Mangel im Überfluss: Unterversorgung trotz kalorienreicher Ernährung (Deep Dive)
Shownotes
„Ernährung macht uns nicht krank, weil wir zu viel essen – sondern weil wir bei Überfluss das Entscheidende weglassen.“ In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive erklärt Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, wie aktuelle ernährungswissenschaftliche Daten Ernährung einordnen: nicht anhand einzelner Lebensmittel oder Verbote, sondern entlang langfristiger Ernährungsmuster, die Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und Krankheitsrisiken beeinflussen.
Im Fokus steht eine zentrale Erkenntnis der modernen Ernährungsforschung: Viele Menschen nehmen ausreichend oder sogar zu viel Energie auf, sind jedoch chronisch unterversorgt mit den Substanzen, die Regulation im Körper ermöglichen. Krankheitsentstehung ist damit weniger eine Folge des Überflusses allein, sondern Ausdruck eines Mangels an entscheidenden Nahrungsbestandteilen innerhalb des Ernährungsmusters.
Besonders relevant sind dabei Ballaststoffe, Proteine sowie Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Ballaststoffe wirken als zentrales Steuerungselement für Darmfunktion, Immunsystem und Entzündungsregulation. Eine zu geringe Proteinzufuhr beeinträchtigt Muskelmasse, Grundumsatz und die metabolische Stabilität. Fehlende Mikronährstoffe und pflanzliche Schutzstoffe schwächen zentrale Prozesse der Energieproduktion sowie die Stress- und Entzündungsregulation auf zellulärer Ebene. Spannend: Ultrahoch verarbeitete Lebensmittel verstärken diese Dynamik, nicht primär durch ihre Verarbeitung, sondern weil sie vollwertige Lebensmittel verdrängen. Sie liefern viel Energie, aber zu wenig Sättigung, Ballaststoffe und Nährstoffe. Krankheit entsteht so nicht durch einzelne „schlechte“ Lebensmittel, sondern durch ein dauerhaft defizitäres Ernährungsmuster. Was verändert sich, wenn wir Ernährung nicht mehr bewerten, sondern systemisch betrachten? Welche Denkfehler prägen unseren Umgang mit „gesunder“ und „ungesunder“ Ernährung bis heute? Und warum ist Versorgung für die Regulation des Körpers oft wirksamer als Kontrolle und Verzicht? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Transkript anzeigen
00:00:01: Weniger.
00:00:02: das, was wir falsch essen, macht uns krank, sondern das, was wir dadurch nicht mehr essen.
00:00:08: Denn der eigentliche Nährboden für die Entstehung von Krankheiten ist ein zu wenig von den Substanzen in der Nahrung, die wir in gerade einer westlichen Ernährung zu selten mit dabei haben.
00:00:25: Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.
00:00:30: Der Podcast der Paracelsus Gesundheitsakademien mit Matthias Baum.
00:00:36: Hallo Menschen, willkommen im Paracelsus Lab, heute zu einem neuen Deep Dive.
00:00:40: Ich möchte mit euch über das Thema Ernährung sprechen, und zwar krankmachende Ernährung und gesundheitsfördernde Ernährung.
00:00:47: Und die meisten werden jetzt vielleicht sagen, oh nein, bitte nicht noch ein Podcast zu diesem Thema.
00:00:51: Aber ich glaube, dass wir heute das Thema noch mal etwas anderes beleuchten können.
00:00:56: Ernährung ist eines der wenigen Themen, die jeden Menschen täglich betreffen.
00:01:01: Jeder von uns muss jeden Tag etwas essen oder möchte etwas essen.
00:01:06: Und gleichzeitig, das ist auch interessant, ist Ernährung und Ernährungsanpassung eines der wichtigsten Werkzeuge in der therapeutischen Praxis.
00:01:14: Und das Besondere an der Ernährung ist, es kann beides.
00:01:19: Die eine Ernährung kann uns krank machen und die andere Ernährung gesund erhalten oder gesundheitsförderlich sein.
00:01:25: Denn Ernährung beeinflusst unseren Stoffwechsel, unsere Hormonregulation, unser Immunsystem, spezifisch auch nochmal Entzündungsreaktionen, unsere Darmfunktion, unser Körpergewicht und natürlich auch langfristig Krankheitsrisiken, die durch eine Ernährung entstehen können.
00:01:44: Und dabei werden die Themen sehr häufig verkürzt bedrachtet.
00:01:47: Und es wird eingeteilt in Lebensmittel, die uns krank machen und die nicht gut sind.
00:01:52: Und von daher wollen wir uns heute das Thema anschauen, welche Teile denn wirklich krankheitsförderlich sind und welche gesundheitsförderlich sind.
00:02:01: Und wie wir vielleicht grundsätzlich über eine Ernährung etwas anders sprechen sollten.
00:02:06: Denn weniger das, was wir falsch essen, macht uns krank, sondern das, was wir dadurch nicht mehr essen.
00:02:14: Das soll nicht nur irgendein interessant gewählter Satz sein, der gut klingt, sondern es ist die zentrale Erkenntnis aus der Ernährungsforschung, nämlich dann, wenn wir uns anschauen, wie Ernährung mit Krankheiten in Verbindung stehen.
00:02:27: Wir wissen heute, die meisten Menschen essen nicht zu wenig, sondern sehr energiedicht.
00:02:33: und gleichzeitig, wenn wir uns das Ernährungsmuster anschauen, sehen wir, dass die Ernährung häufig sehr nährstoffarm ist oder bestimmte Komponenten fehlen.
00:02:41: Wir haben also quasi einen Energieüberschutz, einen Kalorienüberfluss und gleichzeitig einen Defizit an den Substanzen, die wir benötigen, dass Regulation in unserem Körper wirklich stattfinden kann.
00:02:53: Es zeigt uns quasi, dass wir, wenn wir über Ernährung sprechen, häufig eher über das zu viel von etwas sprechen als über das zu wenig.
00:03:03: Was bedeutet das?
00:03:04: Die meisten reden bei Ernährung und gesundheitsbewusster Ernährung davon, dass wir bestimmte Sachen weglassen sollten.
00:03:12: zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viel Fleisch, zu viel Salz.
00:03:16: Und zweifelsohne, diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle, aber eben nicht isoliert.
00:03:22: Denn sie entfalten das krankmachende Potenzial erst innerhalb des Ernährungsmusters und erzeugen, was, wenn nämlich viel Zucker, viel Fett, vielleicht viel Fleisch, viel Salz mit enthalten ist, fehlen uns bestimmte andere gesundheitsrelevante Lebensmittel.
00:03:40: Und die sorgen am Ende des Tages dafür, dass Krankheiten überhaupt entstehen können.
00:03:44: Das heißt, Erkrankungen entstehen nicht nur im Überfluss alleine, also durch zu energiereiche Ernährung, sondern durch die chronische Unterversorgung mit wichtigen Lebensmitteln oder Nahrungsbestandteilen.
00:03:58: Hinzu kommt, Ernährung wirkt quasi immer über ein Ernährungsmuster und nicht nur durch einzelne Lebensmittel.
00:04:06: Eine chronische Erkrankung entsteht nicht durch ein schlechtes Frühstück oder ein Stück Kuchen, ein ungesundes Wochenende, sondern natürlich durch langfristige Ernährungsmuster, die sich über Jahre und Jahrzehnte wiederholen, mit denen sich viele Menschen vielleicht in ihrem Alltag nicht beschäftigen und, na ja, produktiv aus der Industrie aufnehmen und zu sich nehmen und damit ihren Ernährungsmuster so gestalten, dass nicht nur der Überfluss im Vordergrund steht, sondern auch viele wichtige Substanzen nicht Teil der Ernährung sind.
00:04:38: Das individuelle Ernährungsmuster bestimmt aber, wie gut Sättigung überhaupt funktionieren kann, wie stabil unser Blutzucker reguliert wird, wie der Darm und das Immunsystem auf unsere Nahrung reagieren und wie Entzündungen entstehen oder auch gedämpft werden können.
00:04:55: Entscheidend ist also nicht das einzelne Lebensmittel, sondern das, was wir und jetzt kommt das ganz wichtige regelmäßig zu uns nehmen.
00:05:03: und auch regelmäßig aus der Nahrung rauslassen, also Dinge, die uns fehlen.
00:05:09: Das führt uns zu einem ganz, ganz wichtigen Aspekt.
00:05:12: Denn der eigentliche Nährboden für die Entstehung von Krankheiten ist ein zu wenig von den Substanzen in der Nahrung, die wir in gerade einer westlichen Ernährung zu selten mit dabei haben.
00:05:28: Das ist jetzt eine ganz, ganz wichtige Erkenntnis daraus.
00:05:33: dass der Nährboden für die Entstehung von Erkrankungen weniger durch das bestimmt ist, was wir zu viel essen, sondern zu wenig in unserer Nahrung integriert haben.
00:05:44: Allen voran, und das sehen wir in unterschiedlichen Lebensmittelbestandteilen, sind es die sogenannten Ballaststoffe, quasi das Fundament für die Regulation für unseren Stoffwechsel.
00:05:55: Ballaststoffe, so wurden sie mal genannt, weil man dachte, sie haben keinen nennenswerten näherenden Nährwert für uns, sind nicht nur irgendwie für viele so eine Art Verdauungshilfe oder Bestandteil von Obst und Gemüse, von Vollkorngetreide, von Hülsenfrüchten und viel mehr, sondern viel mehr sind Ballaststoffe ein zentrales Steuerelement für unseren gesamten Organismus.
00:06:21: Und dabei wirken Ballaststoffe und Phaserstoffe auf unterschiedlichen Ebenen.
00:06:25: Sie fördern zum einen die Damenbeweglichkeit, Aber unsere symbiontischen Bakterien freuen sich auch über ausreichend Ballaststoffe, da sie diese Ballaststoffe verstoffwechseln, sie fermentieren sie und erzeugen für unseren Organismus sogenannte kurzkettige Fettsäuren.
00:06:41: Die sind wiederum wichtig für die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn beispielsweise.
00:06:47: Gleichzeitig helfen uns Ballaststoffe und Phaserstoffe bei der Stärkung der Darmbarriere und sie modulieren das Immunsystem.
00:06:55: Darüber hinaus, und das ist auch ganz wichtig, verbessern sie das Sättigungsgefühl und beeinflussen den Klokose- und Lipidsstoffwechsel positiv.
00:07:04: Wenn also in meinem Ernährungsmuster Ballaststoffe chronisch fehlen, dann sinkt die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren.
00:07:13: Es steigt die intestinale Permeabilität, also der Darm wird durchlässiger.
00:07:19: Dadurch können niedriggradige Entzündung zunehmen und es erzeugt eine verschlechterte metabolische Regulation.
00:07:27: Und so ist der Mangel oder das zu wenig von Ballerstoffen in der Ernährung ganz klar assoziiert mit Erkrankungen wie Übergewicht und Fettleibigkeit, Typ II Diabetes und insbesondere auch Herzkreisauferkrankungen.
00:07:42: Die zweite Komponente, die häufig eher fehlt und zu wenig präsent ist in der Ernährung, sind Eiweiße.
00:07:49: Über die wird im Moment natürlich auch wieder viel gesprochen.
00:07:52: Zwar nehmen viele Menschen ausreichend Energie zu sich und da sind auch eine gewisse Menge an Eiweißen drin enthalten, aber die Eiweißmenge ist ganz häufig zu wenig.
00:08:03: Das entsteht im Ernährungsmuster durch schon ein proteinarmes Frühstück beispielsweise.
00:08:08: Dann kommt es zur ungleichmäßigen Verteilung von Eiweiß über die Mahlzeiten am Tag und durchaus auch eine geringe Eiweißqualität, die wir finden.
00:08:17: Das heißt, nicht unterschiedliche Eiweißquellen miteinander kombiniert zu haben.
00:08:21: Und die Eiweiße sind die Bausteine des Lebens und damit Bausteine für all unsere körpereigenen Strukturen, ob nun Hormone, Muskulatur oder Rezeptoren, Enzyme, Hormone.
00:08:34: Für all das brauchen wir Eiweiße.
00:08:37: Und natürlich tragen sie auch dazu bei, dass wir eine bessere Sättigung haben, unser Stoffwechsel stabiler wird und unsere Insolinsensitivität verbessert.
00:08:46: Und als Baustoff sind sie natürlich auch wichtig für unser Stoffwechselorgan, die Muskulatur.
00:08:51: Das heißt, ich brauche Eiweißzufuhr über die Nahrung für meine Muskelmasse.
00:08:58: Wenn das Ernährungsmuster uns jetzt einen chronischen Proteinmangel zeigt, dann führt dieses Missverhältnis oder der Mangel zu Verlust von Muskelmasse zu einem verringerten Grundumsatz.
00:09:10: und auch eine verschlechterten Blutzuckerregulation.
00:09:12: Und langfristig ist das assoziiert mit Gebrechlichkeit, mit Insulinresistenz und Diabetes Meditus Typ II und im Alter auch entscheidend das Thema der Sakopenie, also der Abnahme der Muskelmasse.
00:09:28: Zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Eiweiß und als andere wichtige Komponente zu wenig Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
00:09:38: Dabei geht es weniger um eine klassische Mangelkrankheit, sondern eher eine funktionelle Unterversorgung.
00:09:46: Hier geht es nicht um Mikronährstoffzufuhr durch Supplementierung, sondern wirklich integriert in meiner Ernährungsmatrix, in meinen Ernährungsmuster.
00:09:55: Und sind diese Mikronährstoffe nun chronisch erniedrigt oder nicht Bestandteil meiner Ernährungsmatrix oder des Ernährungsmusters?
00:10:03: Dann hat es für den Stoffwechsel natürlich massive Auswirkungen.
00:10:07: Insbesondere sehen wir hier häufig Erniedrigz, Magnesium und auch Kalium.
00:10:13: Die B-Vitamine, insbesondere B-Zwölf, wenn wir auf tierische Lebensmittel schauen oder auch Folsäure, wenn wir auf pflanzliche Lebensmittel schauen.
00:10:21: Wir sehen häufig einen Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die wir aus tierischen Quellen beziehen können, gerade die Omega-III-Fettsäuren aus Fisch- und Meeresfrüchten.
00:10:31: Und natürlich die sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die Polyphenole, die wir also aus einer pflanzenbasierten oder kombinierten Ernährungsmatrix in diesem Bereich beziehen können.
00:10:43: Die Stoffe sind für uns essentiell für die Funktionsweise unserer Zellen, insbesondere für die Energieproduktion, für die Funktion unserer Mütter-Hondrien, für unsere antioxidativen Systeme, zur Stress- und Entzündungsregulation und insbesondere die mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch als Baustoff ganz entscheidend.
00:11:04: Und wenn nun diese Substanzen In dem Ernährungsmuster fehlen, und zwar dauerhaft, verschiebt sich der gesamte Stoffwechsel und die Möglichkeit entsteht, dass Krankheiten entstehen können.
00:11:14: Also auch hier sehen wir, es ist ein zu wenig von, was eher mit Krankheiten in Verbindung steht.
00:11:22: Und ja, ein zu viel, quasi der Excess, kann auch krank machen, aber eben mehr bedingt durch ein Defizit von Lebensmitteln, die ich nicht in meine Nahrung mit integriere.
00:11:34: Der Klassiker in dem Kontext, über den gerne gesprochen wird, sind die sogenannten ultrahochverarbeiteten Lebensmittel, als quasi zentraler Verstärker, dass Erkrankungen durch meine Ernährung entstehen können.
00:11:47: Ultrahochverarbeitete Lebensmittel sind problematisch, weil sie mehrere Dinge gleichzeitig tun.
00:11:53: Sie haben zum einen eine hohe Energiedichte.
00:11:56: Eine hohe Energiedichte geht einher mit Energieeinspeicherung und Verkleibigkeit.
00:12:01: Sie enthalten häufig viel Natrium und damit auch Natriumchlorid und haben einen sehr hohen Salzgehalt.
00:12:09: Sie haben zu wenig integriertes Kalium, was das quasi wieder gut mit ausgleichen könnte.
00:12:14: Sie haben häufig zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Eiweiß und eine geringe Mikronährstoffdichte.
00:12:21: Und biologisch bedeutet das, zwar habe ich ausreichende Energie sogar im Überschutz, aber Regulation kann nicht stattfinden.
00:12:29: Das bedeutet, die Ultrahofer arbeiten Lebensmittel, nur weil sie verarbeitet sind, sind sie nicht krankmachen, sondern weil viele wichtige Aspekte in den Lebensmitteln durchaus fehlen und damit vollwertige Lebensmittel aus der Ernährung verdrängen und sekundär logischerweise auch durch die hohe Energiedichte.
00:12:47: Denn eine hohe Energiedichte, die nicht ausreichend verbraucht wird, führt am Ende zur Einspeicherung von Energie in Form von Fett und im weiteren Verlauf zu Adipositas.
00:12:58: Und Adipositas entsteht nicht durch eine primäre Willensschwäche, sondern durch ein System, in dem Sättigungssignale schwach sind, Energie leicht verfügbar ist und die passende Regulation mit fehlt.
00:13:14: Und damit ist natürlich Adipositas eine Folge eines defizitären Ernährungsmusters, wo quasi wichtigste Substanzen mit fehlen und nicht allein deren Ursache.
00:13:25: Wenn wir bei dem zu viel bleiben und der zu hohen Energielichte, dann sollten wir uns anschauen, wo die meisten Menschen den Hauptzuckergehalt in ihrer Ernährung quasi herziehen.
00:13:35: und es sind die zuckerhaltigen Getränke, die wirklich problematisch sind.
00:13:39: Sie liefern zwar auf der einen Seite Energie oder sorgen auch für mehr Energieüberschuss, aber sie sind natürlich kaum settigend.
00:13:46: Und sie werden sehr schnell reserviert.
00:13:48: Und das erhöht natürlich das Risiko zu der Energieüberbilanzierung, führt noch mehr zu Gewichtszunahme, zu Insulinresistenz, Typ II Diabetes und auch zu Stoffwechselstörung an der Leber, was der Fettleber.
00:14:01: Nicht allein der Zucker ist jetzt hier der Kern, sondern Zucker ohne Kontext und ohne Sättigung.
00:14:08: Auch zu viel an Natrium.
00:14:11: Das kennen viele, also der zu hohe Konsum von Salz steht in Verbindung mit vielen chronischen Krankheiten.
00:14:20: Aber auch hier zeigt sich nicht nur, dass Natrium zu hoch ist, sondern der Gegenspieler quasi dazu Kalium zu niedrig ist.
00:14:29: Auch hier sehen wir quasi wieder ein Defizitproblem.
00:14:32: In dem westlichen Ernährungsmuster finden wir, gerade in Fertigprodukten häufig, sehr viel Salz und sehr viel Natrium und im Vergleich dazu viel zu wenig Kalium, beispielsweise aus pflanzlichen Lebensmitteln.
00:14:45: Die Folge von zu viel Salz über die Nahrung, gerade eben vorgefertigte Nahrung, sorgt am Ende für einen Blutdruckanstieg, für Gefäßsteifigkeit und für ein erhöhtes Kaliobaskuläresrisiko.
00:14:59: Wenn wir uns mehr fokussieren würden auf die Kaliumreiche Ernährung, wirkt die quasi in Natrium ausscheidend gefäßschützend und blutrucksenkend.
00:15:09: Also auch hier zeigt sich nicht, dass Salz allein ist das Problem, sondern das fehlen Kaliumreicher Lebensmittel.
00:15:16: Und der letzte wichtige Faktor, wenn wir über zu viel sprechen, bezieht sich hier auf verarbeitetes Fleisch und auch Transfette.
00:15:24: Verarbeitetes Fleisch wirkt krankmachend durch unter anderem den hohen Natriumgehalt und die Einbettung in ein ballaststoffarmes Ernährungsmuster.
00:15:34: Die Transfette sind hier sicherlich nochmal eine Ausnahme, denn sie sind wirklich direkte schädliche Fette, die klar das kardiomaskuläre Risiko erhöhen können.
00:15:43: Kronische Erkrankungen entstehen vor allem durch langfristige Ernährungsmuster, die bei ausreichender oder erhöhter Energiezufuhr zentrale gesundheitsrelevante Komponenten nicht liefern.
00:15:54: Und dazu zählen insbesondere Ballaststoffe, Proteine, und wichtige Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
00:16:01: Die Ultrahofer arbeitenden Lebensmittel verstärken Krankheit primär durch die Verdrängung dieser wichtigen Komponenten, sekundär logischerweise auch durch die sehr hohe Energiedichte.
00:16:13: Das macht die Empfehlung relativ klar, wenn wir also über eine gesunde Ernährung sprechen.
00:16:17: Bevor wir also sagen, verbiete dir irgendetwas, versuche die Ernährung so zu verändern, dass du folgende Komponente berücksichtigst.
00:16:26: Ballerstoff als Basis sichern.
00:16:29: Und Ballaststoffe finde ich in unterschiedlichen Lebensmitteln von Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst.
00:16:38: Und diese sollten ein Bestandteil der täglichen Ernährung sein.
00:16:41: Dann Proteine, Eiweiße, bewusst einplanen.
00:16:46: Ausreichend hochwertig und über den Tag verteilt.
00:16:50: Die Empfehlung liegt mindestens bei ... bis bis hin zu zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
00:17:00: Zusätzlich eine vielfältige Ernährung, insbesondere Pflanzen, basiert.
00:17:04: Das deckt ein Großteil von Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen ab.
00:17:09: Die nächste Komponente, das Natrium- und Kaliumverhältnis korrigieren.
00:17:14: Das erzeuge ich dadurch, indem ich weniger Fertigprodukte und mehr Pflanzen kombiniere.
00:17:19: Und wenn ich mit Salz arbeiten möchte, gerne Natrium und Kalium kombiniert.
00:17:25: Und die letzte Komponente, und das wäre dann das einzige, was wirklich rausfallen würde, sind die ultra hochverarbeiteten Lebensmittel, weil sie wirklich einen Impact haben durch die hohe Energiedichte und zu einer Verschiebung führen, dass für die anderen Dinge, nämlich Ballaststoffe, Eiweiße, Pflanzenstoffe nicht genügend Platz ist.
00:17:45: Weniger das, was wir falsch essen, macht uns krank, sondern das, was wir dadurch nicht mehr essen.
00:17:51: Ernährung macht uns heute nicht krank, weil sie zu viel liefert, sondern weil sie bei Überfluss die entscheidenden Dinge weglässt.
00:18:00: Eine gesunde Ernährung entsteht also nicht durch Verbote und alles weglassen, sondern mit der richtigen Versorgung der Dinge, die unser Organismus zur Regulation wirklich braucht.
00:18:12: Wenn euch diese Folge gefallen hat, freue ich mich sehr, wenn ihr unseren Kanal abonniert.
00:18:16: Und wenn ihr findet, die ein oder anderen sollten auch noch etwas zu einer gesunden Ernährung erfahren, dann teilt gerne diese Episode.
00:18:24: Ich freue mich auf den nächsten Deep Dive mit euch.
00:18:27: Bis dahin, alles Gute.
00:18:29: Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.
00:18:34: Paracelsus Lab.
00:18:37: Der Podcast der Parazelsos Gesundheitsakademien.
00:18:41: Mehr Infos auf Parazelsos.
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