Borreliose: Die unterschätzten Langzeitfolgen eines Zeckenstichs (Deep Dive)
Shownotes
„Die entscheidende Frage lautet nicht nur, wie eine Infektion beginnt, sondern was im Körper zurückbleibt, wenn sie eigentlich überstanden sein sollte.“
Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene bakterielle Erkrankung Europas. Ausgelöst wird sie durch Borrelien, Bakterien, die über einen Zeckenstich in den Körper gelangen und sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe auslösen können. Viele Infektionen heilen folgenlos aus. Bei einem Teil der Betroffenen bleiben jedoch Beschwerden bestehen oder treten später erneut auf: Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrationsprobleme, neurologische Symptome oder eine reduzierte Belastbarkeit.
In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive ordnet Podcast-Host Matthias Baum ein, warum die Forschung bei Borreliose längst nicht mehr nur auf den Zeckenstich blickt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Borrelien mit dem Immunsystem interagieren, warum sie Entzündungsprozesse auslösen können und weshalb Diagnostik und Verlauf nicht immer eindeutig sind.
Borreliose kann verschiedene Krankheitsbilder hervorrufen. Dazu gehören die typische Wanderröte, Gelenkentzündungen wie die Lyme-Arthritis und neurologische Manifestationen wie die Neuroborreliose. Besonders relevant ist dabei die Fähigkeit der Erreger, Immunreaktionen zu beeinflussen und sich im Gewebe unterschiedlich bemerkbar zu machen.
Der Deep Dive richtet den Blick vor allem auf langanhaltende Beschwerden nach einer Infektion. Diskutiert werden neuroinflammatorische Prozesse, Veränderungen des autonomen Nervensystems, Störungen der Belastungsregulation und die Frage, ob bakterielle Bestandteile das Immunsystem weiterhin aktivieren können. Damit berührt Borreliose zentrale Forschungsfelder, die auch bei Long Covid, ME/CFS und anderen postinfektiösen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen.
Warum wird nicht jeder Mensch nach einem Zeckenstich krank? Weshalb können Beschwerden bestehen bleiben, obwohl die akute Infektion behandelt wurde? Und was zeigt Borreliose über die langfristigen Folgen gestörter Immunregulation?
Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.
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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Transkript anzeigen
00:00:00: Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion und nicht jede Infektionen führt eine Erkrankung.
00:00:07: Boreliose ist mehr als eine Infektionserkrankung durch Zecken übertragen, sie ist ein Fenster in einem auch spannendes Forschungsfeld der modernen Medizin?
00:00:16: Die entscheidende Frage lautet also heute nicht mehr gibt es eine chronische Borelose sondern welche biologischen Mechanismen halten Beschwerden nach einer Infektion aufrecht?
00:00:26: Borillen beeinflussen aktiv die Art und Weise, wie das Immunsystem reagiert.
00:00:31: Und genau das macht sie zu einem sehr außergewöhnlichen Erreger!
00:00:51: Hallo Menschen willkommen im Paracelsus Lab zum neuen Deep Dive.
00:00:55: Es ist Sommer Kurze Kleidung, Barfuß durch den Garten.
00:00:59: Ein Spaziergern durch den Wald eine Wanderung durch hohes Gras und irgendwo auf diesem Weg kommt es zu einem Zeckenstich.
00:01:07: die meisten Menschen entfernen wie Zecke beobachten die Haut ein paar Tage und denken danach nicht mehr darüber nach.
00:01:12: für die Allermeisten ist das auch völlig richtig.
00:01:15: doch manchmal beginnt mit diesem kleinen Stich eine Geschichte die deutlich größer ist als die Zecke selbst ein Thema mit Bakterien ausdricksen können, über Entzündung die sich im Nervensystem oder in Gelenken manifestieren.
00:01:32: Und wir reden hier jetzt über die faszinierende Frage warum manche Menschen nach einer Infektion vollständig genesen wären andere Monate lang sogar Jahre später noch unter Erschöpfungsschmerzen Konzentrationsstörungen oder neurologischen Beschwerden leiden.
00:01:47: Kaum jemand würde einen kleinen Ordnams Leim im Bundesstaat Connecticut kennen.
00:01:53: Und doch hat genau dieser Ort eine Erkrankung ihren Namen gegeben, die heute zu den häufigsten durch Zecken übertragenen Infektionserkrankungen der nördlichen Hemisphäre gehört.
00:02:03: Die Leimborreliose!
00:02:06: Für die einen ist es eine gute behandelbare bakterielle Infektion für andere beginnt nach einem Zeckensstich eine jahrelange Leidensgeschichte mit Gelenkenzündung Nervenschmerzen Erschöpfung Hirnnebel und einer deutlich eingeschränkten Lebensqualität.
00:02:23: Und genau hier stellt sich die Frage, ist Boreliose einfach eine bakterielle Infektion?
00:02:30: Oder kann sie Prozesse in Gang setzen, die noch lange weiterlaufen nachdem die Erreger längst verschwunden sind.
00:02:36: Was passiert eigentlich im Körper nach einer Infektions mit Boryllien?
00:02:40: Wie gelingt es diesen Bakterien, sich der Immunabwehr zu entziehen?
00:02:45: Warum entwickeln manche Menschen einen Neuroborelioso und andere eine Leimartritis und viele überhaupt keine Symptome.
00:02:52: Und was wissen wir heute über das sogenannte Post-Treatment Lime Disease Syndrome?
00:02:57: Also Beschwerden, die auch Monate oder Jahre nach einer behandelten Boreliose bestehen können.
00:03:03: Genau darum geht es heute!
00:03:04: Wir sprechen also über Borelose vom Zeckenstich zur systemischen Erkrankung von der akuten Infektion bis zu den aktuellen Erkenntnissen postinfiziöse Symptome.
00:03:20: Fangen wir aber doch wie immer an diesem Punkt ganz von vorne an.
00:03:24: Boriliose ist die häufigste durch Zecken übertragende bakterielle Erkrankung Europas, für Deutschland existiert keine bundeswarte Meldepflicht, Modellrechnungen und Krankenhausdaten gehen je nach Methodik von etwa einhundert bis über zweihunderttausend diagnostizierten Fällen pro Jahr aus.
00:03:44: Der wichtigste Überträger und deswegen immer die Verbindung zu den Zecken, ist der Gemeinnaholzbock.
00:03:51: Je nach Region tragen diese Zecken zwischen fünf bis fünfunddreißig Prozent die Borillen in sich.
00:03:59: Doch hier wird es bereits interessant nicht jeder Zecke-Stich führt zur einer Infektion und nicht jede Infektionen führt zu eine Erkrankung.
00:04:07: Schätzungen zufolge entwickelt nur ein kleiner Teil der Infizierten tatsächlich das vollständige Krankheitsbild.
00:04:13: Die Frage lautet also, was unterscheidet Menschen die nach einem Zeckenstich gesund bleiben von denen, die erkranken?
00:04:20: Darüber wollen wir natürlich auch noch weiter in diesem Podcast sprechen!
00:04:32: Das sind schraubendförmige Bakterien, so wenn man sie sich wirklich unter dem Mikroskop anschaut.
00:04:38: Mit einer und das ist genau die Form dieser Bakterie außergewöhnlichen Beweglichkeit, die Sie haben.
00:04:44: Während viele Bakterian lokal bleiben können Boriljen aktiv ... durch Gewebewandern.
00:04:49: Auch das ist logischerweise wichtig, also sie bewegen sich durch die Haut, durch Bindegewebe, durch Blutgefäßwände und das Nervengewebe.
00:04:58: Zusätzlich besitzen Sie eine Fähigkeit, die immunologisch sehr faszinierend ist, denn sie verändern kontinuierlich ihre Oberflächen Eiweiße.
00:05:08: Das bedeutet, dass Immunsystem erkennt den Erreger.
00:05:11: Die Borillen verändern ihr Erscheinungsbild und die Immunabwehr muss quasi erneut reagieren.
00:05:18: Dieser Mechanismus wird als Antigenvariation bezeichnet.
00:05:22: Es erklärt teilweise, warum Borilien trotz aktiver Immunantwort im Körper weiter persistieren oder bestehen können.
00:05:31: An dieser Stelle stellt sich auch eine spannende Frage, wenn unser Immunsystem täglich Viren, Bakterien und Pilze erfolgreich kontrollieren kann?
00:05:39: Warum gelingt Borilion überhaupt die Ausbreitung im Körper?
00:05:45: Und ja, Borillen sind keine gewöhnlichen Bakterien.
00:05:47: Sie besitzen eine ganze Reihe von Mechanismen.
00:05:50: Hier habe ich gerade schon diese Antigenvariation angesprochen.
00:05:53: durch die Veränderung der fortlaufenden Oberflächenproteine weiß das Immunsystem immer wieder nicht was ist es jetzt etwas Neues?
00:06:01: Also muss es quasi auf das angepasste Erscheinungsbild reagieren.
00:06:06: Die Immunabwehr muss praktisch wieder von vorne beginnen.
00:06:09: Hinzu kommt aber auch ein weiterer Effekt in verschiedenen Studien zu dem Thema Borillian auch gezeigt hat, nämlich dass die normale Reifung bestimmter B-Zellen, die wichtig sind für unsere Antikörperproduktion und die Organisation der sogenannten Keimzentren in Lymphknoten beeinflusst werden können.
00:06:29: Dadurch wird quasi die Bildung hochspezifischer Antikörper verzögert – das Bakterium kann sich weiter ausbreiten.
00:06:37: Das könnte auch erklären warum früher Antiköpertests häufig negativ ausfallen?
00:06:43: Zusätzlich können Borillenkörpereigende Mechanismen nutzen, die normalerweise Gewebsschäden verhindern sollten.
00:06:50: Unter anderem binden sie regulatorische Faktoren des Komplementsystems, also ein Teil des Immunsystems und reduzieren dadurch die Effektivität eines wichtigen Teils unserer angeborenen
00:07:02: Immunantwort.".
00:07:04: Mit anderen Worten, Borillien verstecken sich nicht einfach.
00:07:06: Sie beeinflussen aktiv die Art und Weise wie das Immunsystem reagiert.
00:07:12: Und genau das macht sie zu einem sehr außergewöhnlichen Erreger.
00:07:16: Ebenfalls spannend wenn man Boriliose hört denken viele an eine einzige Erkrankung oder vielleicht ein einzelnes Bakterium.
00:07:24: tatsächlich existieren verschiedene Borillianarten.
00:07:28: in Europa dominieren Hauptsächlich drei unterschiedliche Formen.
00:07:32: Borelia, Afzelii, Borellia, Garinii und Borella burgdorferii.
00:07:38: Das ist einer der Bekannterinnen, die man vielleicht auch schon mal gehört hat.
00:07:42: Zumindest die, die sich gerade aktuell in einer Heilpraktikerausbildung befinden.
00:07:47: Und diese unterschiedlichen Borelienformen haben auch unterschiedliche Affinität zu unterschiedlichen Geweben.
00:07:54: Also Boreliar-Afzeliyi bevorzugt gerne Hautgewebe.
00:08:00: Garinii zeigt eine stärkere Affinität zum Nervensystem.
00:08:04: Und wiederum andere verursachen eher Gelenkbeteiligungen, es erklärt vielleicht warum zwei Patientinnen und Patienten mit derselben Infektion, da steht ja erst mal Boreliose im Raum völlig unterschiedliche Symptome entwickeln können.
00:08:19: Wenn wir über Borelose als Erkrankung sprechen dann hilft uns für ... die Einteilung des Verständnis einer klassischen Stadieneinteilungen.
00:08:28: Die wollen wir einmal ganz kurz durchgehen, das Stadium I, die früher lokalisierte Infektion beginnt quasi Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich.
00:08:38: Die Borillen befinden sich dann überwiegend in der Haut und es kommt zu typischen Symptomen Begleitsymptomatik vielleicht auch wirklich durch die Infektionen oder die Aktivität des Immunsystems wie Müdigkeit Kopfschmerzen, Muskelbeschwerden oder eben auch Fieber.
00:08:55: Und ein Symptom was bei Boreliose sehr spezifisch zu sein scheint nämlich das Thema der Wanderröte.
00:09:02: Die Wander röte des sogenannte Erritema Migrans gilt als das Leitsymptom bei Borylose.
00:09:09: Sie tritt aber nur bei etwa siebzig bis achtzig Prozent der Patientinnen und Patienten auf.
00:09:13: Das ist wichtig, weil im Umkehrschluss bei zwanzig bis dreißig Prozent sich keine Wanderröte entwickelt.
00:09:19: Und wenn diese Wanderrüte fehlt und Zäckenstich stattgefunden hat vielleicht auch eine Infektionsstadt gefunden hat übergeht man das unter Umständen?
00:09:28: Man denkt nicht darüber nach dann wird die Diagnose deutlich schwieriger.
00:09:32: es wird noch wichtig im Therapieverlauf So, das Stadium II.
00:09:37: Man nennt dieses Stadium die frühe Disseminierte-Infektion.
00:09:41: Das bezieht sich auf Wochen bis Monate später.
00:09:45: Die Borilien breiten sich über das Blutsystem und die Lymphbahnen weiter aus Und jetzt können unter Umständen verschiedener Organe betroffen sein Besonders häufig des Nervensystems, des Herz und vor allen Dingen die Gelenke wo wir eben auch die Leimatritis mit zuordnern würden.
00:10:05: Und das Stadium drei, das ist eigentlich eine sogenannte Spätmanifestation Monate bis Jahre nach der Infektion.
00:10:12: und hier kommt es dann im weiteren Verlauf zu anhaltenden Leim-Atrittis chronischen Neuropathien oder bläulich rötlichen Hautveränderungen die gerade durch bestimmte Borelienformen in Europa mit auftreten können.
00:10:28: Wichtiger Aspekt, wenn das Nervensystem befallen wird dann sprechen wir von der sogenannten Neuroboreliose und sie zählt zu den wichtigsten Organmanifestationen.
00:10:41: Es ist die häufigste disseminierte Manifestations in Europa und tritt hier deutlich häufige Aufwärts beispielsweise in Nordamerika.
00:10:49: Ungefähre Schätzungen in den Zahlen, zehn bis fünfzehn Prozent der unbehandelten boreliose Patientinnen und Patienten entwickeln eine neurologische Beteiligung.
00:10:59: Das heißt die Borillen, die sich weiter im Körper bewegen gelangen zu Hirnhäuten, zu Nervenwurzeln, zu Hirnerven werden dann quasi befallen Und es kommt zu typischen Beschwerden und Symptomen, wie nächtliche Nervenschmerzen oft brennend oder wandern.
00:11:18: Und das über Wochen hinweg und hinzukommen dann häufig Sensibilitätsstörungen, Kribbel- und Taubheitsgefühle.
00:11:25: Eine der häufigsten Manifestationen finden wir im Gesichtsnerv dem Nervus facialis ... Die sogenannte Facialisparese die einseitige Lehmung des Gesichtsnerves.
00:11:38: Das ist im Kontext der Borreliose die häufigste infektiöse Ursache für eine faciales Paräse, die auftreten kann.
00:11:46: Bei all diesen Stadien und Symptomen, die auftreten können gibt es aber definitiv eine gute Nachricht.
00:11:51: Antibiotikumtherapie ist hier das Mittel der Wahl und die Prognose ist meist auch sehr gut.
00:11:57: Die Regeneration – wenn aber etwas betroffen ist, gerade in den Spätstadien – kann einige Monate definitiv dauern.
00:12:05: Neben dem Befall des Nervensystems und der Neurobarylose kann es zu der schon erwähnten Leimartritis kommen.
00:12:13: Die häufigste Spätmanifestation, das betrifft dann wirklich die Gelenke.
00:12:18: Besonders häufig betroffen sind die Knie und charakteristisch ist hier, dass wir vor allen Dingen eine starke Schwellung haben.
00:12:26: Die Schwellungen meistens auch noch mehr.
00:12:27: Das Problem ist als die Schmerzen selbst.
00:12:30: Manche Patientinnen und Patienten entwickeln dabei erhebliche Gelenkergüsse.
00:12:35: Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten bleibt der entzündliche Prozess wirklich länger bestehen.
00:12:40: Selbst wenn es keine aktive Infektion mit Porillen mehr gibt oder die zumindest nicht mehr nachweisbar ist, und genau hier beginnt logischerweise der spannende Bereich in Diagnostik und Forschung um genauer zu verstehen wie kommt es zu den Spätfolgen?
00:12:56: Und warum sind manche auch Nachbehandlung immer noch mit Symptomen betroffen?
00:13:01: Aber die Frage, die sich im Vorfeld noch stellt ist.
00:13:03: Warum sind gerade die Gelenke so häufig betroffen?
00:13:06: Warum entwickeln manche Patientinnen und Patienten neurologische Symptome andere vor allem die Gelnkentzündung?
00:13:12: Die Antwort kennen wir bis heute muss man ehrlicherweise sagen nicht vollständig.
00:13:16: Wir wissen jedoch dass unterschiedliche Borillen eine unterschiedliche Affinität zu verschiedenen Geweben aufweisen können.
00:13:23: Gelenken bieten ein biologisches Milieu was ... für bestimmte Burillien sehr gerne angenommen wird, kollagenreiches Gewebe.
00:13:33: Indem die Bestandteile der Burillen besonders lange auch verwallen können.
00:13:37: und gerade in Gelenken können eben auch bakterielle Teilfragmente über lange Zeiträume immunologisch aktiv bleiben.
00:13:46: Und vielleicht verschiebt das gerade auch die Perspektive, also nicht nur ob eine akute Borelieninfektion vorhanden ist sondern welche biologischen Spuren durch die Borellien in einem bestimmten Gewebe hinterlassen worden.
00:14:01: Das führt uns unweigerlich zu der Frage okay wie kann man Diagnostizieren.
00:14:05: Viele kennen Antikörpertests, die gemacht werden um eine Borreliose nachzuweisen und die simple Einteilung oder die Vorstellung ist okay habe ich einen positiven Antikörper Test?
00:14:16: bedeutet das Ich habe eine aktive Borrelyose?
00:14:19: Das stimmt so nicht.
00:14:21: Antiköper können viele Jahre nach einer durchgemachten Infektion auch immer noch nachweisbar bleiben.
00:14:29: Wenn ich einen negativen Borreliose-Test habe, bedeutet es sich keine.
00:14:34: Auch das stimmt nicht unbedingt!
00:14:36: Insbesondere gerade in den ersten Stadion der Boriliose, wie eben schon erwähnt.
00:14:42: durch die Veränderung der Oberflächenstrukturen und der Bakterien kann es dazu kommen dass die Antikörper nicht zu passenden Zeit gebildet werden.
00:14:50: Gerade in den Ersten Wochen kann es also in der Serologie negative Ergebnisse geben.
00:14:55: Die Antikörper benötigen letztendlich Zeit um sich daran anzupassen.
00:15:00: deshalb gilt Wir versuchen erst mal klinisch diagnostisch draufzuschauen, welche Infektion könnte vorliegen.
00:15:07: Wenn wir nach einem Zeckenstich die Wanderröte haben und dann eine klinische Diagnose ... Man wartet hier an der Stelle nicht erst bis zum Laborbefund bevor die ärztliche Behandlung beginnen sollt.
00:15:21: Die ärztlichen Behandlungen wissen die meisten auch.
00:15:24: Hier ist der Einsatz definitiv sinnvoll.
00:15:27: Diese klinische Diagnose besteht, sollte unmittelbar mit einer Antibiotikomtherapie begonnen werden.
00:15:33: Dafür sind Sie da?
00:15:34: Da machen sie auch wirklich Sinn!
00:15:36: Jetzt wäre natürlich die Überlegung, dass man sagt naja gut bei zwanzig bis dreißig Prozent der Patientinnen und Patienten finden wir diese Wanderröte nicht.
00:15:42: Da war aber ein Zeckenstich.
00:15:44: macht es dann nichts Sinn vielleicht präventiv einen Antibiatikum einfach zu geben?
00:15:48: Das ist eine verständliche Frage.
00:15:51: Aber die Antwort ist relativ klar und deutlich nein Und der Grund hängt letztendlich auch mit statistischen Faktoren zusammen.
00:15:58: Die meisten Zecken sind selbst nicht infiziert oder Träger der Borreliose und die meisten Infektionen verlaufen auch folgenlos, Und Antibiotika wiederum verursachen auch Nebenwirkungen und es können Antibiatikerresistenzen entstehen.
00:16:13: Deshalb empfiehlt sich nicht eine generelle Antibiotikumprofilaxe nach einem Zeckenstich durchzuführen.
00:16:20: aber Wichtig ist, den Zeckenstich nicht ganz außer Acht zu lassen mit zu beobachten, früh zu erkennen.
00:16:26: Im Idealfall eine frühe Diagnose zu haben und möglichst früh mit der Therapie zu beginnen.
00:16:32: Und wie schon erwähnt wenn das Thema Migrans also die Wanderröte festgestellt worden ist, dann ist das Mittel der Wahl unmittelbar mit der Antibiotikomtherapie zu beginnen.
00:16:44: Das sollte man an der Stelle der ärztlichen Anordnung definitiv vorgeleisten.
00:16:49: Zeiträume sind hier zwischen zehn bis einundzwanzig Tagen.
00:16:52: Wenn es weiter fortgeschritten ist auch im Kontext der Neuroborreliose oder später der Leimantrittes werden Antibiotika eingesetzt.
00:17:01: Aber auch irgendwann sehen wir hier, dass nach weiteren Fortbestehen es keinen Sinn macht immer und dauerhaft dann weiterhin Antibiotika zu geben.
00:17:11: weil die Suche natürlich immer besteht.
00:17:13: habe ich einen akuten Nachweis der Borreliose ja oder nein?
00:17:17: nur dann würde natürlich eine Antibiatiktherapie Sinn ergeben.
00:17:21: jetzt lasst uns weitergehen.
00:17:22: das bei einigen Patientinnen und Patienten Doch häufig erfolgreichen Therapie der Boreliose mit Antibiotikum ist doch beeinigen zu einem Post-Leim-Symptomkont.
00:17:35: Das ist wahrscheinlich einer der spannendsten Punkte überhaupt, denn die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten wird nach der Antibiotikumtherapie auch wieder vollständig gesund.
00:17:45: Aber einige Menschen entwickeln Monate und Jahre später noch Beschwerden.
00:17:49: Und die Frage ist natürlich warum passiert das bei einigen?
00:17:54: Die Frage ist hier auch nicht abschließend zu beantworten.
00:17:57: Es werden aktuell verschiedene ... Aspekte verschiedener Faktoren, verschiedene Risikofaktoren diskutiert unter Umständen auch genetische Unterschiede.
00:18:06: Auch hier ... Wir kennen das bei beispielsweise rheumatischen Erkrankungen.
00:18:10: Auch HLA-Merkmal werden diskutiert, verschiedene Varianten wo das Immunsystem anders oder stärker auf die Borilien reagiert und auch länger reagiert.
00:18:20: Und dass quasi mit bestehen bleibt, dass es vielleicht zu stärkeren Entzündungsreaktionen kommt, Und das darf man bei Zeckenstichene eben auch nicht vergessen.
00:18:33: Es gibt Co-Infektionen, die stattfinden können.
00:18:36: Frühsommerliche Menigokotten, Enzifalitis beispielsweise wäre hier mit zu erwähnen oder auch andere, die übertragen werden können und hier kann es dann für den Organismus für unterschiedlich starke Reaktionsmuster kommen und das kann dann unter Umständen auch länger fortbestehen.
00:18:52: Das eigentliche Rätsel wenn es dann wirklich weitergeht Warum haben dann manche Menschen Monate später und das Anhalten über Jahre hinweg Symptome wie Erschöpfung, Hirnnebel, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Schmerzzustände nicht nur an gelenken Belastungsintoleranz?
00:19:12: Obwohl die Infektion ja eigentlich behandelt wurde mit der Therapie hat sie vielleicht nicht richtig angeschlagen.
00:19:19: Und ist eine Therapie abgelaufen, so wie es die Leitlinien mit Antibiotika vorsehen.
00:19:26: Und diese Symptome bestehen weiter und ich habe das Eingangs eben erwähnt.
00:19:29: dann nennt sich das ganze Post Treatment Lime Disease Syndrome.
00:19:35: man kennt andere Abkürzungen auch Post Lime Syndrome was man häufiger findet.
00:19:40: aber hier ist nochmal unterstrichen dass quasi eine Behandlung gegeben hat und trotzdem die Symptone weiterhin Persistieren, also ist definitionsgemäß bestehen Beschwerden weiterhin länger als sechs Monate nach abgeschlossener Therapie Was immerhin zehn bis zwanzig Prozent der Patientinnen und Patienten betrifft.
00:20:01: Also es keine kleine Zahl die das mitbetrifft.
00:20:04: so und für die Menschen Die eine Borreliose durchgemacht haben es vielleicht nicht mitbekommen haben keine Antibiotikomtherapie erhalten haben heißt nicht dass sie keinen Post-Treatment-Line-Disease-Syndrom haben.
00:20:17: Also letztendlich hatten sie das Treatment nicht, aber Sie haben unter Umständen wirklich eine postborillion anhaltende Symptomatik die immer noch mit besteht und diese Symptome sind da häufig sehr ähnlich.
00:20:30: Und jetzt ist doch die Kernfrage, warum bleiben diese Beschwerden dann eigentlich so lange noch bestehen?
00:20:37: Eine Frage, die sich hier immer stellt.
00:20:38: Na ja, die Bakterien wurden wahrscheinlich nicht richtig bekämpft und sie schrauben sich immer noch durch unser Gewebe durch.
00:20:44: Die Frage, der sich also häufig stellt sind immer noch Barillen vorhanden?
00:20:47: Das war lange der Fokus der Diskussion.
00:20:50: Können wir immer noch barillen nachweisen?
00:20:53: Und heute ist der Fokus vielleicht etwas verschoben und es gibt spannende Ergebnisse in diese Richtung.
00:20:59: Nämlich die Frage, braucht es überhaupt Borillen im Nachgang nachdem die Bakterien vielleicht auch abgetötet worden sind oder zerstört worden sind?
00:21:07: Dass es diese Symptome noch aufrechterhalten kann.
00:21:10: Und lange Zeit standen sich hier wirklich zwei Lager gegenüber.
00:21:14: Die einen sagten, die Beschwerden müssen durch eine fortbestehende Infektion verursacht werden und die anderen haben gesagt es gibt keinen Hinweis auf lebende Borilien.
00:21:22: also kann es auch keine anhaltende oder auch chronische Boriliose sein.
00:21:26: Die Infektionen kann nicht die Ursache der Problematik sein.
00:21:30: so neuere Forschungsergebnisse können diese scheinbar widersprüchlichen Position miteinander verbinden.
00:21:36: Wir haben eben schon ein bisschen über die Struktur der Borelien gesprochen, nicht nur über die Formen und die schraubenförmige Formen sondern auch über die Oberfläche der Bakterien.
00:21:44: Borellien besitzen wie alle Bakterie eine Zellwand und ein zentraler Bestandteil dieser Zell Wand sind sogenannte peptido-Glykane also eine Eiweißähnliche Struktur, eine Teilstruktur, die wir in den Zellwänden der Borylian finden können.
00:22:02: Es ist letztendlich ein großes Netzwerk aus Zucker- und Eiweißstrukturen, die dem Bakterium selbst Stabilität verleihen.
00:22:09: Während viele bakterielle Peptidoklucane vom menschlichen Körper relativ rasch abgebaut werden scheint es so zu sein dass Peptido-Klucan von Borilien ungewöhnlich lange im Gewebe verbleiben kann Und diese neuen Untersuchungen, die es in diesem Bereich gibt zeigen das solche Fragmente selbst Monate nach der Infektion noch nachweisbar sein können.
00:22:34: Besonders interessant ist, dass diese Frequenze von unserem Immunsystem weiter erkannt werden über sogenannte Mustererkennungsrezeptoren immer wie das Immunystem arbeitet beispielsweise sogenannte Toller-Krezeptoren.
00:22:48: also entdecken sie eine dieser peptidoklucane und es folgt eine Entzündungsreaktion darauf.
00:22:56: entzündungst Botenstoffe werden produziert und ausgeschüttet Und obwohl wir jetzt keine aktive bakterielle Vermehrung haben oder bestehende Bakterien sind, diese restlichen Teilstrukturen immer wieder Immunsystem aktivieren.
00:23:08: Genau deshalb sprechen einige von einem Rauch ohne Feuer was immer noch mit besteht.
00:23:15: das Feuer also die aktive Infektion ist zwar eigentlich gelöscht aber der Rauch die immunologisch aktiven Überreste bleiben immer noch bestehen Und möglicherweise reicht genau das aus, um Beschwerden bei einem Teil der Patientinnen und Patienten aufrechtzuerhalten.
00:23:30: Wichtig ist jedoch – und das müssen wir auch hier klar einordnen, dass es eine Hypothese die erklärt vermutlich – wichtig ist.
00:23:38: jedoch Datenlage ist derzeit am stärksten für das Thema der Leimatritis.
00:23:47: Ob derselbe Mechanismus auch für das thema rund um Erschöpfung, Hirnnebel oder auch weitere Symptome mit erklären können, warum das so passiert?
00:23:57: Das wird aktuell natürlich weiter erforscht und untersucht.
00:24:01: Dennoch scheint es ein passender Ansatz zu sein und es liefert erstmals einen biologisch plausible Mechanismus, der weder eine aktive Infektion noch eine klassische Autoimmunerkrankung voraussetzt.
00:24:13: Das war der Stand bisher, dass man das nicht einordnen konnte und erst mal nur die Symptome mitbestehen.
00:24:19: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass sich die Borreliose ja nicht unbedingt auf Gelenkstrukturen beziehen muss sondern eben auch auf unser Gehirn Und auch hier spielt das Immunsystem im Gehirne eine ganz entscheidende Rolle.
00:24:33: Die Immunzellen im Gehirn nennen sich Mikroglier und eigentlich sollten sie nach einer Entzündungsreaktion wieder in einen Ruhestand zurückkehren.
00:24:43: Und wie wir heute aber eher verstehen und auch wissen, kommt es zur sogenannten Neuro-Inflammation also entzündlichen anhaltenden Prozessen im zentralen Nervensystem.
00:24:55: Und gerade diese neuere informatorischen Prozesse sehen wir bei Menschen mit Borelioseerkrankungen im Vorfeld und bei bestehenden Beschwerden, die dann möglicherweise Symptome erklären können wie Erschöpfung, Hirnnebel-Schmerzverstärkung oder Schlafstörung.
00:25:14: Ein Muster das wir mittlerweile natürlich nicht nur bei einer Pustleim Syndrome finden können, sondern natürlich auch bei anderen Erkrankungen wie Long Covid.
00:25:26: Immer wieder neuro-inflammatorische Prozesse im zentralen Nervensystem und wenn Entzündungssignale über längere Zeit bestehen bleiben bleibt das eben nicht ohne Folgen denn das Gehirn besitzt quasi ein eigenes Immunsystem was quasi immer wieder reagiert und für Beschwerden und Probleme mit sorgen kann.
00:25:44: von daher ist dieser Mechanismus der Neuro-Inflammation ebenfalls extrem entscheidend, wenn wir über lang anhaltende Prozesse nach einer durchlaufenden Borelieninfektion sprechen.
00:25:56: Ebenfalls ein spannender Mechanismus der hier noch diskutiert wird ist die Funktionsweise des autonomen Nervensystems.
00:26:03: Viele Patientinnen und Patienten berichten über Symptome wie Herzrasen-, Kreislaufprobleme, Stressintoleranz.
00:26:14: Forschung diskutiert hier Veränderungen in der Kommunikation zwischen Immunsystem und dem vegetativen Nervensystem, insbesondere dem Nervus Vargus.
00:26:23: Dem Gehirn, dem Stoffwechsel insgesamt.
00:26:25: Und auch hier sehen wir das bei Post-Treatment Line Syndrome eine Möglichkeit wie bei anderen postinfektiosen Syndroms, dass auch das vegetative Nervenystem eine ganz entscheidende Rolle spielt.
00:26:39: An dieser Stelle wird Boreliose zu weit mehr als nur einer Infektionserkrankungen nach einem Zeckenstich, denn diese Mechanismen finden wir heute bei vielen postinfektiösen Erkrankungen.
00:26:50: Wir haben kürzlich erst zu gesprochen ob nun Long Covid oder ME-CFS andere postvirale Erschöpfungssyndrome und eben genauso hier bei dem sogenannten Post Lyme-Syndrom was Nachbehandlung oder auch ohne Behandlung mit auftreten kann.
00:27:07: Vielleicht unterscheiden sich quasi die Auslöser, aber die biologischen Folgen könnten jedoch erstaunlich ähnlich sein.
00:27:14: Und deshalb wird eben Boreliose heute zunehmend als Modell genutzt um grundsätzlich zu verstehen warum manche Menschen nach einer Infektion vollständig genesen und anderen nicht.
00:27:25: Borellose ist möglicherweise nicht nur eine Infektionskrankheit sondern eher eine Art Modell wie Infektionen langfristig Veränderungen im biologischem Regulationssystem hinterlassen können.
00:27:35: Und das interessiert die Forschung natürlich in der Immunologie, in der Neurologie, Long Covid-Forschung.
00:27:41: Um diese Mechanismen besser zu verstehen und dann auch passende Diagnostik und Behandlung noch mal mitzuermöglich.
00:27:49: Damit kommen wir quasi zu einem vielleicht der kontroversesten Fragen bei dem Thema chronische Boreliose.
00:27:57: gibt es das, haben wir in der Reganachweis.
00:27:59: Ja oder nein?
00:28:00: Die Lager sind hier sehr gespalten.
00:28:02: Zunächst sollten wir festhalten, der Begriff chronische Borelose wird in der Wissenschaft auch uneinheitlich verwendet und beschreibt häufig unterschiedliche Patientengruppen.
00:28:12: So die Antwort ob es eine chronische Boriliose gibt lautet aktuell.
00:28:17: Es kommt darauf an was man darunter versteht.
00:28:20: Wenn damit gemeint ist die Beschwerden bestehen lange nach einer boriliose fort Dann lautet die Antwort eindeutig ja.
00:28:28: Das sehen wir klinisch sehr regelmäßig, vielleicht ihr auch.
00:28:33: Menschen, die davon betroffen sind kennen dieses Thema.
00:28:36: wenn damit aber explizit nur gemeint ist es liegt zwangsläufig eine aktive bakterielle infektion vor Dann ist die Datenlage deutlich schwächer.
00:28:46: Es gibt mehrere hochwertige Untersuchungen zu dem Thema, die auch keinen nachhaltigen Nutzen einer langfristigen Antibiotikomtherapie gezeigt haben.
00:28:54: Sprich wir gehen davon aus da sind noch Bakterien und wir nutzen weiter Antibiotika um hier die Symptome zu reduzieren.
00:29:02: das funktioniert nicht.
00:29:03: Zunehmend bewegt sich die Forschung deshalb weg von der Vorstellung einer dauerhaft aktiven Infektion hin zu dem eben erwähnten Konzept wie persistierende Antigene, die vorhanden sind.
00:29:16: Dem Thema der neue Inflammation des Autonomie also der eingeschränkten oder fehlerhaften Funktionsweise des autonomen Nervensystems und eine gestörte Entzündungsauflösung Mit dem Rauch immer wieder beschleunigt wird, mit Teilstrukturen, die vielleicht noch mit vorhanden sind.
00:29:35: Die entscheidende Frage lautet also heute nicht mehr gibt es eine chronische Borreliose?
00:29:40: Sondern welche biologischen Mechanismen halten Beschwerden nach einer Infektion aufrecht?
00:29:46: So lange Zeit wurde die Borrelyose v.a.
00:29:48: als Infektionskrankheit betrachtet.
00:29:51: Eine Zecke überträgt ein Bakterium das Bakterum verursacht Symptome man behandelt die Infektionen.
00:29:56: die Geschichte ist damit beendet Und heute wissen wir, dass die Realität deutlich komplexer sein kann.
00:30:01: Denn Boreliose wirft eine Frage auf, wie weit über die Bakterien hinausgeht.
00:30:08: Was passiert wenn eine Infektion endet?
00:30:11: Der Organismus aber nicht vollständig in seine ursprüngliche Balance zurückfinden kann.
00:30:15: und genau diese Frage beschäftigt auch weiterhin die Forschung bei Borelose, aber eben auch bei Themen wie Long Covid, bei ME-CFS oder anderen postinfektiösen Symptomen.
00:30:27: Vielleicht geht es deshalb längst nicht mehr nur um die Frage, ob eine Räger noch vorhanden ist.
00:30:31: Sondern darum welche Biologenspuren eine Infektion hinterlässt im Immunsystem?
00:30:37: Im Nervensystem im Stoffwechsel und in den Mechanismen, die Entzündung eigentlich wieder beenden sollten.
00:30:44: Boreliose ist damit mehr als Infektionserkrankungen durch Zecken übertragen, sie ist ein Fenster in einem auch spannendes Forschungsfeld der modernen Medizin.
00:30:53: Die Frage warum manche Menschen nach einer Belastung vollständig genesen und anderen nicht?
00:30:58: Vielleicht liegt die Zukunft deshalb nicht allein in der Bekämpfung der Erreger was gut untersucht und bewiesen ist und deshalb sinnvoll hier mit Antibiotika zu arbeiten aber eben auch ein besseres Verständnis von Regulationen zu bekommen also von Mechanismen die weiterhin bestehen bleiben Themen rund um Neuroinflammation, Regulation des autonomen Nervensystems und von den biologischen Voraussetzungen die Gesundheit überhaupt erst ermöglichen.
00:31:25: Und damit sind wir für heute am Ende dieses Paracelsus Lab Deep Dives angekommen.
00:31:30: Ich danke euch ganz herzlich fürs Zuhören und hoffe, dass ich euch zum Thema Boreliose einen guten Überblick geben konnte.
00:31:36: Ich freu mich natürlich wenn ihr uns direkt schreibt, wenn ihr weitere Fragen zum Thema Boriliose habt oder auch grundsätzlich Erfahrungen mitteilen wollt gerne direkt an uns senden.
00:31:48: Ihr habt hier immer die Möglichkeit direkt unter dem Podcast zu kommentieren.
00:31:51: da freuen wir uns gerne.
00:31:53: Ich danke euch herzlich fürs Zuhören und ich freue mich schon auf die nächste Episode.
00:32:02: Bis dahin, alles Gute!
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