das jetzt machen oder nicht.
00:41:29: Und dann kommen Sie vielleicht zu der Bezeugung, ich muss das dritte Klasse das Zweite nicht trinken.
00:41:33: Also überdenken Sie Ihren Konsum mit Alkohol, verantwortungsbewusst und versuchen Sie so wenig wie möglich Alkohol zu konsumieren.
00:41:41: Herr Professor Seitz, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und hier eine sehr deutliche Klarstellung zu dem Thema gemacht haben auf biochemischer Ebene, auf medizinischer Ebene, auf präventiver Ebene.
00:41:53: Und ich freue mich mehr von Ihrer Forschung und von Ihren Themen noch zu erfahren an anderer Stelle und bedanke mich ganz herzlich.
00:42:00: Herr Baumich, danke mich auch und vielen Dank.
00:42:02: Vielen Dank.
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