Die Schilddrüse: Steuerorgan für Energie und Stoffwechsel (Deep Dive)

Shownotes

„Wenn die Schilddrüse aus dem Takt gerät, ist der gesamte Organismus aus dem Rhythmus.“ Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ am Hals. Sie wiegt nur etwa 20 Gramm und gehört dennoch zu den wichtigsten Regulationsorganen unseres Körpers. Ihre Hormone beeinflussen zentrale Prozesse des Stoffwechsels, darunter Energieproduktion, Körpertemperatur, Herzfrequenz, Verdauung, Gehirnfunktion und Stressreaktionen.

In dieser Folge PARACELSUS LAB erklärt Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, wie die Schilddrüse tatsächlich funktioniert. Im Mittelpunkt stehen die Hormone T3 und T4: Während T4 vor allem als Transport- und Speicherhormon dient, entsteht die eigentliche biologische Aktivität erst durch T3. Dieses aktive Hormon beeinflusst den Energiestoffwechsel der Zellen und kann sogar die Genexpression regulieren. Die Schilddrüse arbeitet dabei nicht isoliert. Sie ist Teil eines hormonellen Regelkreises zwischen Gehirn, Hypothalamus, Hypophyse und Stoffwechsel. Ihre Hormone entstehen aus Jod und der Aminosäure Tyrosin, aktiviert werden sie jedoch größtenteils außerhalb der Schilddrüse, etwa in Leber, Muskeln oder Darm. Mikronährstoffe wie Selen, Zink und Eisen sind entscheidend für diese Umwandlung.

Auch Schilddrüsenstörungen haben oft komplexe Ursachen. Begriffe wie Unterfunktion oder Überfunktion beschreiben zunächst nur einen Zustand. Häufig steckt hinter einer Unterfunktion die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, während eine Überfunktion mit Morbus Basedow zusammenhängen kann. Auch chronischer Stress, Entzündungen, Energiemangel oder Nährstoffdefizite können die hormonelle Regulation beeinflussen.

Welche Symptome können auf eine gestörte Schilddrüsenfunktion hinweisen? Warum reicht es oft nicht aus, nur den TSH-Wert zu betrachten? Und weshalb lohnt es sich, die Schilddrüse immer im Zusammenhang mit dem gesamten Organismus zu verstehen?

Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:00: Die Schildröse ist klein, aber sie reguliert die zentralen Prozesse unseres Stoffwechsels.

00:00:06: Unterfunktion und Überfunktion sind keine Diagnosen sondern Signale.

00:00:11: Signale dafür dass der Organismus aus dem Gleichgewicht geraten ist.

00:00:15: und genau deshalb lohnt es sich die Schildrüse nicht isolier zu betrachten, sondern immer im Kontext des gesamten Systems.

00:00:26: Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.

00:00:31: Der Podcast der Paracelsus-Gesundheitsakademien mit Matthias Baum.

00:00:37: Hallo Menschen, willkommen zu einem neuen Paracelus-Lab Deep Dive!

00:00:41: Die Schilddrüse ist ein kleines schmetterlingsförmiges Organ das direkt vor dem Schildknoppel am Hals legt.

00:00:48: man kann sie also quasi direkt spüren da wo man unseren Schildknoppeln den Käkopf führen kann ertasten kann.

00:00:55: Es ist ein Organ, das nur etwa zwanzig Gramm wiegt und trotzdem zu den wichtigsten Regulationsorganen unseres Körpers gehört.

00:01:05: Denn Schilddrüsenhormone beeinflussen nahezu jeden Bereich unseres Stoffwechsels zum einen die Energieproduktion, Körpertemperatur aber auch Herzfrequenz, Darmbewegung Gehirnfunktion Stressreaktion Wachstum und Entwicklung.

00:01:19: Man kann es so formulieren Die Schildrüse ist die Peitsche des Organismus In Ruhe.

00:01:25: Solange sie funktioniert, läuft der Stoffwechsel stabil.

00:01:28: Wenn Sie aus dem Tack gerät, gerät der gesamte Organismus aus dem Rhythmus und das passiert erstaunlicherweise deutlich häufiger als man deckt.

00:01:37: in westlichen Ländern haben etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung eine manifeste Schildrüsenerkrankung mit einer deutlich höheren Dunkelziffer.

00:01:46: die meisten Menschen sprechen dabei von zwei Dingen einmal der Schilddrüsenunterfunktion oder der schilddrösenüber Funktion.

00:01:54: Doch diese Begriffe beschreiben keine Krankheit, sondern ein Zustand.

00:02:00: und genau darum geht es in dieser Episode die Schildröse wirklich einmal zu verstehen.

00:02:06: und deshalb habe ich mir gedacht nehmen wir uns dieses Thema doch mal in einem deep dive vor.

00:02:10: was ist die Schilldröse eigentlich?

00:02:13: Die Schildrüse gehört zum Endocrin-System, also zu unserem Hormonsystem.

00:02:17: Das ist dem meisten klar, das steckt in dem Wort Drüse schon drin und ihre Hauptfunktion ist die Produktion von zwei zentralen Hormonen für unseren Stoffwechsel vor unseren ganzen Organismus.

00:02:28: Und da sind die Hormone TIV und TIII.

00:02:32: Wenn wir sie aussprechen sprechen wir bei TIV von Tyroxine und bei TIII von Triot-Triodin.

00:02:39: Dabei ist wichtig, TIV ist überwiegend ein Transport oder Speicherhormon und die eigentliche biologische Aktivität entsteht durch das Tee der Reihe.

00:02:50: Die Frage, die sich dann viele stellen – wie wirken Schildrösenhormone eigentlich?

00:02:55: Sie tun das auf unterschiedlichen Ebenen!

00:02:58: Der eine wichtige Aspekt ist dass sie unmittelbar und direkt die Expression unserer Gene mitsteuern können.

00:03:05: Das bedeutet T-III, also das aktive Hormon gelangt in die Zelle und bindet am Zellkern an Schilddrüsenhormone Rezeptoren, die dort vorhanden sind.

00:03:15: Und diese Rezepturen regulieren dann die Genexpression.

00:03:19: Das bedeutet, T-II entscheidet darüber welche Enzyme gebildet werden wie hoch der Energieumsatz einer Zelle ist, wie stark Zellen auf andere Hormonen reagieren.

00:03:29: Damit wirken Schildrüsenhornone praktisch in jedem Organ, in jedem Gewebe, in jeder Zelle.

00:03:35: Ebenfalls ein wichtiger Aspekt ist die Regulation unseres Energiestoffwechsels.

00:03:41: T-III steigert die Aktivität der Mütterhondrien, den Sauerstoffverbrauch der Zellen damit auch die Energiegewinnung also die ATP Produktion und am Ende auch die Wärmeproduktion.

00:03:53: Das erklärt dann typische Symptome wenn zu wenig Schilddrüsen Hormone vorhanden sind nämlich Müdigkeit kälte Gefühl und ein verlangsamter Stoffwechsel.

00:04:02: Und bei zu viel Schilddrüsenhormon, Nervosität, Hitzegefühl und Herzrasen.

00:04:07: Ein weiterer spannender Aspekt der Schildrüsen-Hormone ist die Verstärkung anderer Hormonsysteme.

00:04:14: Das bedeutet, Schildrüsenhomone beeinflussen die Empfindlichkeit gegenüber anderen Hormonen unter anderem von Stresshormonen, Artrenalin oder Noartrenalin?

00:04:23: Oder von Insulin oder unterschiedlichen Wachstumshormonen.

00:04:26: All das steht in einem engen Zusammenhang und sie wirken damit wie eine Art verstärker anderer hormoneller Signale im Körper.

00:04:36: Die Schilddrüse arbeitet nicht isoliert, wie man sich das vielleicht vorstellen würde so dass einfach nur T-III und T-IV ausgeschüttet wird sondern es gibt bei den meisten Hormonsystem einen sogenannten hormonellen Regelkreis und der beginnt wie so oft im Gehirn an einer ganz bestimmten Struktur nämlich dem Hypotalamus.

00:04:55: Der Hypothalamus säziniert ein Hormon, das nennt sich TRH.

00:04:59: Also Thyroidia-Releasinghormon.

00:05:02: Das bedeutet es ist die Information für die Hypophüse, die dann im Anschluss das bekannte TSH ausschüttet.

00:05:10: Thyroidia stimulieren des Hormons und TSH wirkt anschließend direkt auf die Schilddröse und erfüllt dabei unterschiedliche Aufgaben.

00:05:19: Es stimuliert die Produktion von Schildrösenhormonen.

00:05:23: aktiv die Aufnahme von Jod aus dem Blut.

00:05:27: Es regt die Bildung von Thürioglobulin und Peroxidase an, und es stimuliert die freie Setzung am Ende auch von T-III und T-IV.

00:05:37: Sie sinken die Schildrüsenhormone im Blut – das erklärt diesen Regelkreislauf – steigt die TSH-Menge in den Blut, d. h., die Ausschüttung aus der Hypophyse Weil es quasi rückgemeldet wird an das Gehirn, dass T-III und T-IV erneutrigt ist.

00:05:53: Und das nennt sich dann klassisch eine negative Feedbackschleife, die dadurch entsteht.

00:05:59: Jetzt lass uns noch mal auf die Schildtrusenhormone grundsätzlich schauen neben den jetzt schon erwähnten T-II und T IV Hormonen, die wichtig sind für den Stoffwechsel.

00:06:08: Produziert die Schiltdruse aber auch ein anderes Hormon?

00:06:11: Das möchte ich nur einmal ganz kurz erwähnt haben weil es manchmal neben rausfällt, das nennte sich Calcitonin.

00:06:17: Calcitonin spielt eine wichtige Rolle im Calcium-Stoffwechsel.

00:06:20: Es senkt den Calciumspiegel in der Blutbahn, ist also wichtig für den Einbau von Calciumemknochen und auch dieses Calcitoin hat einen Gegenspieler, also Calcium verfügbar zu machen.

00:06:32: Dieses Hormon nennt sich Parathormonen.

00:06:35: Dieses Parathormon finden wir in der Nebenschilddrüse aber Achtung die Nebenschilddrüße ist ein eigenständiges Organ.

00:06:42: Dennoch sind beide Hormone Calcitinin Calcium-Stoffwechsel und dementsprechend auch für die Knochenfunktion.

00:06:51: Aber wenn wir euch heute auf die Schildrose schauen, gucken wir natürlich primär auf T-III und TIV.

00:06:57: Wir sollten einen Blick darauf werfen wie diese Hormone synthetisiert werden also wie sie gebildet werden und jetzt wissen einige logischerweise.

00:07:05: es braucht dafür den ein oder anderen Bausteinen, damit das überhaupt stattfinden kann.

00:07:10: Einer der gängigen Bausteine, den hab ich gerade eben auch schon mal mit erwähnt ist Jod, das kennen die meisten und es braucht Eiweiß beziehungsweise eine spezifische Aminosäure, die der Körper aus selbst bilden kann also eine nicht essentielle Aminosauere, die nennt sich Tyrosin.

00:07:26: Im ersten Schritt der Schilddrösenproduktion muss aber erst einmal Jod aufgenommen werden.

00:07:32: Jod wird quasi aktiv aus dem Blut in die Schildrösenzellen transportiert.

00:07:38: Und jetzt passiert etwas, was wichtig ist nämlich die sogenannte Jodierung.

00:07:43: Das heißt, Jod wird an Tyrosin an dieser Aminosauere angehängt und das funktioniert mit einem Enzym.

00:07:49: Das haben einige auch schon mal gehört, das nennt sich Tyroperoxidase abgekürzt TPO.

00:07:56: Die einen oder anderen haben damit schon mal irgendwie eine Verbindung gehabt.

00:08:01: vielleicht So, wenn ich jetzt also Jod an Therosin-Bilde dann entstehen daraus Monoyod-Thyrosine oder Diyod-Tyrosin.

00:08:11: Also Monoyode, ein Jodatom mit Therosin und die Jod zwei Jod Atome und Theroisin.

00:08:17: Und diese Pakete von Mono und Die-Jod-Tyrosin werden dann gekoppelt.

00:08:23: Zwei Diotyrosin-Pakete werden zusammengepackt zu

00:08:28: T.V.,

00:08:29: und ein Monoyotyrosine, und ein Diotyrosin zur T.III.

00:08:33: Dann wird das zusammengepackt.

00:08:35: Die Hormone werden dann anschließend auch mit einem wichtigen Eiweiß verbunden, nämlich Thürioglobulin, und erst mal gespeichert.

00:08:43: Das bedeutet also auch, dass die Schilddrüse einen Hormonvorrat für mehrere Wochen besitzt, wenn alles gut funktioniert!

00:08:51: Dann ist wichtig zu verstehen, das hatten wir gerade schon erwähnt.

00:08:55: T-IV ist quasi wie eine Art inaktive Form und erst T-III ist dann die aktive Form.

00:09:01: Das heißt wenn wir in der Blutbahn messen, mengenmäßig auch es deutlich mehr T-Vir vorhanden und die Umwandlung in T-II findet größtenteils außerhalb der Schildrüse statt.

00:09:12: Und diese Umwandlung passiert in verschiedenen Geweben bzw.

00:09:15: Organen, der Großteil in der Leber aber eben auch in den Nieren und der Muskulatur im Darm teilweise im Gehirn.

00:09:21: Auch das Gehirnt kann selbst Schildrösenhormonen mitproduzieren.

00:09:25: Der Grund ist... Logischerweise sinnvoll und wichtig, der Körper kann dadurch sehr spezifisch in jedem Gewebe individuell regulieren wie viel aktives Schildthusenhormon tatsächlich notwendig ist.

00:09:37: Sondern damit diese Umwandlung von TIV zu TIII überhaupt stattfinden kann, wer hätte es gedacht braucht das wieder ein Enzym!

00:09:44: Und dieses Enzym bindet quasi jetzt nicht Jot, sondern nimmt ein Jodatom weg.

00:09:51: Das steckt dann auch wieder in dem Namen deiodasen.

00:09:54: da gibt es unterschiedliche von und die sorgen letztendlich dafür dass von T-IV ein Jotatom abgespalten wird aber das Deodasen überhaupt funktionieren können.

00:10:03: Dafür brauchen wir spezifische Mikronährstoffe insbesondere Selen Zink Und wir brauchen einen energetischen Zustand, nämlich ausreichend Energieverfügbarkeit.

00:10:15: Was vielleicht für die ein oder anderen erklärt, wenn es Energiemangel-Situationen gibt das Schildrösenhormone nicht gut umgewandelt werden können.

00:10:22: So und dann gibt es noch einen Zwischenschritt der sich im Laufe der Evolution mit entwickelt hat und der besteht darin dass auch aus T four etwas anderes gebildet werden kann was wir als reverse t drei quasi messen können, eine inaktive Form des T-III.

00:10:41: Und das ist ein Schutzmechanismus des Organismus der gerade bei Stress eine wichtige Rolle spielt.

00:10:47: Das heißt ich habe eine schnelle Umwandlung statt direkt den T-II in einen Reverse T III.

00:10:53: Das steigt dann an und kann man in der Blutbahn auch quasi mitbestimmen und schränkt auf Dauer und bei dauerhaftem Stress die Schilddrösenfunktion mit ein.

00:11:03: So, jetzt lass uns noch mal zurückkommen zu den Symptomen die wir eben eingangs schon angesprochen haben und die wichtig sind nochmal einzuteilen.

00:11:13: Wir hatten gesagt Symptome lassen sich grob klastern in zwei Bereiche einmal die Unterfunktionen und einmal die Überfunktion.

00:11:20: Symptom der Unterfunksion sind Müdigkeit Gewichtszunahme Kältegefühl Verstopfung depressive Verstimmung trockene Haut.

00:11:30: Und da wird schon klar, natürlich es wirkt sich auf alle Bereiche auf die mit dem Energiestoffwechsel zusammenhängen aber eben auch Gehirnfunktion und vieles mehr.

00:11:39: Dann haben wir Symptome noch der Überfunktion.

00:11:43: Da reden wir dann quasi wenn zuviel schildrösen Hormon vorhanden ist von Nervosität Herzrasen Gewichtsverlust Wärme in Toleranz Zittern Schlafstörungen Verdauungsprobleme schnelle Darmbeweglichkeit Durchfälle.

00:11:58: Aber und das ist jetzt wichtig, die Symptome der Überfunktion oder Unterfunktion schließen dann nicht auf eine Erkrankung im Sinne von einer Schilddrüsen-Unterfunktion als Erkrankung.

00:12:09: Sie zeigen eigentlich nur hier sind zu wenig Schildrösen-Normone oder zu viel Schildrüsen- Normone Die Unterfunctionen über Funktion ist nicht direkt die Ursache der Störung Und deshalb lohnt es sich mal auf die Ursachen von Schildtrösen unter und über Funktionen zu schauen.

00:12:24: Die erste Unterfunktion sind auch mehr Menschen von Betroffen und damit auch die häufigste Ursache der Unterfunktion ist die sogenannte Hashimoto Tyrioiditis.

00:12:35: Itis, da steckt schon wieder Entzündung mit drin und die ein oder anderen wissen okay hier scheint das Immunsystem eine Rolle zu spielen.

00:12:41: und genau das passiert.

00:12:42: es ist einer Autoimmunerkrankung bei der das Immunsystem des Schildtrusengewebe angreift.

00:12:49: Ein typischer Messwert, den wir da vorhaben.

00:12:51: Wir haben eben die TPO's schon angesprochen.

00:12:54: Ja genau gegen diese TPO'S werden dann unter Umständen Autoantikörper gebildet und dann können wir uns vorstellen kann nachher Jod und Therosin nicht mehr zusammengepackt werden?

00:13:05: Und es kann nicht ausreichend Schildrösenhormonen produziert werden.

00:13:08: langfristig führt das dann auch zu Zerstörung der Schildrüse.

00:13:12: aber wir sehen Es ist keine primäre Schilddrösenerkrankung, sondern ein Autoimmunaprozess der sich an der Schildröse manifestiert.

00:13:20: Und dann haben wir für die Überfunktion eine andere Autie-Immunerkrankungen, die nennt sich Morbus baselo das kennen die einen oder anderen auch ist nicht ganz so häufig aber ebenfalls eine Autie Immunerkrankung.

00:13:32: und hier haben wir Antikörper TSH-Rezeptor quasi stimulieren.

00:13:38: Und was hatten wir noch mal gesagt?

00:13:39: TSH sorgt dafür, dass die Schildrüse aktiv wird in der Produktion von Schildrösenhormonen und sorgt damit auch aktiv für das Jod aufgenommen wird.

00:13:51: Es kommt durch die Überstimulation durch die Antikörper zu einer erhöhten Aufnahme von Jod unter erhöhtem Produktion vom Hormon.

00:14:00: Dann haben wir die Symptome der Überfunktion.

00:14:03: Aber es gibt auch andere Möglichkeiten außerhalb der Autoimmunenprozesse.

00:14:06: Einen Prozess den habe ich eben schon am Rande mit erwähnt, das sind die stressbedingten funktionellen Unterfunktionen während chronischen Stressbelastung.

00:14:17: Wir hatten angesprochen, dass die Umwandlung von T-IV zu T-III quasi reduziert wird.

00:14:21: Es gibt eine Zwischenstufe, die gebildet wird das sogenannte Reverse T-II und der Stoffwechsel wird dabei bewusst gedrosselt was auch hier aus einer evolutionären Perspektive extrem sinnvoll sein kann.

00:14:33: denn unter Stress soll nicht die Schildrüse arbeiten und den Stoffwechsel auf Wachstum umprogrammieren sondern unter Stress muss eigentlich das Problem erst mal gelöst werden.

00:14:44: Wir wussten nicht, dass es sich dauerhaft um chronischen Stress handelt wird.

00:14:49: Stressbedingte funktionelle Störungen, die sich eher in Unterfunktionen auswirken ohne Autimunprozess.

00:14:56: und dann finden wir noch etwas auch gar nicht so selten was wir als low T-III-Syndrom bezeichnen besonders interessantes Phänomen das ist auch keine schilddrüsen Erkrankung direkt Sondern sie tritt häufig bei anderen schweren Erkrankungen mit auf, bei Entzündungsprozessen und Traumata.

00:15:16: auch hier der Blick noch mal Richtung chronischen Stress.

00:15:19: Oder – das ist vielleicht für viele auch nochmal interessant – in sehr langen Fastenzeiten oder wenn man dauerhaft in so einem Energiedefizit Kalorien-Defizits sich bewegt dann kann es sein dass die Tee Drei Verfügbarkeit einfach reduziert ist.

00:15:33: er niedrig ist quasi.

00:15:35: Wir würden, wenn wir es messen würde, ein niedriges T-III sehen vielleicht normales TIV und meist auch einen normalen TSH Wert.

00:15:43: die Schildrüse dabei ist nicht erkrankt.

00:15:46: der Körper reduziert vielleicht gezielt die verfügbarkeit von TIII.

00:15:51: das ist die eine Möglichkeit.

00:15:53: oder nährstoffbeding kann natürlich auch sein dass zu wenig T-III gebildet werden kann oder dann eben zur Verfügung steht und wichtige Baustoffe dafür, die schauen wir uns auch auf jeden Fall noch an das Schildtrusenhormon überhaupt gebildete werden können.

00:16:09: Jetzt lasst uns den diagnostischen Teil nochmal komplettieren!

00:16:13: Wir haben schon gesagt man kann unterschiedliche Parameter messen, die sinnvoll sind.

00:16:18: Die Standardmessung, wenn die man sagt ich möchte gerne mal wissen wie es meiner Schildröse geht.

00:16:22: Die ist auch nach wie vor immer noch die Standardmethode.

00:16:27: wir würden nicht direkt den schildrusen Hormone messen sondern erst einmal die Vorstufe nämlich TSH das Thürioidea stimulierende Hormon der Hypophüse.

00:16:37: weil was würde uns das sagen?

00:16:38: Wenn der Wert deutlich erhöht ist spricht es funktionell dafür dass wahrscheinlich zu wenig Schildrosenhormone vorhanden sind und ist der Wert des TSH zu niedrig, scheinen sehr viele Schildrösenhormone unterwegs zu sein.

00:16:50: Dann könnte man abklären ob eine Schildrüsenunterfunktion oder Überfunktion besteht aber es wird nicht direkt in der Schilddröse gebildet.

00:16:57: Es gibt mir also auch keine direkte Auskunft.

00:17:00: Es macht durchaus Sinn die Diagnostik vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas zu erweitern.

00:17:07: Warum?

00:17:08: Um wirklich herauszufinden habe ich genügend Speicher- und Transporthormon.

00:17:13: Das ist das sogenannte FT-IV, was ich in der Blutbahn bestimmen würde.

00:17:17: Also freies Tyroxin oder eben das FT-III also das aktive Schildtrusen-Normon.

00:17:25: und eigentlich mittlerweile sind viele auch im primitivmedizinischen Bereich eher der Meinung zu sagen okay wir sollten um eine Auskunft zur Schilddruse zu bekommen erst mal nicht nur mit TSH anfangen sondern zumindest FT-II vielleicht auch FT IV um dann auch die Schildruse gesamt beurteilen zu können Weil wir eben wissen, dass ein TSH-Wert in bestimmten Situationen auch ohne Autoimmunprozess vielleicht in einem normalen Bereich liegen kann.

00:17:55: Aber FT-III dann vielleicht erniedrigt ist oder das Verhältnis zwischen FT-II und FT IV nicht stimmig ist.

00:18:02: Und so vielleicht, dass eine oder andere übersehen wird was bei vielen Menschen doch zu Problemen führen kann.

00:18:09: Wenn man in der Diagnostik weitergeht und findet heraus okay hier manifestiert sich Unterfunktion oder eine Überfunktion.

00:18:17: Dann können wir der Ursachenforschung weitergehen und wir würden bei dem Verdacht auf einen Autoimmunenprozess eben auch schauen, okay finden wir hier Antikörper gegen bestimmte Schildrösenstrukturen oder Enzyme?

00:18:30: Ich hatte es eben schon erwähnt die Thürioperoxylase also TPO, die wird typischerweise bei der Hashimoto-Thürialitis angegriffen.

00:18:38: da kann man Antikörper gegen feststellen.

00:18:41: Und das wäre quasi ein Teil, ein typischer Teil der Diagnostik, Antikörperdiagnostic um herauszufinden bei einem erhöhten Wert zusammen mit einer Unterfunktion was quasi für eine Hashimoto-Theorie dieses sprechen würde.

00:18:55: und ähm... Für die Schilddrüsenüberfunktion würde man den TSH Rezeptor Antiköpfer mit bestimmen.

00:19:04: Das nennt sich abgekürzt Track oder T-Rack, wie man es auch immer aussprechen mag.

00:19:10: Das heißt hier würden wir auch spezifische Antikörper feststellen.

00:19:13: aber nochmal die Messung würde an der Stelle eine Information über das Immunsystem wiedergeben, die sich quasi an der Schildrüse... Manifestiert.

00:19:23: Darüber hinaus gibt es auch Antikörper gegen das Thürioglobulin, auch diese Thürio-Globulin-Antikörpern die notwendig sind nachher um die schildrüsen Hormone zu speichern oder zu binden.

00:19:37: da finden wir häufig Thüro-Globulin-Antikkörper auch bei der Hashimoto.

00:19:42: Tyrioditis macht Sinn.

00:19:44: wenn das nicht funktioniert kann sich gespeichert werden und es würde eher in einer Unterfunktion münden.

00:19:49: So, wichtig für die Interpretation.

00:19:50: Die Antikörper zeigen eine Immunreaktion aber sie sagen nicht automatisch aus wie stark die Schildrüse beeinträchtigt oder geschädigt ist.

00:19:59: so es macht wenig Sinn nur mal die Antikörper zu checken ohne zu wissen was die Schiltrüse macht.

00:20:05: Schritt Nummer eins wäre bei einem Verdacht auf einer schildrüsen über- oder unterfunktion sich die schildrüsen Hormone anzuschauen also FT drei und FT vier Und natürlich auch TSH in der Kombination Und bei dem Verdacht auf einen Autoimmunenprozess, wenn es passen sollte kann man hier spezifisch die Antikörper testen.

00:20:24: Aber logischerweise tragt nur bei Überfunktion und Thürioglobulinantikörper oder TPO-Antikörper eben bei Unterfunktionsproblematiken.

00:20:35: Jetzt stellt sich logischerweise die Frage wie können wir die Therapie mit aufbauen vielleicht auch naturhaltkundlich begleiten?

00:20:41: worauf sollten wir achten?

00:20:43: So das heißt – und das wissen die meisten im Falle einer Unterfunktion, die deutlich häufiger auftritt.

00:20:51: Ist die Standardtherapie welche?

00:20:53: Wir geben einen Hormonpräparat was sich L-Tyroxin nennt.

00:20:59: und was war nochmal L-Tyroxine genau?

00:21:02: es ist einfach nur TIV.

00:21:04: Das ist die Standard Therapie die hier durchgeführt wird.

00:21:07: das heißt statt die Schildrüse jetzt spezifisch zu unterstützen in der Produktion, gebe ich einfach T-IV in den Kreislauf mit rein und dann habe ich ja Deodasen.

00:21:17: Das kann umgewandelt werden in T-III.

00:21:20: Ich hab quasi genügend Speicherhormon was sich in den Körper geben kann und dann kann T-II dementsprechend arbeiten.

00:21:27: das wäre die Standardtherapie aber Therapie im Sinne von okay.

00:21:31: Wir überbrücken die jetzt aufgetretene Störung im Bereich der Schildtrüse.

00:21:36: Es gibt auch weitere Präparate, die sowohl T-IV als auch T-III kombinieren.

00:21:43: Auch diese setzen einige Ärztinnen und Ärzte in der Therapie mit ein, um das Spezifische ausgestalten zu können.

00:21:49: Das macht durchaus Sinn.

00:21:50: eine andere Ebene, die man gehen kann oder sich darüber Gedanken machen kann wenn man herausgefunden hat dass vielleicht bestimmte Mikronährstoffe fehlen oder die Schildtrüsenfunktion spezifisch unterstützt werden soll.

00:22:03: Das kennen die meisten, mindestens mal die, die an ihrem Speisesaal so etwas Jot vorhanden haben.

00:22:09: Wenn wir nämlich Jot mehr dem Körperkreislauf hinzufügen, dann kann auch mehr Jot aufgenommen werden.

00:22:15: für viele ist das schon mit der Grund warum es überhaupt zu Unterfunktionen kommen kann.

00:22:20: aber und das ist wichtig Wir haben noch ein paar andere Co-Faktoren, die entscheidend sind.

00:22:24: neben Jots Was als zentraler Baustein entscheidend ist, ist dann auch wichtig dass wir ausreichend Tyrosin haben.

00:22:32: Jetzt hatte ich schon erwähnt, Tyrosine ist eine nicht essentielle Aminosauere.

00:22:35: die muss also nicht unbedingt über die Nahrung aufgenommen werden.

00:22:40: man kann die Mikronährstoffseitig natürlich mit integrieren auch Tyrosinen direkt supplementieren.

00:22:47: der ernährungs spezifische Ratschlag wäre hier natürlich ausreichende Eiweißversorgungen um das mit abzudecken.

00:22:53: So was ist da noch?

00:22:55: wichtig für die Schilddröse.

00:22:56: Etwas, was häufig auch nicht direkt ins Auge fällt ist nämlich die Verfügbarkeit von Eisen an der Stelle.

00:23:03: Also Eisenmangel-Situationen gehen dann gerne auch einher mit zu wenig schildrösenden Hormonen und Unterfunktionen.

00:23:10: Selene und Zink hatten wir schon gesprochen.

00:23:12: Selén insbesondere für die Deodasenaktivität also für die Umwandlung von T four zur T drei eine sinnvolle Ergänzung bei der Therapie Älteroxin, damit es besser umgewandelt werden kann.

00:23:27: Und am Ende auch Vitamine spielen hier eine entscheidende Rolle insbesondere Vitamin A also Retinol.

00:23:33: Am Ende sind diese Mikronährstoffe notwendig für die Hormonsynthese, diese Umwandlung dieser Konversion und diese Konvertierung von T-IV in T-III und für die Funktion der Rezeptoren.

00:23:46: Und ernährungsseitig können wir natürlich auch ein paar Dinge mit berücksichtigen.

00:23:50: Wenn wir wissen, dass Jod eine ganz entscheidende Funktion für die Schildrose einnimmt, dann gibt es bestimmte Lebensmittel, die ich zumindest einmal erwähnt haben möchte, die Jod-Aufnahme gegebenenfalls himmen können.

00:24:05: Wir reden hier vor allen Dingen von pflanzlichen Substanzen und diese Ursache oder die Substanze, die darin enthalten sind in den Pflanzen, sind sogenannte goetrogene Substancen.

00:24:15: Die finden wir in verschiedenen Lebensmitteln wie beispielsweise in Kohl, Weißkohl und Rotkohl.

00:24:22: In Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl oder Grünkohl, Packjoy, Soja, Hürse, Süßkartoffeln, Mannjogh beispielsweise.

00:24:32: Aber um das relativ klar noch einmal herauszustellen dabei geht es vor allen Dingen darum wenn wir über rohen Verzehr sprechen Wenn schon ein Jotmangel besteht unter Umständen und der nicht ausgeglichen ist oder eine andere Form der eingeschränkten Schilddrüsenfunktion, dann sollte man eher versuchen darauf zu verzichten.

00:24:54: Und man muss auch erwähnen, Kochen und der Hitzen sorgt dafür, dass diese Goetrogensubstanzen deutlich reduziert werden können.

00:25:01: Das bedeutet im Normalfall ist es erst mal kein Problem, diese Lebensmittel zu essen.

00:25:06: bei Menschen mit Schilddrüsen-Auffälligkeiten oder Symptomen in dem Bereich sollte man nochmal Spezifisch schauen.

00:25:13: Auch das Thema Soja und Gluten beispielsweise bei der Hashimoto-Türioditis mit berücksichtigen sind noch mal individuelle Einstellungen, die man mit berücksichtigen sollte.

00:25:24: Aber grundsätzlich gilt diese eben erwähnten Lebensmittel sind im normalen Maße und gut zubereitet gekocht erhitzt auch verträglich.

00:25:34: Die Schildrüse ist kein isoliertes Organ.

00:25:38: sie steht in enger Verbindung.

00:25:40: Und ich glaube, das ist schon relativ klar geworden mit anderen Organsystemen, insbesondere dem Immunsystem, dem Stresssystem im gesamten Energiestoffwechsel spielt es eine wichtige Rolle und natürlich auch dem Darm.

00:25:55: Hier ist wichtig dass man versteht, dass Symptome an der Schilddrüse die sich unter oder über Funktion manifestieren eher eine Situation sind, die Teil eines größeren Regulationsproblems sind.

00:26:10: Wenn wir in der Therapie ausschließlich Hormone ersetzen, behandeln wir möglicherweise die Folge und die auch relativ effektiv aber nicht wirklich die Ursache.

00:26:21: sicherlich für Therapeuten, Therapporten Ärztinnen und Ärzte, die jetzt hier auch gerade zuhören kennen das in ihrem Alltag trotz dann irgendwie eingestellter Schildthusen-Hormone passend diese Symptome immer noch nicht ganz oder sind noch nicht verschwunden, machen immer noch ein Problem.

00:26:36: Das bedeutet relativ klar, wenn wir auf die Schildrüse schauen und mehr Informationen bekommen, ja, wir sehen viele Symptome, wenn es hier zu Störungen kommt aber diese Wechselwirkung ist wichtig.

00:26:48: Und von daher sollten wir wirklich in der Therapie mehr darauf schauen und die Frage stellen wo haben wir die Ursache?

00:26:54: So liegt einen Autimunaprozess vor gibt es chronische, entzündliche Prozesse.

00:26:59: Besteht dauerhafter oder chronischer Stress?

00:27:01: Oder gibt es Nährstoffdefizite gerade im Mikronährstoffbereich wie eben schon erwähnt und das sollte definitiv eine Berücksichtigung finden und nicht nur einzustufen.

00:27:13: okay ich habe ne Schildrüse unter Funktionen oder über Funktion und dann ist das so einfach mit dem Medikament eingestellt und nie wieder darüber gesprochen.

00:27:20: die Schildröse is klein aber sie reguliert die zentralen Prozesse unseres Stoffwechsels.

00:27:27: unter Funktion und über Funktion sind keine Diagnosen, sondern Signale.

00:27:32: Signale dafür dass der Organismus aus dem Gleichgewicht geraten ist und genau deshalb lohnt es sich die Schildrüse nicht isoliert zu betrachten, sondern immer im Kontext des gesamten Systems.

00:27:43: Ich hoffe das für euch dieser Deep Dive die Perspektive auf die Schiltrüse noch mal geschärft hat und dass ich euch einen guten Überblick vermitteln konnte.

00:27:51: Wenn das so ist freuen wir uns Wenn ihr uns eine Bewertung dalasst oder gerne auch unseren Podcast abonniert, da freuen wir uns sehr darüber.

00:28:00: Außerdem wollen wir uns natürlich wenn er den Podcast mit Menschen teilt die das Thema rund um Schilddrüse interessieren könnte damit wir diese spannenden Informationen vielleicht untereinander teilen können.

00:28:12: Ich freue mich auf die nächste Episode und bis dahin wünsche ich euch alles Gute!

00:28:17: Revolutionäre Perspektiven Auf Gesundheit und Krankheit.

00:28:22: Parazelsos Lab, der Podcast der Parazselsos Gesundheitsakademie.

00:28:29: Mehr Infos auf Paracelsos.

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