Heilung ist kein Zufall: Biologische Voraussetzungen für Regeneration (Nicolai Loboda)
Shownotes
„Heilung ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der nur dann ablaufen kann, wenn Nervensystem, Immunsystem und Energieversorgung zusammenspielen.“ Dieses Verständnis prägt die Arbeit von Nicolai Loboda, Gründer des interdisziplinären Therapiezentrums Circles – Layers of Health in Bern. Seit Jahren begleitet er Menschen mit akuten Verletzungen, chronischen Beschwerden und komplexen Heilungsverläufen – von Leistungssportlern bis zu Patienten nach Operationen.
In dieser Episode des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Nicolai Loboda darüber, warum Heilung weit mehr ist als Symptomfreiheit und weshalb sie selten linear verläuft. Zwar folgen Reparaturprozesse – etwa bei Haut, Muskeln oder Knochen – klaren biologischen Abläufen, doch ihr Verlauf hängt entscheidend von den inneren Bedingungen ab. Entzündung ist dabei kein Fehler, sondern der notwendige Startpunkt jeder Heilung.
Heilung wird nicht lokal gesteuert, sondern systemisch koordiniert. Nervensystem und Immunsystem integrieren Informationen aus dem gesamten Organismus und regulieren den Prozess entsprechend. Faktoren wie chronischer Stress, Schlafmangel, Stoffwechselstörungen, Mikronährstoffdefizite oder emotionale Belastungen können diese Regulation messbar beeinträchtigen. Therapeutische Maßnahmen können unterstützen – heilen selbst kann jedoch nur der Körper, wenn Energie verfügbar ist und das innere Milieu stimmt.
Standardisierte Behandlungen reichen daher oft nicht aus. Entscheidend ist, welche beeinflussbaren Faktoren berücksichtigt werden – darunter Schlaf, Stressregulation, Ernährung und Bewegung.
Was unterscheidet Heilung von bloßer Beschwerdefreiheit? Warum verläuft Regeneration selten geradlinig? Und was braucht der Körper, um Reparaturprozesse optimal umzusetzen? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Transkript anzeigen
00:00:00: Eine wirkliche Heilung ist ein Herstellen von einem neuen Zustand, von einer neuen Ordnung, die besser ist als das, was vorher war.
00:00:07: Und
00:00:08: manchmal ist der Prozess dazwischen sehr lang, je nach dem, was das Problem oder was die Störung verursacht hat.
00:00:14: Und nochmal am Schluss macht es dann immer der Körper selber.
00:00:20: Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.
00:00:25: Der Podcast der Paracelsus Gesundheitsakademien mit Matthias Baum.
00:00:32: Hallo Menschen und willkommen zurück im Paracelsus
00:00:35: Lab.
00:00:36: Ob
00:00:36: akute Verletzungen oder chronische Erkrankungen, Menschen suchen nach Heilung.
00:00:42: Sie suchen jemanden, der sie halt und gleichzeitig erleben wir etwas Spannendes.
00:00:47: Manche Wunden heilen scheinbar mühelos, während andere Beschwerden über Jahre bestehen bleiben, trotz moderner Medizin, Therapie und Intervention.
00:00:56: Das wirft eine zentrale Frage auf, was bedeutet Heilung wirklich?
00:01:01: Welche Faktoren braucht ein Organismus, um heilen zu können?
00:01:04: Welche Rolle spielt die Psyche, die Emotionen, Stress, Ernährung, Bewegung und natürlich das Immunsystem?
00:01:12: Und vor allem ... kann uns jemand heilen oder findet Heilung immer im Organismus selbst statt.
00:01:18: Genau darüber spreche ich heute mit jemandem, der täglich genau in diesem Bereich arbeitet, ein absoluter Experte und guter Freund, Nico Loboda.
00:01:28: Er ist Keründer von Circles Layers of Health in Bern.
00:01:33: Das ist ein interdisziplinäres Therapiezentrum, wo genau damit gearbeitet wird, Menschen mit Erkrankungen, mit Verletzungen zu begleiten, Sportlerinnen und Sportler.
00:01:43: Und ich freue mich sehr, lieber Nico, dass du heute da bist.
00:01:47: Hallo, Matthias.
00:01:48: Ich freue mich, dass du mich endlich einlädst.
00:01:50: Wurde auch mal Zeit.
00:01:52: Ja, ich freue mich, dass du Zeit gefunden hast nach gestern Abend.
00:01:56: Das können wir einmal sagen.
00:01:57: Du kommst quasi direkt aus dem letzten Webinar mit zehntausenden Frontalnehmern da drin.
00:02:04: Und kann man an der Stelle mal erwähnen, wo du nicht über Heilung gesprochen hast, ich glaube über antientzündliche Ernährung und chronische Entzündung.
00:02:15: Also möchte ich heute mit dir das Thema Heilung gerne Einmal genauer beleuchten, es taucht immer wieder auf.
00:02:20: Wie schon erwähnt, Menschen suchen nach Heilung.
00:02:22: Gib uns doch mal einen ersten Einstieg, wenn Menschen von Heilung sprechen.
00:02:28: Was meint das?
00:02:29: aus deiner Erfahrung meistens?
00:02:31: Also erst muss ich ganz kurz sagen, es waren zwar mehrere Zehntausend Anmeldungen, aber das lag nicht an mir.
00:02:36: Das ist eher zufällig gewesen, dass ich gerade da gestanden hab, nicht, dass Leute jetzt denken, ich hätte den ganzen Tag eine riesen Horde von Jüngern hinter mir.
00:02:43: Leider ist das nicht der Fall.
00:02:44: Also da muss ich ganz ehrlich ... Ich bin froh, dass das super geklappt hat.
00:02:51: Aber definitiv ist es heute angenehmer, mit dir zu sprechen als mit so einer Riesengruppe von Menschen.
00:02:56: Ich habe deutlich weniger Stress, gute Gefühle.
00:02:59: Also Heilung, ich glaube, da so einen ganz sanften Einschick zu finden, ist gar nicht so einfach.
00:03:02: Weil Menschen, je nachdem, was für Schwierigkeiten sie haben, ganz andere Dinge unter Heilung verstehen.
00:03:08: Man kann das auf ganz banale Dinge beziehen, wie ein Schnitt in den Finger, der dann wieder heilen muss oder aber wirklich Leute, die ... wo es dann wirklich um ganz große Heilungsprozesse geht.
00:03:19: Und Heilung wird ja auch immer auf psychoemotionalen Ebenen ebenfalls als ein Prozess gesehen, der den wünschenswerten Grundzustand und das Wohlwürfchen wiederherstellt, wenn man das so sagen kann.
00:03:32: Und ist dann, wenn du auch Menschen bei dir in der Praxis hast oder im Therapiezentrum viel mehr, würdest du sagen, Heilung ist gleich bedeutend mit Symptomfreiheit?
00:03:43: Das ist eine schwierige Frage.
00:03:44: Ich versuche immer, wenn ich so ein Bild zeichne für die Menschen auch.
00:03:48: Das eine ist wirklich das Wohlbefinden, das andere ist wirklich eine Krankheit.
00:03:53: Und dass es so ein Kontinuum auf dem Weg von richtig krank zu sein, so richtig gut gesund und richtig wohl zu sein, ist ein langer Weg.
00:03:59: Und viele Leute hören eigentlich auf, wenn die Symptome aufhören.
00:04:03: Also das heißt, dass irgendwo sehr mitte sind.
00:04:04: Sie vielleicht, wenn ich sage, von eins bis zehn, zehn ist super, eins ist richtig schlecht, dann hören Sie eigentlich oft zu arbeiten, bei sechs, weil Sie dann wieder alltagstauglich sind, dann wieder arbeitsfähig sind, dann im Alltag wieder gut funktionieren können.
00:04:15: Das ist für mich aber meistens auch relativ weit weg von Heilung.
00:04:17: Das heißt, eine wirkliche Heilung ist ein Herstellen von einem neuen Zustand, von einer neuen Ordnung, die besser ist als das, was vorher war.
00:04:25: Und manchmal ist der Prozess dazwischen sehr lang, je nachdem, was das Problem oder was die Störung verursacht hat.
00:04:32: Viele hören früher auf, die fangen an, wieder Sport zu machen oder den Arbeitsprozess zurückzusteigen, wenn sie eigentlich noch lange nicht gesund sind, aber dass das gerade wieder geht.
00:04:41: Ist dann Gesundheit gleichzusetzen für dich mit Heilung?
00:04:45: Ich wusste jetzt nicht, dass du jetzt so steil einsteigst.
00:04:50: Ich weiß nicht, ich glaube, dass Heilung der Prozess ist.
00:04:53: Und gesundheit ist das Ergebnis.
00:04:55: Und deswegen ist es manchmal so schwierig.
00:04:57: Heilung ist definitiv kein passiver Prozess.
00:05:00: Weil Gesundheit auch kein passiver Prozess ist.
00:05:02: Gesundheit ist im Endeffekt das, was wir bekommen für eine Investment, das wir tun.
00:05:07: Ob das jetzt im Thema Ernährung ist oder Verhalten oder Bewegungsverhalten oder das Mindsetting oder das, wie ich mich umgebe, was ich in meinem Leben alles so tue, mein ganzer Lebensstil.
00:05:17: Also all das ist das, was ich investiere und das Ergebnis daraus ist dann Gesundheit.
00:05:21: Und Heilung ist ja eher was, was wir häufig so aufgabenspezifisch sehen.
00:05:25: Also eine Verletzung oder eine Operation.
00:05:27: Und das muss dann, die Wunde muss dann geheilt werden.
00:05:29: Das führt dann auf der Ebene zur Gesundheit, lokal oder vielleicht auf ein System bezogen, auf das Gesamtsystem bezogen.
00:05:36: Heilung als Ganzes ist dann wahrscheinlich eher ein spiritueller Begriff oder vielleicht auch ein religiöser Begriff.
00:05:42: Weiß ich nicht, ob das ...
00:05:45: Aber da will ich heute auch mit dir drauf schauen.
00:05:47: Aber du hattest eben im Vorgespräch quasi schon erwähnt, das Besondere, wenn wir über Heilung oder gerade jetzt mal, nehmen wir mal speziell dieses Thema Wundheilung nehmen, dann ist das eigentlich ein biologischer Prozess, der sehr klar beschrieben werden kann und sehr ... klare Abläufe hat und Zeiträume mit dabei hat.
00:06:04: Und für die Menschen, die sich nicht damit auskennen, könntest du uns das einmal einführen, was das an eigentlich bedeutet.
00:06:10: Also wie läuft der Prozess der Heilung, der Wundheilung grundsätzlich
00:06:14: ab?
00:06:15: Also ich finde es eigentlich gut, wie du es beschrieben hast, weil es gibt viele Dinge in der Medizin, die nicht so klar sind.
00:06:20: Die Wohnteilung ist eigentlich was, das ist sehr strukturspezifisch.
00:06:22: Das heißt, dass eine Haut hat andere Wohnteilungsmechanismen und Zeiträume, als das jetzt beispielsweise ein Knochen hat oder ein Knorpel oder eine Bandscheibe oder sowas.
00:06:30: Aber eigentlich weiß man, je nachdem, welche Struktur verletzt ist, ziemlich genau, was da jetzt geschieht und wie lange das dauern wird.
00:06:36: Das heißt, dass eine von den Dingen in der Medizin, die wahnsinnig gut kalkulierbar ist.
00:06:40: Das heißt, eigentlich weiß ich jetzt schon, Wenn alles normal verläuft, wenn ich mir den Finger schneide, wie lange es dauert, bis das wieder Gewebe gegeben hat, das funktioniert und belastbar ist.
00:06:49: Das Gleiche gilt für Kreuzbandrisse, für Muskelfaserrisse, für eine Blinddam-Operation.
00:06:53: Das bedeutet eigentlich, dass es sehr gut orchestrierbar war.
00:06:56: Das wäre eigentlich der normale Weg.
00:06:58: Wir haben verschiedene Phasen, die sind jetzt nicht so wahnsinnig relevant, wie man die nennt, aber da geht es eigentlich los, dass am Anfang erst mal eine Entzündungsreaktion startet, die die Grundvoraussetzung für die ganze Reparaturprozesse und die Regeneraturprozesse ist.
00:07:09: Danach kommt das dann wieder zu einer kompletten Aushaltung der Struktur oder des Organs.
00:07:14: Und das ist eigentlich, ja, vielleicht nicht auf den Tag, aber mehr oder weniger auf einen relativ konkreten Zeitrahmen zu beschränken.
00:07:24: So sollte es eigentlich sein.
00:07:25: Es ist aber meistens nicht der Fall.
00:07:28: Und das finde ich interessant, weil wenn du sagst, ich habe eigentlich sehr genaue, auch gewebsspezifische Zeiten, wann eigentlich etwas wieder geheilt sein sollte, gibt es viele Faktoren, die quasi den Heilungsverlauf und den Prozess mit beeinflussen.
00:07:42: können wir das mal im groben Einteilen, weil das für viele natürlich wahrscheinlich die erste Frage ist, warum halt manchmal etwas extrem schnell, also fangen wir wieder bei dem bei dem Schnitt den Finger an und auch gut und vielleicht auch ohne größere Narben und dann sind andere Wunden, die auch weiter offen bleiben und wenn wir das mal übertragen auf chronische Krankheiten, dann scheint ja irgendwie Heilung final auch nicht ganz stattzufinden.
00:08:09: Also was ist das, was das System durcheinander bringen könnte?
00:08:12: oder wo sehen wir Probleme im Heilungsprozess?
00:08:15: Also ich glaube, was auf jeden Fall eine Veränderung ist in dem Gedankenkonstrukt, wie die Medizin das sieht, kann man eigentlich sagen, es hat so ein bisschen so einen Wandel gegeben auch in dem Verständnis über Wundheilungsprozesse, weil das eben nicht was, was ausschließlich autonom, ohne dass wir es beeinflussen.
00:08:35: Es ist so, dass alle Informationen, die während der Verletzung geschieht oder während der Operation oder während ich mich infiziere an einem bakteriellen Infekt oder viralen Infekt, also alles, was gleichzeitig geschieht in diesem Moment, wo ich krank werde, wird eigentlich mit informiert ins Gehirn und er wird gesagt, er passt mal auf, derjenige der Patientin Y hat sich gerade irgendwie einen Kreuzband gerissen und es war Spiegel ist neun.
00:09:01: Die Mutter hat totale Panik gehabt.
00:09:03: Er war fünf Wochen vor der WM und seine Frau ist im sechsten Monat schwanger.
00:09:07: Das sind Informationen, die werden mitverarbeitet.
00:09:10: Ja, das hat sich jetzt sehr weit, aber im Endeffekt ist es genau das, was geschieht.
00:09:12: Der andere hat den gleichen Kreuzband-Riss, drei Wochen früher, hat eh keinen Bock mehr auf Sport, ist total happy in seiner Beziehung, möchte sowieso ab in drei Monaten studieren gehen.
00:09:21: und ist total kerngesund, auf anderen Ebenen hat einfach Pech gehabt, ist eine andere Voraussetzung.
00:09:26: Weil die Informationen, die mitverarbeitet werden, werden alle mit auch abgespeichert und wird in so ein genanntes Immunogramm abgelegt.
00:09:31: Das heißt, im Gehirn wird eigentlich verarbeitet.
00:09:33: Was kommt da alles an Informationen?
00:09:35: Dann wird ein Behandlungsplan entwickelt, der sagt, das ist das Problem, das ist die Lösung, die wir anbieten.
00:09:41: Das heißt also, alle Informationen, die gleichzeitig ankommen, werden mitverarbeitet.
00:09:45: Und das ist vielleicht noch ein bisschen wichtiger, weil das nicht so weit weg ist.
00:09:48: Alle Informationen, die nicht ankommen, die ankommen müssten, werden leider nicht gesehen.
00:09:54: Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel frühzeitig schon mit Medikamenten interveniere, das heißt Leute nehmen Schmerzmedikation oder die machen irgendwie Entzündungshemdermedikamente, die alle ihre Berechtigung haben, aber in manchen Momenten einfach viel zu viel, viel zu früh und viel zu lange eingesetzt werden, dann werden natürlich auch Informationsflüsse unterbrochen oder unterdrückt, das ist das, was natürlich den Schmerzhemmenden-Effekt, den Entzündungshemmenden-Effekt hat.
00:10:16: Das ist ja auch gut so.
00:10:18: Aber die Information kommt aber auch nicht an.
00:10:20: Das heißt, der Behandlungsplan ändert sich, weil Teile der Information nicht abgelegt worden sind.
00:10:25: Das kann durchaus eine Störung verursachen.
00:10:27: Nur zum Verständnis.
00:10:28: Behandlungsplan meinst du der Körper eigene Behandlungsplan?
00:10:31: Ja.
00:10:31: Okay, und du willst auch sagen, dass wenn ich mich auch nun verletze, mir einen Kreuzband reise oder wie auch immer, das nicht lokal bestehen bleibt, sondern dieses Immunogramm bestehend aus, vielleicht kannst du uns das gleich noch mal genauer beschreiben, was damit genau gemeint ist, aber eine Information quasi an das zentrale Nervensystem sendet und dadurch der Heilungsprozess beeinflusst wird.
00:10:56: Und je nachdem, welche Informationen oder auch Belastung, und du hast schon erwähnt, also ob nun als verschiedenen Lebensbereichen, also eben auch psychieemotionale Faktoren, soziale Faktoren, spielen dort alle mit rein und werden den eigentlichen, sehr klar strukturierten Heilungsablauf, Wundheilungsablauf beeinflussen.
00:11:14: Positiv wie negativ.
00:11:15: Ist das richtig?
00:11:15: Ja.
00:11:16: Also man kann sich eigentlich vorstellen, es ist so wie, es gibt zwei grobe Ebenen, die bei so einer Verletzung aktiviert werden.
00:11:21: Das eine ist die neurologische Ebene, das andere ist die immunologische Ebene.
00:11:26: Das ist das, was wir dann als Schmerz empfinden, beispielsweise.
00:11:28: Die Information, wo ist die Verletzung, wie stark ist die Verletzung, welche Gewebsstruktur wurde verletzt, wie lang war die Krafteinwirkung, was auch immer.
00:11:34: Das sind alles so Informationen, die werden weitergeleitet und dann gibt es ein bisschen Zeitverzögert.
00:11:38: Eine immunologische Reaktion.
00:11:39: Das heißt also, das Immunsystem wird aktiv.
00:11:42: sendet Informationen ans Gehirn.
00:11:43: Und diese beiden Informationen gemeinsam informieren das Gehirn darüber eigentlich, was ist jetzt da genau passiert?
00:11:49: und sagen eigentlich auch schon, hey, was es alles braucht, weil je mehr Struktur verletzt ist, je klarer die Information ist, je konkreter dieser Cocktail an, meinetwegen, Zytokinen, also in Botenstoffen ist, die im Gehirn ankommen, desto klarer weiß das Gehirn oder desto klarer ist das Bild, was das Gehirn hat, aber was ist denn da genau passiert?
00:12:05: und darauf kann man dann adäquat reagieren.
00:12:08: Und das ist eigentlich das, was wir dann als Immunogramm bezeichnen.
00:12:10: Und das ist der Behandlungsplan.
00:12:12: Und alles, was das stört, alles, was zum Beispiel die neurologische Information, den Fluss stört, alles, was Immunologische Information stört und alles, was vielleicht auch noch anwesend ist, was man gar nicht so genau messen kann.
00:12:25: Also es gibt ja Dinge wie Nanopartikel oder Pestizide, Schwermetalle, was auch immer die Onlerrolle spielen könnten.
00:12:30: Die kann unser Immunsystem vielleicht irgendwie wahrnehmen, aber unser Neurologisches System kann das nicht wahrnehmen.
00:12:35: Das heißt, wir haben keine Rezeptoren dafür.
00:12:36: Und dann kommen Informationen an, die nur von einem System aktiviert werden.
00:12:40: Er sagt, ich weiß nicht genau, was das ist.
00:12:42: Ich mache mal eine Reaktion, aber so ganz zielgerichtet kann ich das irgendwie nicht.
00:12:46: Und dann kommt, wie du sagst, der psychologische Aspekt dazu.
00:12:48: Das ist ja im Endeffekt ebenfalls Biochemie.
00:12:50: Das heißt, es kommt auch auf dieser Ebene Biochemie oder auch über neurologische Strukturen, kommt da auch eine Information an.
00:12:56: Und das wird dann im Schluss verarbeitet und daraus entsteht eigentlich quasi das, was die Strategie, die gemacht wird, um das zu heilen.
00:13:02: Und das heißt für mich aber auch, dass wir bei jedem Wohnteilungsprozess oder bei jedem Heilungsprozess immer eine systemische Reaktion haben.
00:13:12: Also es ist nie nur hier etwas am Immunsystem das arbeitet, sondern die Information ist direkt immer im Austausch und orchestriert für das ganze vom Nervensystem.
00:13:21: So kann man es sagen.
00:13:22: Also natürlich gibt es auch lokale Geschehen.
00:13:24: Also eigentlich ist das zentrale Nervensystem bei den allermeisten Situationen nicht interessiert, permanent involviert zu sein.
00:13:30: Das Gehirn hat kein Interesse, nonstop Informationen zu bekommen über deinen linken C. Also wenn da mal was kaputt geht oder eine Zelle untergeht oder Schmerz weitergeleitet wird, sagt das Gehirn ganz schnell.
00:13:39: dann hemmt das die Information neurologisch nach unten und sagt, regelt das mal selber lokal.
00:13:44: Das ist eigentlich das, was geschieht.
00:13:45: Aber je intensiver die Verletzung ist und je mehr Beteiligung auf anderen Ebenen stattfindet, desto mehr übersteigt das quasi diese Hemmung und kann dann in den Hirnzentren weiter nach oben steigen, bis es halt nicht nur auf einer informativen Ebene ankommt oder auf einer emotionalen Ebene ankommt, sondern auch auf einer kognitiven Ebene, sodass wir uns dann intellektuell auch mit dem Thema beschäftigen müssen.
00:14:04: Sehr logisch.
00:14:04: Das heißt, wenn ich eine Verletzung habe oder ich schneide mir einen Finger und habe irgendwie mit einem dreckigen Küchen.
00:14:09: Das ist der kognitive Teil.
00:14:15: Dann macht ein Pflaster drauf.
00:14:17: Dann sagt die Ratio, ich kann ausschalten.
00:14:22: Dann merkst du das gar nicht mehr.
00:14:26: Das hat jetzt wieder weh getan, dann wird es wieder zentral, aber sonst wird es eigentlich nach unten und dann findet die Regelung oder die Organisation und die Lösung in der Peripherie statt.
00:14:34: Aber je nachdem, wie groß es ist und wie wichtig es ist, schalten sich dann immer wieder übergeordnete Zentren mit ein.
00:14:40: Und würdest du sagen, das fege steuerte, also ein verändertes Immunogramm, eine Fehlinformationen, die ankommen, die irgendwie interpretiert werden und den Behandlungsplan quasi mit beeinflussen, dass das das zentrale Problem auch ist bei der Entstehung von chronischen Krankheiten, weil die Heilung letztendlich gar nicht richtig ablaufen kann?
00:15:02: Also ich glaube, da muss man einen Unterschied machen.
00:15:04: Also ich glaube, eine Verletzung, die chronifiziert, weil initial die Informationen nicht optimal weitergeleitet werden konnte oder nicht weitergeleitet worden ist.
00:15:13: Da rede ich vielleicht von der Chronifizierung von der Wunde.
00:15:15: Also vielleicht irgendwie ein Sprunggelenk, was eine Verletzung gemacht hat, ein banalen Bänder ist und dann ist das alles nicht so gut gelaufen.
00:15:22: Ganz früh schon vielleicht medikamentöse Interventionen oder ganz früh schon sehr viel Eisanwendungen, ein bisschen Stress, zu früh wieder belastet.
00:15:29: Dann ist es so, dass Leute vielleicht ein Jahr später, zwei Jahre später immer noch wieder Schwierigkeiten mit diesem Gelenk haben.
00:15:34: Was nicht ungewöhnlich ist, weil in der Regel ist es so, dass wir ja nicht mit kompletter Regeneration von Bindegewebe reagieren, sondern eigentlich mit Reparation.
00:15:41: Das heißt, Narbengewebe ist jetzt nicht was Unnatürliches oder Narbengewebe an sich ist nicht was Falsches.
00:15:46: Aber zu viel Narbengewebe ist eigentlich immer ein Zeichen dafür, dass man sagen muss, irgendwas ist da in der Organisation von dieser Wundheit und nicht optimal gelaufen, wodurch hat mehr Unspezifisches Gewebe produziert worden ist als das Spezifische.
00:15:58: Das hat auch mit den Reizen zu tun, die gemacht worden sind.
00:16:00: Also das ist definitiv eine Sache, die vielleicht dann lokal für so ein bisschen eine übergeordnete Störung oder vielleicht so was wie eine Chronifizierung, wie du es genannt hast, spricht.
00:16:11: andererseits chronische Krankheit.
00:16:12: Und da sprechen wir jetzt von von den Sachen wie Psoriasis oder meinetwegen Krebs oder Morbus Crohn, Kulizulcerosa, MS, Parkinson, was auch immer.
00:16:20: Das hat natürlich noch ganz viel mehr andere Aspekte im Hintergrund.
00:16:23: Aber auch dort ist es so, man eigentlich sagen kann, wenn das initial alles optimal gelaufen wäre, jede Situation in deren Leben auf wundteilungsimmunologischer Ebene, Wobei da die Einflussfaktoren natürlich auch sehr groß sind, da kommen wir wahrscheinlich nicht zu, das alles zu besprechen und schon gar nicht für alle Krankheitsbilder.
00:16:40: Aber wenn da Initial alles immer optimal gelaufen wäre, was die Mikronährstoffe anbelangt, was die immunologische Organisation anbelangt, was den Oxyativen Stress anbelangt, dann wäre das wahrscheinlich gar nicht zu dieser chronischen Krankheit gekommen.
00:16:53: Das heißt also eigentlich stimmt immer schon auch auf energetischer Ebene irgendwo was nicht und das meistens auch im zentralen Nerven zu sehen, weil sonst hätte das immer schon die optimale Lösung angeboten.
00:17:04: Okay, und damit will ich jetzt nicht sagen, dass Leute die Parken in den Sonnen haben Schuld daran tragen oder doof sind oder so was oder Fehler gemacht haben, aber das ist so hochkomplex das Thema, dass dann Dinge wie zum Beispiel die Sonneneinstrahlung oder die Pestizidbelastung in der Umgebung oder die Beziehung zu deinen eigenen Eltern oder die Stresssituation in der Schule in der Rolle spielen kann, dass initial im Immunsystem schon was so abgelaufen ist, dass es nicht optimal zu einer Lösung geführt hat.
00:17:27: Lass uns bitte einmal strukturell drauf schauen, um eine Situation zu erzeugen, ein Milieu zu erzeugen, eine Umgebung zu erzeugen, die notwendig ist, dass Heilung dann wirklich ablaufen könnte.
00:17:38: Du hast gerade schon so verschiedene Aspekte mit angesprochen, auch Mikronährstoffebene.
00:17:43: Was kann man unterstützen tun bei Verletzungen?
00:17:46: Gibt es grundsätzliche Dinge oder ist das auch wirklich dann gewebsspezifisch, worauf man achten sollte?
00:17:51: Und was ist das, worauf ich als erstes achten muss bei einer guten Verletzung in der Entzündungsphase und dann natürlich auch für die Gewebsregeneration oder Reparation?
00:18:01: Also, man muss nicht immer alles machen.
00:18:04: Das ist ganz wichtig.
00:18:04: Natürlich, wenn wir jetzt über die Psyche sprechen und über die Ernährung und den Mikronährstoffhaushalt und meine wegen der Vitamin D-Spiegel und so weiter und so weiter und man muss nicht bei jedem Patienten in aller Aspekte bedienen.
00:18:14: Das ist ja logisch.
00:18:15: Aber man muss schon mal breit schauen am Anfang und sagen, was könnte denn jetzt hier das Problem sein?
00:18:19: Ist es jetzt jemand, der zum Beispiel wahnsinnig viel Stress hat?
00:18:22: Ist es jemand, der raucht?
00:18:23: Ist es vielleicht?
00:18:24: Ist es jemand, der vegetarisch lebt?
00:18:26: Oder ist es jemand, der vegan lebt?
00:18:27: Ist es jemand, der vielleicht in der beruflichen Situation ist, dass der eigentlich nach einer Verletzung oder nach einer Operation unmittelbar später wieder einsteigen muss in den Arbeitsprozessen, deswegen viel sitzt?
00:18:36: Ist es jemand, der Achtzig ist oder jemand, der zwölf ist?
00:18:38: Also das sind alles Aspekte, die man vorher anschauen muss, um zu gucken, okay, was könnte jetzt diese Person spezifisch zusätzlich zu dem grundsätzlichen Thema Wunder noch brauchen?
00:18:48: Okay, das ist also was, was man vielleicht so instinktiv als Therapeute oder als Therapeuten schon irgendwie macht.
00:18:54: Aber so richtig berücksichtigen tut man das eigentlich nicht.
00:18:56: Das heißt, du behandelst eigentlich jetzt eine Muskelverletzung in der Regel gleich.
00:18:59: Also, wenn du jetzt einen Spitzen-Sportler hast, gibts dir vielleicht ein bisschen mehr Mühe.
00:19:02: Wenn es jetzt irgendwie ein breiten Sportler ist, der vielleicht nur zwei Mal die Woche joggen geht, machst du vielleicht ein bisschen weniger Intensität.
00:19:07: Aber grundsätzlich müsste man darauf gucken, was sind denn die ganzen Rahmenbedingungen, die bei den Patienten oder der Patienten jetzt vorliegen?
00:19:14: Das finde ich wirklich wichtig, dass man das einmal so sagt.
00:19:17: Damit kann man schon Gucken, was braucht man denn überhaupt?
00:19:20: Man braucht nämlich, wie gesagt, nicht bei allen alles.
00:19:22: Du musst jetzt nicht jedem Patienten dreißig Supplemente mitgeben und eine Atemübung und den ins Eisbad stecken und meinetwegen auch eine Familienaufstellung machen.
00:19:28: Das muss man nicht bei jedem machen.
00:19:30: Aber manchmal ist das ein Teil der Lösung.
00:19:32: Oder wenn das alles nicht berücksichtigt wird, ist das ein Teil dessen, worum Wunde dann halt plötzlich nicht so halt, wie ich das möchte.
00:19:39: Das heißt, es geht darum, ob man das jetzt lokal oder systemisch anschaut oder global anschaut.
00:19:44: Es geht immer darum, dass das Milieu, in dem der Mensch oder in dem die Zelle sich befindet, eigentlich angemessen sein soll für das, was die Zelle tun soll.
00:19:52: Das heißt, es gibt ein spezifisches Milieu für eine Knochenzelle.
00:19:55: Es gibt ein spezifisches Milieu für eine Muskelzelle.
00:19:58: Und die haben eine bestimmte Art von Sauerstoffparzialdruck, von pH-Wert, von Mikronährstoffversorgung, von Belastung.
00:20:04: Das ist das, was eine Zelle eigentlich braucht.
00:20:06: Und dann kann man das weiter aufmachen und sagen und der Mensch ja auch.
00:20:08: Das heißt, wenn der Mensch nicht im optimalen Milieu ist, aufgrund dessen, wie er ist, aufgrund dessen, was ihn umgibt, dann ist das wahrscheinlich nicht optimal, dass das System sagt, hey, du hast jetzt eine Wunderheilungssituation.
00:20:19: Aber du hast einen Riesen- Stress, folgt da eine Schuldensituation, hast du einen Streit in deiner Beziehung, dann wird die Energie dorthin gegeben, wo der Fokus sitzt.
00:20:26: Wenn der Fokus in der Beziehung ist, dann geht die Energie in die Beziehung und nicht in die Wohnteilung vom Knie.
00:20:31: Und das ist das, was ich meine.
00:20:32: Das Milieu spielt eine große Rolle.
00:20:33: Und dann halt die Milieu-Faktoren.
00:20:35: Je nachdem, um was es geht, geht es jetzt um die Zelle, dann ist es der pH-Wert und den Sauerstoffpaziatok zum Beispiel und die Mikronährstoffe.
00:20:41: Geht es um das Gesamtsystem?
00:20:42: Wie kommt der Patient in eine Situation, wo er überhaupt In einem Zustand kommt, in dem Heilung möglich wird, wenn wir jetzt wieder am Thema Heilung sind, ist das immer eigentlich ein parasympathischer Zustand.
00:20:53: Das heißt, ich sage nicht, dass Leute total entspannt sein müssen, aber sie müssen immer wieder mal parasympathisch sein, damit sie überhaupt in einen Heilungsprozess kommen können.
00:21:03: Und deswegen ist Leute mit wahnsinnig einer Stressbelastung, da muss man eigentlich den Stress adressieren, damit man in die Heilung kommen kann.
00:21:10: Damit es lokal möglich wird.
00:21:12: Und
00:21:12: das siehst du sowohl bei akuten Verletzungssituationen, als auch bei konischen.
00:21:17: Und ist das quasi für dich, oder für euch auch im Zentrum, im Therapiezentrum, quasi, nehmt uns mal so mit, also eine Person kommt nach Verletzung, vor der Operation, nach der Operation.
00:21:30: Es geht um die Wiederherstellung, es geht um Heilung.
00:21:34: So, und lass uns mal konkret versuchen, festzuhalten, was sind dann ... weil sonst ... Sie sind natürlich unterschiedliche Bereiche mitinvolviert.
00:21:42: Das ist schon klar.
00:21:43: Aber was sind die Faktoren, wo du strukturell darauf achten würdest?
00:21:47: Du hast Energieverteilung eben angesprochen.
00:21:49: Was ist mit Schlaf?
00:21:51: Was ist mit Stresssohren, dass die identifiziert werden?
00:21:55: Wie baust du das
00:21:56: auf?
00:21:57: Also, da spreche ich mir immer von so der Triage.
00:21:59: Das ist schon wichtig, dass man das Initial macht.
00:22:01: Also grundsätzlich kommt jetzt jemand und du kennst ja die Situation und die Umstände nicht.
00:22:04: Da kommen die mit irgendeiner Art von Verletzungen.
00:22:06: Das ist wirklich dann egal, was es ist.
00:22:08: Ob es jetzt was chronisches ist oder was akutes.
00:22:10: Weil eine chronische Verletzung ist meistens so, ja, die behandelt man dann irgendwie auch als chronische Verletzung oder als chronisches Problem.
00:22:15: Akute Situationen werden aber auch häufig nicht angemessen berücksichtigt, dass man sagen kann, da kann auch chronifizierende Problematiken schon dahinterstecken, dass es überhaupt zu dieser Verletzung gekommen ist.
00:22:25: Das ist eine Sache, die mir wichtig ist, dass man das schon mal unterscheidet.
00:22:27: Also nicht jede Situation, die aussieht wie eine akute Verletzung, ist tatsächlich auch ausschließlich eine akute Verletzung.
00:22:32: Da können sehr viele Stoffwechsel- und metabolische Prozesse dahinter stecken.
00:22:35: Da können psychische, emotionale Komponenten drin sein, die das überhaupt erst möglich gemacht haben, dass dieser Mensch sich so verletzt.
00:22:41: Aber wenn ich von so einer Triage spreche, ist eigentlich so, dass wir gucken müssen, okay, was braucht denn diese Person, damit es optimal ablaufen kann?
00:22:51: Wenn ich das sehe, kommt jemand mit einem Diabetes.
00:22:56: Der muss auf einer metabolischen Ebene behandelt werden.
00:22:58: Der muss eine Ernährungsberatung arbeiten.
00:23:01: Der muss die Medikation angepasst werden, damit ein Wunderungsprozess funktioniert.
00:23:12: häufig aufgrund des Zeitdrucks, aber auch der Möglichkeiten, sehr viel umfassender Arbeit und als das vielleicht bei normalen Menschen geschieht.
00:23:18: Das sind ganz viele Sachen auch in Ordnung.
00:23:20: Ich brauche nicht die gleiche Betreuung wie jetzt jemand, der in einem halben Jahr zu einer Weltmeisterschaft fährt.
00:23:24: Das ist mir schon auch klar.
00:23:25: Aber dort ist ja nicht so.
00:23:26: das nur, weil die jungen und gut aussehend sind, dass sie keine Probleme haben.
00:23:30: Die haben wir genau die gleichen Probleme.
00:23:31: Streit in der Partnerschaft, Schwierigkeit mit den Vermietern, irgendwelche Intoxikationen, weil sie in der Wohnung leben, wo Schimmel ist, dann irgendwie Mikronährstoffmangel-Situationen, Jetlag, weil sie viel reisen müssen, finanzielle Problematiken, Drucksituationen von außen.
00:23:44: Das sind ja alles Themen, die sowas beeinflussen.
00:23:46: Und jetzt mal als Beispiel, ich habe vor ein paar Jahren eine Sportlerin gehabt mit einer wirklich schwierigen Schulterluxation und die mit einer Paräse, weil die über anderthalb Stunden lang die Schulter nicht reponiert bekommen haben mit einer Situation, wo ich wusste, wenn diese Patientin ganz normal, standardmäßig, jetzt sportmedizinisch betreut wird, fährt das an die Wand, das funktioniert nicht.
00:24:06: Und das System davon zu überzeugen, zuzuwarten mit der Operation, die erst energetisch, emotional und auch mikronährstoffmäßig auch so aufzubauen, dass die überhaupt in der Lage kommt, die Operation erfolgreich zu bestehen, sozusagen, nicht zu überleben, logisch überleben, aber dass das nachher auch dann das System, die Energie bekommen kann, dass es gut aushalt.
00:24:26: Dazu ist dann Arbeit nötig, wie zum Beispiel kinesiologisch zu arbeiten, um diese Traumakomponenten zu lösen, vielleicht über Hypnose zu intervenieren, in der Ernährungsmedizin zu arbeiten und zu sagen, wie kriegt man die Patientin richtig aufgebaut?
00:24:37: Wie ist die Mikronärschersung?
00:24:38: Oder auch homöopathisch zu begleiten?
00:24:40: Wie kriegt das Nervensystem wieder so reaktiviert und so beruhigt, dass es wieder in die Heilung gehen kann?
00:24:45: Das hört sich jetzt alles ein bisschen abgehoben an.
00:24:47: Aber das ist Alltagsarbeit.
00:24:50: Nicht bei allen notwendig.
00:24:52: Aber bei manchen ist es definitiv so, dass man merkt, Wenn du das Standardprogramm machst, dann funktioniert das nicht.
00:24:58: Weil das Standardprogramm bedeutet?
00:25:00: Was würde dann gemacht werden?
00:25:02: Das ist ein großer Vorwurf in der Medizin.
00:25:04: Im Endeffekt, das Standardprogramm bei Wohnteilung ist eigentlich nichts.
00:25:08: Immobilisation.
00:25:09: Und zu gucken, dass das Gebe von alleine irgendwie sich zusammenwächst.
00:25:12: Entweder mit einer Platte oder mit einem Gips oder mit einem Vakopätschuh oder mit einer Schiene oder mit einem Tape.
00:25:17: Und dann, Entzündungshemmedikamente, damit Leute das nicht so stark merken, damit sie im Alltag nicht so eingeschränkt sind.
00:25:22: Das ist eigentlich die Therapie.
00:25:24: Und dann kommt irgendwann dann Physiotherapie oder die Trainingstherapie hinten dran, dass man sagt, jetzt kannst du es wieder anfangen zu belasten, wieder anfangen zu mobilisieren.
00:25:32: Aber das ist ja nur ein Teil der Wahrheit.
00:25:34: Und das ist definitiv für mich immer ein Riesen.
00:25:37: Ich bin immer sehr überrascht darüber, wie wenig sich die Fachbereiche eigentlich beschäftigen mit der Basisversorgung von den Menschen.
00:25:44: Das heißt, damit das heilen kann, braucht man gewisse, keine Ahnung, Mikronährstoffe, Eiweißkomponenten, irgendwelche gewisse Maßnahmen.
00:25:54: Und wenn ich das weiß, dann muss ich das doch anbieten.
00:25:56: Das heißt, wenn ich Collagen brauche, dann muss ich einen Collagen anbieten.
00:25:59: Wenn ich weiß, dass ich für eine Knochenheilung Vitamin K II und Vitamin D brauche, dann muss ich das zumindest mir angucken, wie das bei den Patienten ist.
00:26:05: Ist es dir gut versorgt?
00:26:06: Ja oder nein?
00:26:07: Wenn nicht, muss ich das anbieten.
00:26:08: Und dann ist das kein Zufall.
00:26:10: Also, dass die Leute dichten Knochen bekommen nach einer Knochenfraktur, dass das in dem Zeitraum aushalt, in dem es eigentlich, wie wir eben gesagt haben, hätte planbar sein können.
00:26:20: Das kann man dem Zufall überlassen.
00:26:22: Das klappt auch bei den allermeisten Menschen.
00:26:24: Klappt das ja auch einigermaßen, das ist ja der Witz.
00:26:26: Aber bei einigen klappt es nicht.
00:26:27: Dann sagt man nachher, was ist denn jetzt da nicht gut gelaufen?
00:26:30: Wieso ist das Bonebrust dann immer noch nicht wieder ausgeilt?
00:26:32: Wieso ist der Knochen, obwohl die Plattenversorgung gut war, immer noch nicht in Ordnung?
00:26:36: Und das ist das, wo ich sage, da fehlt eigentlich der Einblick und die Motivation initial schon mal Sachen mit zu berücksichtigen, den Patienten oder der Patienten anzubieten, die relevant sind, dass es wirklich auch gut ablaufen
00:26:47: kann.
00:26:47: Aber würdest du dann sagen, Heilung ist etwas, was mehr von innen heraus kommt oder von außen gesteuert wird.
00:26:54: Und in dem Kontext auch die Frage, heilt die Therapie oder deine Maßnahmen auch oder die die verschiedenen Ansätze im Therapiezentrum insgesamt?
00:27:03: Oder wie würdest du das einschätzen?
00:27:05: Ich finde, das ist eine schöne Frage, weil da liegt natürlich ziemlich viele Möglichkeiten drin, dass man in beide Richtungen gehen kann.
00:27:11: Ich glaube, dass der Therapeut oder die Therapeut den großen Einfluss nehmen kann.
00:27:14: über die Maßnahmen oder über die Angebote.
00:27:16: Und das ist ja egal, ob man es jetzt auf biochemischer Ebene, auf Mikronährstoffversorgung, automolekular oder über Therapietechniken von außerhalb, über manualtherapeutische Maßnahmen, über Trainingsmaßnahmen, spielt eigentlich mal keine Rolle.
00:27:27: Das ist auf jeden Fall der Einfass, das ist groß.
00:27:29: Und ich glaube auch, dass der psychoemotionale Unterstützungsfaktor groß ist.
00:27:32: Das heißt, eine gut geleitete Rehabilitation nach großen Operationen und nach großen Verletzungen spielt eine Riesenrolle.
00:27:37: Deswegen ist es ja auch so schön, dass viele Therapeute und Therapeuten häufig sehr viel auch so gute Beziehungen zu ihren Patienten pflegen.
00:27:44: Man geht auch durch schwierige Zeiten, man begleitet Leute und ist ein wichtiger Faktor, ob man das als Arzt ist oder als Ernährungsberaterin oder als Physiotherapeutin.
00:27:53: Das ist erstmal egal, es gibt Vertrauenspersonen.
00:27:55: Und das bedeutet Fehl und das hilft tatsächlich.
00:27:58: Aber das muss ich jetzt leider allen Ärzten und Therapeuten sagen, auch wenn ich operiere und wenn ich Knochen zusammenflicke, der Heilungsprozess auf zellulärer Ebene, das machen wir nicht.
00:28:08: Das macht der Körper immer alles selber.
00:28:09: Und deswegen ist es ja auch so wichtig, dass der Mensch das bekommt, die Umgebung, das Milieu hat, was er braucht, damit er heilen kann, weil er macht das selber.
00:28:17: Es geht nicht von außen.
00:28:19: Das heißt, alles, was von außen kommt, sowohl mit Blick auf Störfaktoren.
00:28:23: Also, du hast einmal wirklich für ein Heilungsprozess alle Bereiche im sozialen Umfeld.
00:28:30: Der eigene Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle.
00:28:32: Und therapeutische Maßnahmen von außen, die unterstützend sein sollen.
00:28:35: Wenn die zielgerichtet sind, dann könnte man höchstens sagen, okay, ich kann ... den Organismus oder vielleicht auch das dann auch auf zellulärer Ebene.
00:28:45: das initiieren, facilitieren, aber selbst heilen funktioniert dann daraus noch nicht.
00:28:51: Also der Körper muss es dann schon selbst verrichten.
00:28:55: Ja, ich glaube, das ist tatsächlich, man kann wahnsinnig viel machen und ich glaube auch, dass wir, also wir können eigentlich dafür sorgen, dass es optimal ablaufen kann.
00:29:03: Ich glaube, wir haben jetzt einen Turnover von der Darmschleimhaut von ungefähr vier Tagen.
00:29:07: Das heißt, die Zellen regenerieren sich relativ schnell.
00:29:09: Schneller als vier Tage geht es nicht, weil der Turnover der Zelle braucht so lange.
00:29:13: Aber wenn es drei Monate dauert, dann weiß ich, da stimmt irgendwas nicht.
00:29:16: Das heißt, es gibt irgendwelche Faktoren, die das so stark stören, dass, obwohl sich das immer wieder regeneriert, trotzdem immer wieder Störungen bleiben.
00:29:23: Also ich kann es nicht schneller als die vier Tage machen, auf der Darmschleimhaut Ebene meine Dwegen und bei Knochen ist es ein bisschen länger, aber ich kann es so machen, dass es möglichst nah an die optimale Situation herankommt.
00:29:35: Und nochmal am Schluss macht es dann immer der Körper selber.
00:29:38: Meine Mutter hat immer gesagt, die ist der Heilpraktikerin seit vierzig Jahren, die hat immer irgendwelche Sachen erzählt, die habe ich früher nicht verstanden.
00:29:44: Am Schluss ist Heilung immer ein geistiger Prozess.
00:29:46: Und ich dachte, was redet die, das ist ja so ein Unsinn.
00:29:49: Ich verstehe jetzt, dass es nicht unbedingt der geistig-kognitive Prozess, sondern es ist quasi ein energetisch-geistiger Prozess.
00:29:55: Und er redet nicht von Spiritualität, sondern eben von meiner Dwingen dem autonomen Nervensystem.
00:29:59: Das heißt, ich muss in einen Zustand kommen, in dem quasi alles so vorbereitet sein kann, dass Heilung von alleine möglich wird.
00:30:07: Und das, glaube ich, ist das, was dahinter steht.
00:30:10: Und ist das für dich quasi der, wenn man es mal übergaut und wenn man raussubend und sich das Gesamt einmal versucht anzuschauen, in diesen, nennen wir es, energetischen, geistigen Zustand zu kommen, der Heilung voraussetzt?
00:30:24: Ist das das zentrale Thema oder auch anderes gefragt?
00:30:28: Wo siehst du die Hauptproblematik?
00:30:31: bei
00:30:32: eingeschränkter Wunnteilung oder großen Verletzungen oder wenn sie etwas hinzieht oder anfängt zu konifizieren.
00:30:36: Also ist es mehr so der Bereich... Ja, die Fehlernährung.
00:30:40: Oder ist es eher, sind es Stoffwechselstörungen?
00:30:42: Oder ist es fehlender Schlaf?
00:30:44: Ich weiß, es ist schwierig zu sagen, weil es nun mal wahrscheinlich von Patient zu Patient sehr individuell ist.
00:30:49: Und auch das Gesamtpaket sehr individuell ist.
00:30:52: Aber wo würdest du das einordnen?
00:30:54: Weil es gibt viele, die natürlich sagen, ja, setzen nur auf Mikronährstoffe.
00:30:58: Das ist das zentrale Thema.
00:31:00: Vitamin D, Collagen hast du angesprochen, Eiweißversorgung.
00:31:03: Wo siehst du so den Haupt?
00:31:05: Dreh- und Angelpunkt, wo man als Erstes draufschauen
00:31:07: würde.
00:31:08: Ich finde es immer so spannend, weil alle Leute wollen immer die drei wichtigsten Facts machen.
00:31:12: Schnell strich drunter.
00:31:13: Da darf man in zwanzig Sekunden, was ich für Wohnteilung brauche.
00:31:15: Das ist total schwierig, weil es ist ... Es gibt Leute, die diesen unglaublich gut Eiweiß versorgt.
00:31:19: Die haben also kein Problem mit der Eiweiß-Synthese, aber die haben vielleicht einen massiven Vitamin D-Mal.
00:31:24: Das heißt, da wäre dann tatsächlich die Vitamin D-Substuierung der zentrale Aspekt.
00:31:29: Die anderen Leute rauchen.
00:31:31: Dann wäre es wahrscheinlich viel schlauer, am Thema Rauchen zu arbeiten.
00:31:35: Damit der Knochen heilen kann, weil Rauch massiv Knochenheilung stören.
00:31:39: Da wird es viel schlauer, das Rauchen zu thematisieren, als zum Beispiel ein Albershaushalt zu bedienen.
00:31:46: Das Problem ist, dass Leute immer gerne das machen, was sie gut können.
00:31:49: Sowohl die Patienten, die machen lieber die Dinge, die sie gut können, die sich leicht anfühlen und nicht so viel Energie kosten.
00:31:54: Ich mach immer jeden Morgen, ich spaziere.
00:31:55: Super, das Problem ist, wenn du deine Probleme mit spazieren gehen, die das lösen können, werden sie schon gelöst.
00:32:00: Andere Leute gehen nie spazieren, für die wäre es gut, wenn sie mal spazieren gehen würden.
00:32:04: An das Schlimm ist, die Therapeuten machen aber auch immer das, was sie gut können.
00:32:07: Wenn ich ein Gerät habe, was gut funktioniert, ich habe jetzt IHAT in der Praxis, dann mache ich immer IHAT, weil das finanziert sich gut.
00:32:13: Und ich glaube daran, dass es funktioniert.
00:32:14: Ja, aber es gibt einen Haufen Leute, die brauchen das nicht.
00:32:16: Die brauchen vielleicht ein Tritt in Arsch oder eine kleine Unterstützung.
00:32:20: Oder die brauchen vielleicht ein bisschen Hilfe oder sie brauchen Wissensvermittlung.
00:32:23: Das heißt also, das Zentralelement gibt es eigentlich so nicht.
00:32:26: Aber wenn du mich fragst nach etwas, wo sich vielleicht das alles irgendwie auch trifft, dann geht es eigentlich immer um einen Stoffwechsel.
00:32:33: Das heißt, am Schluss geht es darum, in welchem Zustand ist die Zelle?
00:32:36: Das heißt also, was für eine Grundvoraussetzung ist da gerade Stoffwechseltechnisch in der Zelle?
00:32:41: Das heißt, ist die Zelle in der Lage zu regenerieren?
00:32:44: Ist die Zelle in der Lage, Heilung zu initiieren?
00:32:46: Ist die Zelle in der Lage, einen guten Energiestoffwechsel zu machen?
00:32:48: Oder ist die Zelle eigentlich gerade genötigt, Material zu produzieren?
00:32:52: Ist die Zelle gerade genötigt, in einem anderen Stoffwechselweg zu gehen?
00:32:54: Da reden wir immer von diesem anaeroben und aeroben Stoffwechsel.
00:32:56: Das heißt jetzt nicht mehr so, weil es kein anaeroben Stoffwechsel im Körper gibt.
00:33:00: Es gibt so zwei Wege.
00:33:01: Das eine ist der Weg über die Mitte Chondrin, wo wir sehr gut Energie produzieren können, wo sehr gut Substanzen produziert werden, die wir brauchen.
00:33:07: Und auf der anderen Ebene ist eigentlich dieser Prozess, wo wir eigentlich nonstop Biomaterial produzieren.
00:33:11: Und jede Zelle kann beides.
00:33:14: Die können sowohl in den einen Stoffwechsel, wo es sehr gut in Heilung und in Regeneration geht, und die können aber auch in den reparativen Stoffwechsels.
00:33:19: Das Ding ist, es gibt ganz viele Aspekte, die diesen Weg in die eine Seite schieben.
00:33:24: Das heißt, die Nahrung, was eben über Ernährung gesprochen, zum Beispiel, Das heißt, die Nahrung spielt eine Rolle.
00:33:46: Im Unaktivität verschiebt den Weg immer in anaeroben Stoffwechsel.
00:33:53: Sauerstoff, der das entscheidet und wenn Sauerstoff da ist, dann geht es darüber.
00:33:56: Wenn Sauerstoff nicht da ist, geht es darüber.
00:33:57: Das stimmt nicht.
00:33:57: Es gibt ganz viele Faktoren, die quasi den Stoffwechsel ungünstig beeinflussen.
00:34:02: Und deswegen geht es darum, meinetwegen Entspannung, was auch immer.
00:34:05: Das heißt, ich muss eigentlich in einen entspannten Zustand kommen, damit ich überhaupt den Stoffwechsel weggehe, den die Zelle braucht, um wirklich heilen zu können.
00:34:14: Und nicht nur, weil Zellen brauchen beide.
00:34:16: Sie müssen beides können, aber sie müssen zwitschen können.
00:34:18: Und wenn ich die Zelle nicht zulasse, Weil ich immer wieder sage, du musst eigentlich immer nur da drüben sein.
00:34:24: Das ist aus meiner Sicht ein zentraler Schritt, wo wir dann leider über Biochemie reden müssen und vielleicht sagen können, da trifft sich das irgendwie alles.
00:34:33: Ja, aber da sind wir Ernährung, Stress, Umweltfaktoren, Mikronährstoffe, Co-Faktoren.
00:34:36: Das heißt, das sind alles Dinge, die diesen Prozess beeinflussen.
00:34:38: Und da sind wir weg von dem Breiten und hin zum sehr konkreten Zellulernen-Mechanismus.
00:34:43: Und würdest du sagen, du hast es eigentlich eben eingangs schon mal erwähnt, dass nicht jeder alles benötigt?
00:34:50: Das heißt, im Regelfall würde man davon ausgehen, okay, unterm Strich wird die Wundheilung oder der Heilungsprozess schon ablaufen können.
00:34:59: Wann würdest du Menschen empfehlen, näher draufzuschauen?
00:35:02: Gibt es irgendwie zeitliche Abläufe, wo man sagt, das dauert zu lang oder es scheint zu chronifizieren?
00:35:09: Oder Anders auch gefragt, wenn Menschen nicht nach Bern kommen können.
00:35:13: Worauf sollten sie achten, wenn sie merken, okay, der Heilungsprozess verzögert sich, es dauert zu lange, es gibt Probleme, die Reparation funktioniert nicht gut.
00:35:23: Für einen selbst in der Orientierung.
00:35:25: Oder braucht es immer ärztliche und therapeutische Begleitung, die sich genau damit beschäftigen?
00:35:30: Also ich glaube, dass sehr viele Menschen eigentlich, wenn sie die Zeit dafür nehmen würden und wirklich mal kurz in sich gehen würden, relativ genau... wissen, was bei ihnen gerade nicht so optimal funktioniert.
00:35:43: Glaub ich.
00:35:44: Also wenn jemand den ganzen Tag nur Red Bull trinkt und zweischartig Zigarette am Tag raucht, wird der wissen, dass das ein Einflussfaktor ist.
00:35:49: Jetzt ist es nicht immer ganz so offensichtlich.
00:35:51: Aber trotzdem glaube ich, dass viele Leute eigentlich wissen, wie es ist.
00:35:54: Kühe wissen das.
00:35:55: Eine Kuh krank ist, der legt der Bauer verschiedene Kräuter vor die Kuh, weil er nicht weiß, was die Kuh hat, dann frisst die Kuh das Kraut, was sie braucht, dann weiß der Bauer, was die Kuh für ein Problem hat.
00:36:03: Das haben wir Menschen leider unter unseren Gedanken und unseren Fähigkeiten überdeckt, weil immer andere Sachen wichtig sind.
00:36:09: dann ist die Arbeit wichtig, dann habe ich drei Kinder, die ich mich kümmern muss, dann habe ich noch einen Hausbau oder keine Ahnung.
00:36:15: Das heißt, wir haben so viele Einflussfaktoren, die uns ablenken von dem eigentlichen Geschehen.
00:36:19: Das hört jetzt alles so weit abgehoben an.
00:36:21: Das meine ich aber nicht.
00:36:22: Leute wissen häufig sehr genau, krass, eigentlich müsste ich jetzt schlafen gehen.
00:36:25: Also, wenn ich in Kärpott morgen gerade mit dem Eishock geprofigt, gechattet, der krank ist, immer, die haben gerade Spiele wahnsinnig viel nacheinander und der ist eigentlich, hat er einen Infekt, den müsste er längst mal auskurieren.
00:36:35: Stattdessen kriegt er halt irgendwie einen Antibiotikum, obwohl er ... Es ist so, dass man sich kein Bakterien entfegt.
00:36:40: Das verstehe ich.
00:36:41: Es geht natürlich nicht besser.
00:36:43: Er hatte noch ein bisschen Bauchschmerzen dazu.
00:36:44: Er hatte mal ein Spiel, bis zum Spiel geht es.
00:36:47: Und heute Morgen hat es gesagt, bitte sag heute deine Termine ab und bleib einfach mal einen Tag im Bett.
00:36:53: Und am besten drei.
00:36:55: Und wenn es heute geht, dann machst du heute nicht Training und nicht Physio und nicht in die Massage, sondern bleibst im Bett und gehst vielleicht meinetwegen irgendwie, ich schwitze dich mal aus und bleibst im Bett liegen und isst was Gescheites und machst sonst mal nix, ist fast nicht möglich.
00:37:09: Aber wenn ich ihn frage, was glaubst du denn, was dir jetzt am besten täte, dann würde er nicht sagen, ja noch ein Training mehr oder noch ein bisschen mehr die Kinder in den Kindergarten bringen, sondern ja am besten, am liebsten würde ich eigentlich im dunklen Zimmer sitzen und einfach nur schlafen.
00:37:22: Und das meine ich.
00:37:23: Die meisten Leute wissen eigentlich relativ gut Bescheid.
00:37:25: Das heißt, man braucht für die allermeisten Dinge nicht unbedingt einen Therapeuten oder einen Arzt oder eine Ärztin.
00:37:30: Aber es gibt definitiv Sachen, wo, weil es so komplex ist, eine gute Begleitung relevant ist.
00:37:35: Also ich glaube immer noch, dass viele Leute, auch wenn sie jetzt die groben Fehler nicht machen in der Ernährung, trotzdem Unterstützung wirklich erfahren, wenn sie bei einem geschulten Berater sind oder bei einer geschulten Ernährungsberaterin und die sagen, hey, pass mal auf, achte mal darauf, bedenkt mal hier und dann die Mikronährstoffversorgung optimalisieren zum Beispiel.
00:37:51: Halt ich für eine gute Idee.
00:37:52: Ein Tool zu lernen, sich zu entspannen, ob das jetzt Hypnose ist oder eine Atemtechnik oder autogenes Training, Meditation, halt ich für eine gute Idee.
00:37:59: Und das kriegt man meistens nicht selbst aus dem Finger gesaugt, sondern da ist jemand, der einen begleiten kann, sicherlich hilfreich.
00:38:05: Und dann gibt es natürlich auch ganz klassische, spezifisch medizinische Aspekte, wo man sagen muss, hey, bei dem Infekt braucht man vielleicht doch tatsächlich eine medikamentöse Intervention.
00:38:15: Man kann das nicht immer von vornherein sagen.
00:38:18: Aber ich glaub, viele Leute wissen, wo sie drauf achten müssen.
00:38:21: Wenn das nicht funktioniert, darf man sich ruhig Hilfe suchen.
00:38:24: Das find ich nicht so schlimm.
00:38:25: Du hast im Rahmen deiner Praxis ein Buch geschrieben zu dem Thema.
00:38:31: Entzündungsprozesse optimal steuern.
00:38:32: Ah, okay.
00:38:34: Hast du das gefunden gerade auf der Website?
00:38:36: Ich hab das nicht auf der Website.
00:38:38: Ich hab das auch, ich kenn das auch.
00:38:40: Wo du ... genau auf diese Prozesse mit eingehst, gerade auf OP-Vorbereitung, OP-Nachbereitung.
00:38:48: Da erkennt man auch schon das, was du uns jetzt hier erzählt hast, nämlich unterschiedliche Ebenen mit zu integrieren.
00:38:54: Also in die vielleicht auch geistige Heilung reinkommen zu können, das vegetative Nervensystem mit anzusteuern, bestimmte Reize zu setzen, bestimmte Mikronährstoffe mit zu berücksichtigen, also strukturell Themen, die eine Rolle spielen, Omega-Dreifettsauern, Vitamin D-Dreie.
00:39:10: Themen gesehen, rund um Collagen, Eiweißzufuhr, Aminosäuren, spezifische Aminosäuren daraus.
00:39:15: Also das bündelt diese, diese Thematik, glaube ich, sehr gut.
00:39:18: Auch die Rolle des Darmes und Mundhygiene fällt mir da noch mit ein.
00:39:23: Und dann natürlich auch auch spezifische Testung.
00:39:27: Ist das etwas, wo man sagt, da kriege ich einen guten Überblick zu dem Thema, auf was man achten könnte und dann sich vielleicht auch passende Unterstützung mit dazu
00:39:36: zu holen?
00:39:36: Also, ich glaube, ich habe das Buch damals geschrieben mit ein paar anderen Therapeuten aus meinem Team, weil wir immer wieder die gleichen Sachen erzählen.
00:39:44: Das heißt, wenn Leute kommen, dann ist ja immer wieder, wie du sagst, Allweißversorgung ist wichtig, Mikronährstoffversorgung ist wichtig, die Ernährung ist wichtig.
00:39:50: Das Mindsetting ist wichtig, gerade wenn es um Operationen geht, mit was für einem Gefühl gehe ich in eine Operation rein, gibt es Techniken, die ich anwenden kann, wenn ich nach der OP aufwache und nicht schlafen kann.
00:39:58: Das ist ja, dass die Leute eigentlich immer die gleichen Probleme haben.
00:40:00: Das weiß man ja vorher schon.
00:40:02: Nicht für alle wird jedes Kapitel relevant.
00:40:04: Manche Leute machen Ernährungstechnik richtig gut.
00:40:07: Und die anderen sagen, was empfehlt ihr?
00:40:08: Da gibt es Pläne drin, das würde ich am Tag der Operation essen, das würde ich nachessen.
00:40:13: Das ist wie ein Ratgeber, der ganz einfach ist.
00:40:16: Der ist so geschrieben, dass Leute ohne eine medizinische Ausbildung wirklich wissen, worum es geht.
00:40:21: Das war nur eine Hilfestellung für uns, dass wir nicht immer alles wiederholen müssen.
00:40:25: Aber da ist auch Sachen drin, die nicht für alle relevant sind.
00:40:29: Ich mache eigentlich schon lange meine Interventionen und mache schon Atemtechniken.
00:40:32: Ich bin schon lange in der Hypnosis-Session und so weiter.
00:40:34: Die brauchen dann das nicht mehr.
00:40:35: Die müssen nicht mehr über Atmung was lernen oder über Thermoregulation.
00:40:39: Aber andere sagen, das würde mich noch interessieren.
00:40:40: Und da ist es halt so aufbereitet, dass Leute eigentlich quasi was an die Hand bekommen.
00:40:45: Das kann ich einfach so machen.
00:40:46: Da kann ich Vorbereitung.
00:40:47: bis zur Operation mache ich das und das und das.
00:40:49: Am Tag der OP mache ich das und das.
00:40:51: Und in den Tagen, Wochen nach der Operation fahre ich mich so und so und so und so.
00:40:55: Und da sind so die groben, gröbsten, wichtigsten Tipps drin, so wie man das Immunsystem unterstützen kann, worauf man verzichten sollte.
00:41:01: Und was es für Tools gibt, um wirklich mit möglichst gutem Gefühl, mit möglichst gutem Einstellung in eine Operation rein und dann auch möglichst aus einer Operation wieder rauszukommen.
00:41:10: Aber das ist der einfache Teil, weil wir uns immer wieder bei jedem Patienten neu zu aufschreiben müssen.
00:41:21: Dafür sind diese Ratgeber da.
00:41:22: Aber wenn Ratgeber klappen würden für alle, dann gäbe es zu jedem Thema nur einen Ratgeber.
00:41:31: Ja, das stimmt.
00:41:32: Und deswegen kann ich jetzt nicht sagen, dass das der beste Ratgeber der Welt ist, aber Leute, die sich interessieren oder eine Operation vor der Brust haben und sonst nichts anderes haben, ist das definitiv eine gute Option.
00:41:41: Also, ich nehme jetzt schon mal mit Heilung aus einem, nehmen wir erstmal den physiologischen Prozess, der relativ klar strukturiert ist, der eigentlich ablaufen könnte und wir sehen... enorm viele Einflussfaktoren.
00:41:53: Ich finde das super spannend, dir zuzuhören und in welche Richtungen du denkst.
00:41:57: Und ich merke richtig, dass du auch Patientenbeispiele gerade im Kopf hattest, wenn du sagst, okay, Familiensituationen, Beziehungen, berufliche Situationen, hoher Stress allein durch die sportliche Frequenz körperlich, aber auch mental.
00:42:13: Wenn du Heilung in ... Das sitzt die Herausforderung, Nico.
00:42:17: Wenn du Heilung in einem Satz zusammenfassen müsstest, wie würde
00:42:20: der lauten?
00:42:23: Einem Satz.
00:42:24: In das Nervensystem, die Information bekommt und damit was anfangen kann.
00:42:28: Und das Immunsystem mit der Information, die kommt, was anfangen kann.
00:42:31: Und beide ungestört, ihre Information weiterleiten können ins Gehirn.
00:42:36: Und das Gehirn genau weiß, worum es geht.
00:42:38: Dann kann der Körper alles heilen.
00:42:40: Das, glaub ich.
00:42:41: Und wenn dann der Stoff wechselt ... so vorbereitet ist, dass das dann auch energetisch möglich ist.
00:42:47: Also ich rede von Energie, Stoffwechsel-Energie.
00:42:50: Dann ist Heilung möglich und zwar glaube ich eigentlich so gut wie alles.
00:42:54: Das klingt sehr gut.
00:42:55: Nervensystem, Immunsystem, Energie- und Energieverteilung.
00:42:59: Das sind die Teile, die ich da mitnehme.
00:43:01: Heilung ist kein reines Versprechen.
00:43:03: Das hört man nämlich auch immer wieder gerne, dass man sagt, erlaubt ist es nicht, aber es wird vielleicht vermittelt, ich kann dich heilen.
00:43:10: Wir haben gelernt heute, dass der eigentliche Heilungsprozess etwas ist, was auf zellulärer Ebene stattfindet im Organismus selbst, aber es gibt extrem viele Einflussfaktoren, blockierende Faktoren, kommunikative Faktoren, kommen die Informationen richtig an.
00:43:26: Aus der Peripherie, aus dem Gewebe zum Gehirn kann das Immunsystem richtig arbeiten, steht genügend Energie zur Verfügung und es gibt von außen Förderfaktoren, die das positiv beeinflussen können.
00:43:37: Und da ist das Spektrum sehr groß.
00:43:40: Also es ist nicht nur Ernährung, es ist nicht nur Bewegung auch als therapeutische Maßnahme, sondern neben Mikronährstoffen und Schlafregulation vor allen Dingen auch die Psychoemotional-Ebene.
00:43:51: Das finde ich extrem wichtig und sehr spannend.
00:43:54: Lieber Nico, ich habe mich sehr gefreut, dass wir über dieses Thema sprechen konnten, weil es mir ein Anliegen ist, eben das nicht zu vereinfacht zu sehen und du da schon das schöne Komplexitäten reingebracht hast.
00:44:06: Und trotzdem uns hier auch viele Ansatzpunkte mitgegeben hast, woran man für sich selbst denken könnte oder wo man sich vielleicht auch passende Unterstützung holen kann.
00:44:15: Wer mehr von dir erfahren will, wir finden dich unter Circles Bern, würde ich sagen.
00:44:20: Und wir verlinken dich gerne auch noch mal.
00:44:22: Hast du abschließend noch einen Punkt, auf den du gerne eingehen möchtest?
00:44:26: Ja, vielleicht eine Sache noch.
00:44:27: Und zwar ist Heilung kein linearer Prozess.
00:44:29: Weder die eine noch in die andere Richtung, das ist vielleicht wichtig.
00:44:32: Also Heilung kann sehr lange dauern manchmal, aber das heißt nicht nur, weil ein Problem schon lange ist, dass die Heilung dafür auch sehr lange dauert.
00:44:39: Und ungekehrt, nur weil ein Problem nur sehr kurz anwesend ist, heißt nicht, dass die Heilung immer sehr schnell funktioniert.
00:44:44: In beide Richtungen ist Heilung kein linearer Prozess.
00:44:46: Das ist eigentlich alles.
00:44:48: Und es ist Circles-Health.com.
00:44:50: Nicht Circles Bern.
00:44:51: Aber Circles Bern findet man noch.
00:44:53: Circles Bern findet man noch.
00:44:54: Nico, vielen Dank für deine Zeit nach deinem Vortrag von gestern Abend.
00:44:57: Aber ich hab mich mehr auf den heutigen gefreut, mit dir zu quatschen, tatsächlich.
00:45:01: Wie immer, eine große Freude.
00:45:04: Ich freue mich, wenn du mal wieder vorbeikommst, weil wir auch noch ein paar andere Themen haben, die sicherlich diskutiert werden sollten und besprochen werden sollten.
00:45:11: Ich danke dir für deine Zeit.
00:45:13: Und liebe Menschen, ich hoffe, für euch war auch das eine oder andere Interessante mit dabei, mehr über Heilung zu erfahren, zu verstehen, dass es eben nicht einfach nur ein linearer Prozess ist und der definitiv beeinflussbar ist.
00:45:26: Von Ihnen wie von außen.
00:45:27: Ich freue mich auf die nächste Episode und bis
00:45:29: dahin alles Gute.
00:45:31: Revolutionäre
00:45:33: Perspektiven auf
00:45:42: Gesundheit und Krankheit.
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